Auflauf der DEL-Cracks im Ice Gate

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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Allein die Liste der jüngsten Neuzugänge beim Herner EV bringt einen Eishockeyfan zum Zungeschnalzen. Mit fünf ehemaligen DEL-Profis blasen die Nordrhein-Westfalen zur Attacke auf die Play-off-Plätze. Die Passau Black Hawks wollen aber dem fast komplett neu formiertem Team auf dem Weg nach oben noch ein Bein stellen.

Seit Beginn des Monats überschlagen sich in Herne die Meldungen über Neuzugänge. Allein in dieser Woche gaben die Crusaders die Verpflichtung von drei DEL-Cracks bekannt. Neu im Kader Shawn McNeil und Center Mark Kosick, beide von den Kassel Huskies, und von den Augsburger Panthern stößt Verteidiger Paul Flache an den Gysenberg. Zudem stehen mit Anton Bader und Igor Alexandrov zwei weitere Spieler mit DEL-Erfahrung bei den Crusaders unter Vertrag. Mit Rory Rawlyk wird Alex Feistl einen ehemaligen Teamkollegen aus Regensburg wiedertreffen. Dazu kommt noch, dass Herne mit Nils Liesegang, der bereits seit Saisonbeginn im Kader steht, den besten deutschen Stürmer in ihren Reihen hat. In 36 Spielen konnte der gebürtige Gelsenkirchner bisher 30 Tore erzielen und insgesamt 70 Scorerpunkte sammeln. Bei diesen Verstärkungen kein Wunder, dass der aktuell Tabellenfünfte der Nordgruppe, die letzten sechs Spiele gewinnen konnte. Unter den Gegnern waren dabei Hochkaräter wie Bad Nauheim und Hannover. Möglich macht das der enge Kontakt des Herner EV zu Eishockeymäzen Ralf Pape, der Alleingesellschafter der Duisburger Füchse ist.

Aber Bange machen gilt nicht bei den Passau Black Hawks. Steht man doch in der Dreiflüssestadt selbst auf dem Sprung in die Play-offs. Die Mannschaft von Trainer Klaus Feistl kann am Sonntagabend im Ice Gate vielleicht davon profitieren, dass die zusammengekauften Profis nicht zusammengespielt sind. Die Black Hawks sind ligaweit für ihre disziplinierte Spielweise bekannt und gefürchtet. Besonders profitieren die Passauer Eishockeycracks dabei von den wenigen Strafzeiten, die gegen sie ausgesprochen werden müssen. Mit durchschnittlich rund 17 Strafminuten pro Spiel stellen die Mannen um Kapitän Mike Muller derzeit das fairste Team der gesamten Liga dar. Und wenn man der Strafbank fernbleibt setzt man zum Einen die eigene Abwehr keinen zusätzlichen Gefahrensituationen aus und zum Anderen ergibt sich daraus die Gelegenheit selbst Druck auf den Gegner auszuüben. Obwohl die Black Hawks morgen also als Außenseiter auf das Eis gehen, werden sie alles geben, um die Festung Ice Gate auch gegen die DEL-Cracks zu verteidigen.

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