Auch im fünften Spiel verlustpunktfrei

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim gewannen am Freitagabend vor 2105 Zuschauern gegen den EV Füssen mit 5:3 und bleiben an der Tabellenspitze der Oberliga Süd.

Es war ein Spiel zwischen dem Tabellenführer und seinem Verfolger, zwischen zwei noch ungeschlagenen Mannschaften und es trug zu Recht die Bezeichnung Spitzenspiel. Und die über 2100 Zuschauer im Rosenheimer Kathrein-Stadion boten den geeigneten Rahmen dieser Partie, die nach nur acht Sekunden die erste Strafzeit sah. SBR-Stürmer Martin Reichel musste auf die Strafbank und Armin Wurm traf in der zweiten Minute zur Führung der Gäste. Nach Chancen der Starbulls durch Reichel (4.) und Wenzel (7.) war es Michael Rohner, der in der achten Minute nach Vorlage von Paul Weismann und Patrick Senger den Ausgleich markierte. Danach ging es Schlag auf Schlag: Nach 8:57 Minuten musste Füssens Sebastian Eickmann auf die Strafbank, zehn Sekunden später kam die Scheibe über Stephan Stiebinger und Jason Becker zu Reichel, der für das 2:1 sorgte. Der Vorsprung hielt allerdings nur 31 Sekunden, da glich Markus Vaitl schon wieder aus. Aber auch die Allgäuer durften sich nicht lange über diesen Treffer freuen, denn in der elften Minute erzielte Dylan Stanley das 3:2 für die Hausherren.

Im Mittelabschnitt wurde es etwas ruppiger und zunächst fanden sich vermehrt Füssener Spieler auf der Strafbank wieder. In der 24.Minute musste Christian Krötz aufs Sünderbänkchen, in Minute 25 musste Florian Bindl nach einem Foul an Mathias Hart mit Verletzungsfolgte (er blutete heftig an der Nase und kam erst zum letzten Drittel mit einem anderen Trikot wieder) vorzeitig in die Kabine, was ein fünfminütiges Rosenheimer Powerplay zur Folge hatte. Dieses Überzahlspiel nutzten die Starbulls in der 27. Minute durch Stiebinger (nach Super-Pass von Patrick Senger) zum 4:2. 18 Sekunden später kassierte Ricky Helmbrecht eine Strafzeit, was den Gastgebern ein doppeltes Überzahlspiel bescherte. Traf Ryan Fairbarn in der 28. Minute noch den Pfosten, so war es in der 29. Minute Rohner, dessen Schlagschuss den Weg zum 5:2 ins Tor fand.

„In der 33. Minute folgte der große Auftritt des Ricky Helmbrecht, der nach einem Check von Weismann an der Bande liegen blieb, was zunächst nach schwerwiegender Verletzung aussah. Nachdem Weismann mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde, stand Helmbrecht auf, schüttelte sich kurz und fuhr beschwerdefrei zurück zur Spielerbank - eine Unsportlichkeit, die vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde“, so die Starbulls in ihrer Pressemitteilung. Dafür hatte der Nordamerikaner ab diesem Zeitpunkt das Rosenheimer Publikum gegen sich, das jede seiner nachfolgenden Aktionen mit Pfiffen quittierte. 20 Sekunden vor Ablauf dieser Strafzeit verkürzte Doug Orr für die Gäste auf 3:5.

Der Schlussabschnitt blieb torlos, obwohl beide Mannschaften noch das ein oder andere Powerplay hatten. In der letzten Minute ersetzten die Allgäuer ihren Goalie durch einen sechsten Feldspieler, aber auch diese Maßnahme brachte keinen Torerfolg mehr. Einen guten Einstand im Team von Franz Steer lieferte DNL-Stürmer Fabian Zick, der nach der Verletzung von Hart neben Stiebinger und Reichel stürmte und im letzten Drittel den Platz von Weismann neben Robin Hanselko und Patrick Senger einnahm.

Trainerstimmen:

Dave Rich: „Spielentscheidend war das zweite Drittel, in dem wir zu viele Strafzeiten kassierten. Wir wollten Strafen vermeiden, weil wir wussten, dass das Rosenheimer Überzahl gut ist. Im dritten Drittel haben wir hart gearbeitet, aber es war zu schwer, um nochmal zurückzukommen.“

Franz Steer: „Für die Zuschauer war es sicherlich ein schönes Eishockeyspiel mit tollen Kombinationen. Nach vorne spielten wir sehr gut, nur mit dem Defensivverhalten bei den zwei Gegentoren im ersten Drittel bin ich nicht zufrieden. Spielentscheidend waren die Überzahlspiele im zweiten Drittel. Wir haben innerhalb der Mannschaft eine Neuerung. Es wird intern ein Spieler des Tages gewählt. Auch wenn unsere Ausländer immer stark spielen, sollen auch vorbildliche Leistungen belohnt werden, die von Zuschauern und Presse oftmals nicht bemerkt werden. Diesmal wurde Niko Senger gewählt.“

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