Aufatmen bei den Black Hawks

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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Endlich dürfen sich die EHF Passau Black Hawks über ihren ersten Oberliga-Dreier freuen. Beim 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)-Sieg gegen den TEV Miesbach hat die Mannschaft die erhoffte positive Reaktion gezeigt „und sich nun wenigstens wieder ein bisschen Luft verschafft“, meinte Trainer Otto Keresztes erleichtert. Allerdings konnten beide Teams im Passauer „Ice Gate“ nicht verbergen, warum sie derzeit am Tabellenende der Süd-Gruppe stehen. Viele Unsicherheiten schlichen sich in das vom Kampf geprägte Spiel ein. „Wichtig sind aber in unserer Situation die drei Punkte, freuen wir uns darüber“, betonte Vorstand Christian Eder.

„Wenn nicht heute, wann dann“, fragten sich sicher viele der rund 500 Zuschauer im Passauer „IceGate“. Gegen den TEV Miesbach sollte den Hawks der ersehnte Heimsieg gelingen. „Den Druck haben wir natürlich gespürt, eigentlich war es dann eine Kopfsache“, erklärte Trainer Otto Keresztes. Deswegen konnte man auch nichts anderes als ein Kampfspiel erwarten. Dabei erwischten die Hawks gegen die mit dem letzten Aufgebot angereisten Oberbayern, „ich hatte 14 Spieler am Anfang und 10 am Schluss“, so TEV-Coach Marcel Breil, den besseren Start. Nach mehreren guten Gelegenheiten traf Alexander Gantschnig zum 1:0 (9.). Es sollte sein Abend werden, denn nicht einmal 120 Sekunden später war erneut der junge Erdinger zur Stelle und nutzte die Verwirrung in der Miesbacher Hintermannschaft zum 2:0 (11.). Eigentlich in dieser Phase ein beruhigender Vorsprung, allerdings gab es trotzdem immer wieder Abstimmungsschwierigkeiten in der Passauer Defensive und die Gäste kamen zu guten Torchancen. „Klar, wir müssen uns verbessern. Insgesamt darf man aber sagen, dass wir in der Abwehr heute einigermaßen gut gestanden sind“, wollte Otto Keresztes nicht zu viel kritisieren. Dennoch musste der Coach den Anschlusstreffer der Oberbayern beobachten, Andrew Schembri, einer der guten Ausländer beim TEV Miesbach, sorgte für das 2:1 (12.). In der Folge ließen die Hawks einige hochkarätige Chancen aus, unter anderem scheiterte Jaro Majer bei einem break und Christian Setz traf nur den Pfosten. Die Quittung dafür kassierten die Gastgeber bereits nach wenigen Sekunden im zweiten Drittel. Chris Di Ubaldo bugsierte den Puck mit dem Schlittschuh über die Linie, der Treffer zählte dennoch, 2:2 (21.). „Nicht schon wieder, hoffentlich geht das gut!“ So ähnlich dürfte es den meisten Besuchern im „IceGate“ durch den Kopf gegangen sein. Diesmal rissen sich die Hawks aber am Riemen, hielten dagegen und schwammen sich wieder frei. Wie schon im ersten Abschnitt blieben zu viele Chancen ungenutzt, erst nach rund 35 Minuten gelang der Befreiungsschlag – im wahrsten Sinne des Wortes. In Überzahl donnerte Mike Muller einen Schlagschuss ins Miesbacher Tor. Nun ließen sich die Hawks die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen, bei den Oberbayern schwanden immer mehr die Kräfte. Dennoch durften sich die Fans erst im Schlussabschnitt über das vorentscheidende 4:2 freuen. Alexander Gantschnig krönte seine Leistung mit seinem dritten Treffer (44.). Obwohl Miesbach zum Schluss alles auf eine Karte setzte und nach einer Auszeit zwei Minuten vor Schluss den Keeper aus dem Spiel nahm, fielen keine weiteren Tore mehr. „Die Mannschaft hat sich natürlich gefreut. Aber wir wissen, dass Miesbach heute keine hohe Messlatte war und wir noch viel zu tun haben“, ordnete Trainer Otto Keresztes den ersten Oberliga-Dreier ein. Sein Gegenüber Marcel Breil lobte seine Mannschaft für „den Charakter, den wir heute trotz der vielen Ausfälle gezeigt haben. Wir haben alles gegeben aber Passau war ein bisschen besser, sie waren Cleverer und hatten am Ende mehr Kraft.“

Eine Hiobsbotschaft mussten die Hawks nach Spielende verdauen. Verteidiger Richard Tischler hatte einen Schlagschuss auf den Fuß bekommen. Er wurde noch in der Nacht im Passauer Klinikum untersucht, die Diagnose steht allerdings noch nicht fest. Ob Tischler am Freitag beim EC Bad Tölz auflaufen kann, ist momentan noch unklar.

Tore: 1:0 (8:59) Gantschnig (Kujala, Popp), 2:0 (10:39) Gantschnig (Tischler, Kujala), 2:1 (11:21) Schembri (Rießle, Veicht), 2:2 (20:53) Di Ubaldo (Veicht, Fröhlich), 3:2 (35:13) Muller (Gantschnig, Kujala), 4:2 (43:34) Gantschnig (Zollo, Setz). Strafen: Passau 10, Miesbach 10. Zuschauer: 520.

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