Auf den letzten Drücker: EVR springt auf Play-off-Zug

Patrick Landstorfer der provokant den rund 800 Selber mit dem Treffer zum 5:4 zujubelt. (Foto: Bruno Samulowski - www.orange-b.de)Patrick Landstorfer der provokant den rund 800 Selber mit dem Treffer zum 5:4 zujubelt. (Foto: Bruno Samulowski - www.orange-b.de)
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Dabei sah es zunächst nicht gut für die Regensburger aus. Simon Schwarzmeier brachte seine Selber nämlich bereits in der dritten Minute in Front und sorgte somit bei den Hausherren für noch größere Nervosität. So hatten die Regensburger Glück, dass die Gäste in der Folgezeit weitere gute Chancen ungenutzt ließen. Erst nach zehn gespielten Minuten schienen sich die Oberpfälzer von diesem frühen Schock erholt zu haben und bedrängten nun ihrerseits das Selber Gehäuse. Mario Dörfler sorgte kurz vor Drittelende für den inzwischen verdienten Ausgleich (19.).

Im Mittelabschnitt forcierten die Regensburger weiterhin das Tempo. Ein Doppelschlag von Sven Gerike (26./33.) brachte die Hausherren plötzlich auf die vermeintliche Siegerstraße. Das Spiel nahm weiter Fahrt auf und wog nun hin und her. Zahlreiche Chancen auf beiden Seiten waren die Folge, wobei wirklich zwingende Torgelegenheiten zunächst Fehlanzeige blieben. Dennis Thielsch war es schließlich, der eine Selber Überzahlmöglichkeit zum 2:3-Anschlusstreffer nutzen konnte. Als EVR-Verteidiger Patrick Landstorfer kurz darauf für die Hausherren erfolgreich war, hofften die Regensburger Anhänger natürlich darauf, dass ihr Team mit diesem 4:2-Vorsprung in die zweite Drittelpause gehen würde. Erneut brachten sich die Regensburger aber um ihre gute Ausgangsposition und kassierten weiterhin völlig unnötige Strafzeiten. Durch diese Undiszipliniertheiten brachten sie die stark angeschlagenen Wölfe wieder zurück ins Spiel. In doppelter Überzahl traf Martin Sekera folgerichtig zum 3:4 (40.).

Auch den Beginn des Schlussabschnittes erlebten die Regensburger nur mit vier Mann auf der Eisfläche. Oberligatopverteidiger Christopher Schadewaldt krönte seine starke Leistung mit dem Ausgleichstreffer zum 4:4 (42.). Im prächtig gefüllten Gästeblock gab es nun kein Halten mehr und die Selber Fans peitschten ihr Team nach vorne.
Auch das Regensburger Publikum stand dem in nichts nach und sollte bald wieder Grund zum jubeln haben. Das Derby war inzwischen an Dramatik nicht mehr zu überbieten und beide Mannschaften kämpften verbissen um ihre Play-off-Chance. Auch beide Torhüter bekamen ihre Nerven nicht in den Griff, denn sowohl Bastian Niedermeier auf Regensburger Seite, als auch Benjamin Dirksen im Selber Gehäuse sollten nicht ihren besten Abend erwischen.

Als Thomas Daffner in der 50. Minute mit einem harten, aber durchaus haltbaren Schuss, seine Regensburger wieder in Front brachte, kochte die Donau Arena förmlich über. Sicherheit gab den Hausherren dieser Treffer jedoch nicht, denn nur Sekunden später war es erneut Schadewaldt, der Bastian Niedermeier mit einem Schlenzer aus unmöglichem Winkel alt aussehen ließ und für den neuerlichen Ausgleich sorgte (51.). Die Selber waren nun oben auf und standen kurz vor der Entscheidung zu ihren Gunsten. Niedermeier stabilisierte sich aber wieder und hielt seinen Kasten in den wichtigen Folgeminuten sauber.

Die Regensburger mobilisierten nochmals alle Kräfte, um den Sieg nach regulärer Spielzeit doch noch zu erzwingen. Und tatsächlich sollte eine Einzelaktion von Andreas Dörfler die Hausherren zum Erfolg führen. Mit einem trockenen Handgelenksschuss erzielte der EVR-Kapitän den Treffer zum 6:5 (53.). Sieben Minuten waren in dieser verrückten Eishockeyschlacht noch zu spielen. Die engagiert kämpfenden Gäste warfen noch einmal alles nach vorne, doch diesmal sollte die Regensburger Abwehr dicht halten. 45 Sekunden vor Ende der Partie mussten die Regensburger eine weitere Strafzeit hinnehmen und auch das Bully fand im Regensburger Verteidigungsdrittel statt. Gästetrainer Cory Holden zögerte natürlich nicht und nahm Benjamin Dirksen zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Einen Selber Schussversuch konnte Thomas Daffner jedoch abfangen. Unter dem Jubel der Regensburger Fans fuhr der 39-jährige EVR-Stürmer daraufhin alleine auf Selber Gehäuse zu und schob die Scheibe zum entscheidenden siebten Hausherrentreffer in die Maschen.

Das Regensburger Publikum feierte daraufhin ausgelassen und auch die Gäste erwiesen sich als faire Verlierer. Herzlich gratulierten sie nach Spielende dem Regensburger Team zum Erfolg. Trotz aller Rivalität verbindet beide Mannschaften schließlich der letztjährige Aufstieg von der Bayernliga in die Oberliga und die Duelle beider Teams gehörten sicherlich auch eine Klasse höher zu den absoluten Saisonhöhepunkten.

Die Regensburger treffen in den Play-offs nun auf den EC Bad Tölz. Das junge Team von Erfolgstrainer Florian Funk sicherte sich ohne Kontingentspieler souverän die Tabellenführung in der Oberliga Süd. (Michael Pohl)

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Füchse Duisburg Duisburg
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Saale Bulls Halle Halle
Krefelder EV Krefeld
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Herner EV Herne
Crocodiles Hamburg Hamburg
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Rostock Piranhas Rostock
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Tilburg Trappers Trappers
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Tilburg Trappers Trappers
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Hannover Scorpions Scorpions
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Krefelder EV Krefeld
Herner EV Herne
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Crocodiles Hamburg Hamburg
Rostock Piranhas Rostock
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ESC Moskitos Essen Essen

Oberliga Süd Meisterrunde

Freitag 21.02.2020
Starbulls Rosenheim Rosenheim
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Eisbären Regensburg Regensburg
EV Lindau Lindau
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EV Füssen Füssen
EC Peiting Peiting
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Selber Wölfe Selb
SC Riessersee Riessersee
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Deggendorfer SC Deggendorf
Blue Devils Weiden Weiden
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ECDC Memmingen Memmingen
Sonntag 23.02.2020
Selber Wölfe Selb
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EV Lindau Lindau
Eisbären Regensburg Regensburg
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Blue Devils Weiden Weiden
ECDC Memmingen Memmingen
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SC Riessersee Riessersee
EV Füssen Füssen
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Starbulls Rosenheim Rosenheim
Deggendorfer SC Deggendorf
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EC Peiting Peiting
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