Auftakt in der Oberliga-Abstiegsrunde

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Auftakt-Wochenende in der Abstiegsrunde der Oberliga: die Roten Teufel Bad Nauheimtreffen hierbei auf die beiden Gegner, die man in der Abschlusstabelle der Vorrunde hinter sich lassen konnte. Am Freitag ab 20 Uhr gastiert das Lochead-Team zunächst bei den Revier Löwen Oberhausen, am Sonntag um 18:30 Uhr empfangen die Kurstädter im heimischen Colonel-Knight-Stadion die Stuttgart Wizards.

Ausgerechnet gegen diese beiden Mannschaften unterlag man zuletzt im Rahmen der Vorrunde. In Oberhausen setzte es im letzten Spiel des Jahres 2005 ein deutliches 5:1, fast noch mehr schmerzte zwei Wochen später das 5:2 bei den Stuttgarter Zauberern, die bis dato 29 Niederlagen in 29 Partien einstecken mussten. Hinzu kommt, dass sich beide Teams enorm verstärkt haben: Oberhausen holte zuletzt für den Angriff mit Beau Kratzman und Casey Bartzen zwei Nordamerikaner und mit Maxim Polkovikov einen oberligaerfahrenen Verteidiger für die Abwehr. Die letzte Ausländerposition belegt der Weißrusse Andrej Kolesnikov, der in der ersten Sturmformation neben Grein und Bartzen in seinen ersten beiden Spielen für die Ruhrstädter bereits zwei Treffer markierte. Auch er verfügt über lange Jahre an Oberliga-Erfahrung, so spielte der Stürmer bereits für Füssen, Höchstadt, Schweinfurt, Haßfurt und Hannover in der dritten Liga, auch eine Saison in Wolfsburg in der 1. Liga Nord hat er schon absolviert. In der Saison 1998/99 wurde der 34-Jährige mit 33 Treffern Torschützenkönig der damaligen 2.Liga Süd und ist somit eine enorme Verstärkung für das Team vom früheren sowjetischen Weltmeister Sergej Jaschin. Die Revier Löwen brennen auf einen Erfolg gegen die Hessen, um möglichst mit drei Punkten in die hart umkämpfte Abstiegsrunde zu starten. Gut 200 RT-Fans werden ihr Team nach Gelsenkirchen begleiten, um für die entsprechende Unterstützung zu sorgen.

Auch der Sonntags-Gegner aus Stuttgart hat sich zuletzt enorm verstärkt, seit Anfang Dezember wurden gleich neun Neuverpflichtungen an der Waldau getätigt. Zunächst kam aus Rostock Stürmer Anton Marsall, der in der vergangenen Spielzeit gemeinsam mit Sascha Mader beim ESV Hügelsheim aktiv war und dort in 37 Spielen immerhin 15 Tore markierte. Zwei absolute Kracher für die Abwehr holten die Verantwortlichen kurze Zeit später mit dem Schweden Marcus Falkheden sowie dem Kanadier Ryan Thrussell. Falkheden wechselte aus der 1.schwedischen Division zu den Schwaben, Thrussell spielte zuletzt in der Canadian Interuniversity Sport (CIS), aus der schon viele große Namen Karriere gemacht haben. Beide zählen als Defensiv-Verteidiger und sollen dem Torhüter und den offensiver ausgerichteten Kollegen den Rücken frei halten. Apropos Goalie: auch auf dieser Position tat sich was, so holte man vom Insolvenzclub aus Bayreuth Torsteher Felix Feeser, so dass es also ein Wiedersehen zwischen ehemaligen Teamkollegen geben wird, nachdem auch Abwehrspieler Marc Hemmerich sowie Stürmer Timo Basse Anfang Januar den Weg aus der Wagnerstadt an die Waldau genommen haben, während Tom O’Grady und Marco Ahrens inzwischen bei den Roten Teufeln unter Vertrag stehen. Als weiteren Neuzugang präsentierten die Wizards vor gut zwei Wochen Angreifer Dominik Müller, der aus Solingen (Regionalliga NRW) kam. Kurz vor Schließung der Transferliste schlugen die Schwaben diese Woche dann noch zwei Mal für die Defensive zu: aus Turin (2. italienische Liga) stieß der Slowakei-Kanadier Marek Babic zu den Zauberern, aus Herlev (1. dänische Liga) kam Philip Herlev in die baden-württembergische Landeshauptstadt, während der kanadische Stürmer Brant Becker das Angebot annahm und zum ETC Crimmitschau in die Aufstiegsrunde wechselte. Auch an der Bande gab es eine Veränderung, so löste der bisherige Manager und ehemalige Trainer Wilbert Duszenko den glücklosen Roger Weißschuh ab, und mit ihm will man nun in der Abstiegsrunde beweisen, dass die Strategie aufgeht. Die Tendenz dürfte hierbei klar sein: die Defensive ist Trumpf, nachdem man dort gezielt neue Spieler geholt hat. Bereits beim 5:2 vor gut drei Wochen hat man gesehen, dass die Wizards nicht zuletzt aufgrund der Neuzugänge eine gewichtige Rolle im Abstiegskampf spielen wollen, so dass man von einer schweren Aufgabe ausgehen kann.

Dennoch: alles andere als mindestens drei Punkten wäre für die Roten Teufel eine Enttäuschung und in Hinblick auf den Rest der Runde kaum zu korrigieren. Das Konzept wird hierbei aller Voraussicht nach sehr defensiv ausgerichtet sein, so dass auch die Stürmer nach hinten arbeiten müssen. Nach dem Abgang von Brian Stacey wird der ehemalige Oberhausener Stefan Schaidnagel seine Position einnehmen, nachdem man bereits alle sieben Ausländer-Lizenzen vergeben hatte. RT-Coach Bill Lochead hofft zudem auf die Rückkehr von Pascal Jeßberger und Sascha Mader, die zuletzt aufgrund von Verletzungen aussetzen mussten. Zumindest in Oberhausen wird der Trainer auf Peppi Eckmair verzichten müssen, er ist aufgrund einer Spieldauerstrafe eine Partie gesperrt, so dass natürlich ein wichtiger Stürmer ausgrechnet im Auftaktspiel der Playdowns fehlt. Aus diesem Grund wollte Lochead kurz vor Wechselschluss mit dem letztjährigen Stürmer Martin Williams (zuletzt Siegen) einen DEL-erfahrenen Spieler lizenzieren, aufgrund eines Übertragungsfehlers der Fotos konnte der Pass jedoch nicht mehr rechtzeitig ausgestellt werden. Somit werden die verfügbaren Akteure es richten müssen, und man darf gespannt sein, wie sich die Kurstädter in diesen so wichtigen Partien präsentieren werden. Das Webradio der Roten Teufel überträgt übrigens das Auftaktspiel aus Oberhausen live und in voller Länge, zu empfangen ist es über die Homepage der Hessen (www.rt-badnauheim.de).


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