Auch in Peiting bleiben die Wizards ohne Gegentor

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Das Tor der Stuttgart Wizards war am Wochenende wie vernagelt. Nach dem 3:0 gegen Klostersee ließ der Oberligist auch am Sonntagabend beim 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) in Peiting keinen Gegentreffer zu. Nach dem dritten Sieg in Folge liegen die Zauberer mit 40 Punkten auf dem fünften Platz der Gruppe Südwest und damit wieder in den Meisterrunden-Rängen. Trotz des jüngsten Erfolges tritt Trainer Wilbert Duszenko auf die Euphorie-Bremse: „Wir werden bereits am Dienstag sehen, was der Sieg in Peiting wirklich wert ist. Dann treffen wir auf der Waldau erneut auf die Oberländer und müssen nachlegen“, gibt der Übungsleiter vor dem wichtigen Rückspiel gegen Peiting (30. Dezember, 20 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) die Richtung vor.

Am kommenden Freitag ist der EHC München zu Gast auf der Stuttgarter Waldau (2. Januar, 20 Uhr), ehe die Wizards beim TEV Miesbach antreten müssen (4. Januar, 18.30 Uhr).

Am Sonntagabend in Peiting legten sich die Wizards von Anfang an ins Zeug und wirkten entschlossen, den dritten Auswärts-Dreier der Saison einzufahren.

Zu Beginn der Partie hatten dennoch die Gastgeber die besseren Chancen, Wizards-Goalie Tyrone Garner stand ein ums andere Mal im Weg. Nach rund zehn Minuten münzten die Wizards ihre Entschlossenheit dann auch in Torchancen um und übernahmen die Initiative. Mit schnellem Spiel und etlichen sehenswerten Kombinationen kamen sie zu zahlreichen Möglichkeiten. Immer wieder war aber bei Peitings bestem Akteur, dem finnischen Torhüter Samuli Peltosara, Endstation. Erst sieben Sekunden vor Ende des ersten Drittels durften die rund 100 mitgereisten Stuttgarter Fans jubeln, als der starke Andrej Jaufmann das verdiente und zu diesem Zeitpunkt längst überfällige 1:0 erzielte (20.).

Auch im zweiten Drittel überzeugten die Wizards durch Einsatz und taktische Disziplin. Peiting machte das Spiel und drängte auf den Ausgleich, Tyrone Garner im Gehäuse der Wizards war aber nicht zu bezwingen. Die Wizards hingegen warteten clever auf ihre Chancen und schlugen aus der sicheren Abwehr heraus blitzschnell und eiskalt zu.

So auch in der 28. Minute, als die Stuttgarter binnen 20 Sekunden auf 3:0 davonzogen. Zunächst gelang Mike Hofstrand Treffer Nummer zwei, ehe Georg Hessel den Puck ein drittes Mal ins Gehäuse der Gastgeber beförderte.

Damit war die Partie aber noch nicht entschieden, denn Peiting steckte trotz des Rückstandes nicht auf und kämpfte weiter um jeden Zentimeter Eis. Mehrere Male tauchten die Oberländer gefährlich vor dem Stuttgarter Gehäuse auf. Dabei agierten sie im Abschluss jedoch zu ungenau oder scheiterten auf gut aufgelegten Torhüter der Wizards.

Die Gäste aus Baden-Württemberg machten in den letzten zehn Minuten des Mitteldrittels geschickt die Räume eng und konnten so mit einem Drei-Tore-Vorsprung in den Schlussabschnitt gehen.

Dort wurde es für die Wizards gleich zu Beginn allerdings noch einmal brenzlig. Nachdem Routinier Rasso Rampp kurz vor Ende des zweiten Drittels wegen eines Ellbogenchecks mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen geschickt wurde (somit ist er am Dienstag gesperrt), mussten die Zauberer eine fünfminütige Unterzahl überstehen.

Diese heikle Situation meisterten die Cracks um Kapitän John Sicinski bravourös. Mit großem Einsatz hinderten sie den EC Peiting daran, ein dauerhaft gefährliches Powerplay aufzuziehen, so dass der Drei-Tore-Vorsprung Bestand hatte.

Dies war der Knackpunkt im Spiel. Nachdem Peiting es versäumt hatte, den Anschlusstreffer zu erzielen, war die Moral der Gastgeber gebrochen und die Wizards ließen bis zum Schlusspfiff nichts mehr anbrennen. Den Schlusspunkt unter eine starke Leistung des Aufsteigers setzte wiederum Andrej Jaufmann mit seinem zweiten Treffer zum 4:0 bei doppelter Überzahl.

Stuttgarts Trainer Wilbert zum Spiel: „Zunächst einmal bin ich froh, dass wir mit Peiting einen direkten Konkurrenten um den Einzug in die Meisterrunde schlagen konnten. Bislang agierte meine Mannschaft auswärts zu sorglos. Heute hat die Einstellung gestimmt und die taktische Marschroute wurde eingehalten. Unsere fünfminütige Unterzahl zu Beginn des Schlussdrittels hätte Peiting aber auch zurück ins Spiel bringen und die Partie drehen können. Dass wir in dieser Phase kein Tor kassiert haben, war der Knackpunkt zu unseren Gunsten."

Peitings Trainer Georg Kink haderte auf der Pressekonferenz mit der Chancenverwertung seiner Cracks: „Es sieht so aus, als hätten wir ein Kopfproblem. Wir wussten, dass Stuttgart einen starken Keeper hat. Dennoch waren bei einem Schussverhältnis von 55:33 für den ECP genügend Chancen da. Wir treffen aber selbst das leere Tor nicht, und ohne Tor kann man nun mal kein Spiel gewinnen. Trotz der Niederlage haben wir noch eine Chance auf Platz fünf, am Dienstag wollen wir Revanche“, sagte der ECP-Coach.

Tore: 0:1 (19:53) Andrej Jaufmann (Jeff White, John Sicinski), 0:2 (27:17) Mike Hofstrand (Jeff White, John Sicinski), 0:3 (27:37) Georg Hessel (Corey-Joe Ficek), 0:4 (46:57) Andrej Jaufmann (Jeff White, John Sicinski) 5-3. Strafen: Peiting 12, Stuttgart 12 + 5 + Spieldauer (Rasso Rampp). Zuschauer: 852.

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