Aufstiegsfrage noch nicht geklärt

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„Es war ein aus unserer Sicht konstruktives, sachliches und informatives Treffen, das uns weitere Klarheit bezüglich den Durchführungsbestimmungen gab“, urteilt Thomas Manzei, zweiter Vorsitzender des VER Selb, der zusammen mit Vorstandsmitglied Claus Böhm und Schatzmeister Roman Bothur in dieser Woche bei einem „Oberliga-Treffen“ zu Gast war. Wie bekannt, wird die Oberliga als dritthöchste deutsche Spielklasse neu strukturiert und in vier Gruppen aufgeteilt. Der VER Selb als Vizemeister der Bayernliga-Saison 2009/2010 hat dabei das sportliche Recht, in die Oberliga Süd aufzusteigen. Da der TEV Miesbach bereits seinen Verbleib in der Bayernliga verkündet hat, kann auch der drittplatzierte EV Regensburg das Aufstiegsrecht wahrnehmen.

Die an der Versammlung teilnehmenden Vereinsvertreter wie auch DEB-Präsident Uwe Harnos und Geschäftsführer Oliver Seeliger signalisierten klar, dass man beide Vereine gerne aufnehmen würde, schließlich handele es sich hier um „namhafte Zugpferde“. Noch haben aber beide Vereine noch bis Mitte Mai Zeit, ihre Entscheidung zu fällen. Die wird auch nötig sein. „Wir haben aus der Versammlung viele Erkenntnisse gezogen, unser Fragenkatalog wurde beantwortet, aber wir haben auch die Bestätigung, dass wir mit nicht unerheblichen Mehrkosten zu kalkulieren haben“, läutet Manzei weitere anstrengende Wochen an, all diese Punkte auszuloten und schließlich eine nicht einfache Entscheidung zu tätigen. „Doch wir arbeiten bereits seit Wochen auf Hochtouren und haben unter anderem bereits begonnen, mit unseren Hauptsponsoren Gespräche aufzunehmen, um zu klären ob sie bereit sind, mit uns den Weg in die Oberliga Süd zu gehen. Wir müssen die Mehrkosten fast ausschließlich über Sponsoreneinnahmen finanzieren, deshalb ist dies ein wirklich gewichtiger Punkt.“ Und dem Führungstrio um Jürgen Golly ist nach den sportlichen wie auch allen voran zuletzt wirtschaftlich erfolgreichen Jahren eines ganz besonders wichtig: „Wir haben Vertrauen bei den Fans und der Wirtschaft aufgebaut. Dieses wollen wir auf keinen Fall aufs Spiel setzen und es ist unsere Verpflichtung, vorsichtig zu handeln.“ Fakt ist aber auch: „Diese Reform der Oberliga war nötig und ist auch auf Vereine wie jetzt eben Selb und Regensburg und einigen anderen ambitionierten Bayernligisten zugeschnitten. Wäre diese nicht der Fall gewesen, wäre diese Liga für uns nicht machbar, wären zu solch einem Treffen erst gar nicht gefahren und hätten uns für die Bayernliga entschieden“, betont Manzei im Hinblick auf natürlich einige Vorteile der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der unteren Liga. „Andererseits ist es unser Ziel, sportlich weiter oben zu agieren und unserem talentierten Nachwuchs eine Perspektive zu bieten, schließlich mussten wir in den letzten Jahren auch einige starke junge Spieler ziehen lassen.“

Mannschaft wie Trainergespann wollen den Aufstieg jedenfalls wahrnehmen. „Das ist für uns auch ein sehr wichtiger Punkt, denn wir vertrauen diese Mannschaft, die uns erst in diese komfortable Situation des Entscheidenmüssens gebracht hat“, freut sich Manzei weiter, der aber zugleich mitteilt, dass „wir zwar das Team im Großen und Ganzen beibelassen wollen, für mehr Wettbewerbsfähigkeit uns aber auch noch punktuell verstärken müssen.“

Über einen definitiven Modus in der Oberliga Süd kann derweil noch nichts entschieden werden. Es gibt zwar verschiedenen Szenarien, alles hängt aber auch an der Anzahl der Mannschaften ab. Bislang stehen Peiting, Klostersee, Füssen, Bad Tölz, Deggendorf, Landsberg und Passau fest. Hinzu kommt vermutlich Riessersee aus der 2. Bundesliga runter. Der ursprüngliche Absteiger Freiburg geht davon aus, weiter in der zweiten Liga antreten zu können, ebenso, wie Rosenheim als Meister der Oberliga ebenso den Gang nach oben durchziehen dürfte. Bislang acht Mannschaften in der Oberliga Süd. Dazu die Rhein-Necker Stars (Spielort Eppelheim) als Aufsteiger aus der Regionalliga Südwest, sowie Selb und Regensburg – für beide Mannschaften wäre dieses zuschauerträchtige Duell natürlich von großer Bedeutung – könnten das Bild der neuen Liga sein. Noch aber steht nichts fest. Drei Wochen müssen sich die Vereine und Fans noch gedulden. Spätestens dann steht die Entscheidung der Beteiligten fest.

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