Auswärtsfluch besiegt

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Dabei begann die Partie alles andere als gut, denn nach nur 21 Sekunden musste Verteidiger Jan-Hendrik Seelisch auf der Strafbank pausieren und 26 Sekunden später stand es bereits 1:0 für die Icefighters. Fabian Hadamik konnte aus halblinker Position abziehen und Jimmy Hertel war die Sicht verdeckt, dahin war die Hoffnung gut und sicher ins Spiel zu starten. Danach spielten die Akademiker aber so, als ob nichts gewesen wäre. Chance auf Chance folgte in den nächsten Minuten. Einziges Manko – die Scheibe landete nicht im Tor. Leipzig hielt sich mit Kontern im Spiel und so erlebten die 583 Zuschauer ein abwechslungsreiches erstes Drittel, in dem Leipzig führte und FASS spielte. Brenzlige Situationen gab es für beide Torhüter genug, Jimmy Hertel hielt FASS bei zwei Unterzahlbreaks im Spiel, es blieb aber bei diesem 0:1 aus Sicht der Akademiker.

Im zweiten Abschnitt waren es wieder die Leipziger, die den besseren Start erwischten und wieder war, wenn auch nur indirekt, Jan-Hendrik Seelisch beteiligt, denn der saß zum Zeitpunkt des zweiten Leipziger Treffers auf der Strafbank, auf der anderen Seite saß Kevin Flather. Der wiederum war zu dicht an Jimmy Hertel herangetreten, was die Berliner 22 nicht wirklich gut fand. Ein kurzfristiger Austausch von ein paar, unter Eishockeyspielern üblichen, Höflichkeitsfloskeln folgte und es ging ab in die Kühlbox. Für das 2:0 sorgte dann in der 22. Minute Arnold Skripka, der über rechts ins FASS-Drittel reinziehen und unbedrängt vor Jimmy Hertel abziehen konnte (22.). Danach wirkten die Akademiker für zwei, drei Minuten verunsichert, in der Folge war es aber wieder ein Abbild des ersten Drittels, FASS spielte und Leipzig konterte. Johnsson und Czajka scheiterten an Adam Ondraschek, Benjamin Hecker in der 31. am Pfosten. Es war schließlich Vincent Schlenker, der den Anschlusstreffer erzielte; die Vorarbeit von Benjamin Hecker und Anders Johnsson allerdings die halbe Miete dazu. Der Schwede spielte lang auf seinen Sturmkollegen und der steckte den Puck durch die beiden Leipziger Verteidiger auf den heranstürmenden Vincent Schlenker, der dadurch frei zum Schuss kam. Der Bann schien nun gebrochen, aber Lars und Jens Müller hätten die Leipziger danach auch wieder auf zwei Tore nach vorn bringen können. Erneut Vincent Schlenker (36.) und Steve Roubicek (38.) hätten dann auch schon früher den Ausgleich markieren können, ehe es der Stürmer mit der 12 erledigte. Benjamin Hecker hinter dem Leipziger Tor auf Anders Johnsson, der wiederum vor das Tor auf den „Schlacks“, 2:2 in der 39. Minute.

Und auch im Schlussabschnitt agierten die Akademiker wesentlich stärker als die Gastgeber, es bedurfte aber Leipziger Nachlässigkeiten, um den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison unter Dach und Fach zu bringen. Zuerst ließ man Patrick Czajka unbedrängt um und vor das Tor ziehen (2:3/52.); dann war es Kapitän Lucien Aicher, der sich nur 73 Sekunden nach dem Führungstreffer den „Stockfehler“ eines Leipzigers nicht entgehen ließ und über die Schulter von Adam Ondraschek zum 2:4 einschoss. Leipzig nahm danach eine Auszeit, die aber nicht in gewünschtem Maße half, denn nur 38 Sekunden danach wechselten die Gastgeber ungeschickt, was Steve Roubicek ausnutzte und Vincent Schlenker losschickte. Der zog hinter der blauen Linie kurz und trocken zum 2:5 ab. Der Leipziger Widerstand war nun gebrochen und die Entscheidung gefallen. In den letzten Minuten passierte nicht mehr allzu viel und damit war der erste Auswärtserfolg des FASS perfekt. Das Team wusste auch genau, bei wem es sich zu bedanken hatte, denn es fand sich sofort nach der Schlusssirene bei seinem Schlussmann ein, der es in den brenzligen Situationen im Spiel gehalten hatte.


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