Arbeitssieg gegen Bayreuth

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit 6:4 gewannen die Starbulls Rosenheim am Freitag Abend gegen die Tigers des ESV Bayreuth. Ein schwaches Oberligaspiel, in dem die Starbulls viel zu wenig aus ihren Torchancen machten, sahen die 1463 Zuschauer im Rosenheimer Kathrein-Stadion. Dabei wurde die Partie durch ein schwaches Abwehrverhalten der Gastgeber unnötig spannend. Die Grün-Weißen agierten von Anfang an mit vier Sturmreihen. Aufgrund der Ausfälle von Stephan Gottwald, Todd Wetzel, Michael Pohl und Matthias Bergmann bestand ein kompletter Block (Daniel Bucheli, Thomas Weiszdorn, Ralph Crisan, Sinan Akdag und Nikolaus Senger) aus DNL-Spielern. Die Bayreuther hatten drei Reihen aufgeboten und waren ohne Ersatztorhüter angereist. Im Kasten der Tigers stand der ehemalige Aiblinger Felix Feeser, der seine Mannschaft mit starken Paraden lange im Spiel hielt.

Die Starbulls kreuzten in der vierten Minute erstmals gefährlich vor Feeser auf, doch Michael Fröhlich vergab. In der fünften Minute brachte schließlich Bobo Kühnhauser, der von Andi Schneider die Scheibe aufgelegt bekam, seine Farben mit 1:0 in Front. In der Folge hatten die Rosenheimer gute Möglichkeiten den Vorsprung auszubauen. So scheiterte in der siebten Minute Jeremy Stasiuk an Feeser, anschließend konnten sie mit einem dreiminütigen Powerplay (davon 60 Sekunden 5 gegen 3) nichts anfangen. Die beste Gelegenheit zum 2:0 hatte hier Stasiuk nach einem feinen Querpass von Fröhlich. 34 Sekunden vor der Pause bestraften die Oberfranken in Person von David Cermak die mangelnde Chancenauswertung der Hausherren mit dem 1:1.

Im zweiten Drittel setzte sich die Überlegenheit der Starbulls fort, die Bayreuther waren bei Breaks allerdings jederzeit brandgefährlich. So konnte Michael Heindl in der 25. Minute von Akdag nur regelwidrig gestoppt werden und die Tigers kamen zu einem zweiminütigen Überzahlspiel, das sie aber nicht in Zählbares umwandeln konnten. Kaum waren die Rosenheimer komplett, musste Cermak auf die Strafbank und 28 Sekunden später staubte Fröhlich - nach einem Schlagschuss von Gabriel Krüger - zum 2:1 ab. Lange währte diese Freude jedoch nicht, denn nur zwei Minuten später glich Tom O’Grady erneut aus. Bis zum nächsten Treffer dauerte es wieder nur 90 Sekunden - diesmal war Stasiuk erfolgreich. Was Cermak im ersten Abschnitt gelang, schaffte Schneider im zweiten Drittel, als er 27 Sekunden vor dem „Pausentee“ ein Zuspiel von Kühnhauser zum 4:2 verwertete.

Die Entscheidung fiel schließlich in der 44. Minute. Patrick Senger bediente den vor dem gegnerischen Gehäuse lauernden Ronny Martin, der zum 5:2 einschoss. Wenige Sekunden später hatte Schneider sogar den sechsten Treffer auf der Kelle. Zwischen der 48. und der 52. Minute mussten die Schützlinge von Ron Chyzowski ein teilweise doppeltes Unterzahl (Patrick Senger, Christian Gegenfurtner und Andreas Paderhuber marschierten nacheinander auf die Strafbank) überstehen, was ihnen sehr gut gelang. Sehr interessant war dann die 55. Minute: Erst entschärfte Feeser eine Chance von Bucheli, den folgenden Konter nutzte Cermak zum dritten Tor der Oberfranken, deren Hoffnung auf den Anschlusstreffer bereits 19 Sekunden später durch Kühnhauser zerstört wurde. Den Schlusspunkt unter diese torreiche Oberligabegegnung setzte Troy Bigam 61 Sekunden vor Spielende. In der Schlusssekunde vergab Schneider noch einen Alleingang, so dass es beim 6:4 blieb. Trotz des Sieges gab es eine weitere Hiobsbotschaft. Stürmer Maxi Huff zog sich während des Spiel eine schwere Schulterprellung zu.

Trainerstimmen:

Stefan Kagerer (ESV Bayreuth): In den ersten zehn Minuten hat uns Felix Feeser vor einem größeren Rückstand bewahrt. Nach dem 1:1 ging es rauf und runter, die Moral meiner Mannschaft ging auch nach dem Doppelschlag nicht verloren und sie hat bis zum Schluss gekämpft. Trotz der Probleme um den Verein hatten wir vergangene Woche zweimal täglich trainiert. Die Spieler müssen mit dem Herzen dabei sein, dann werden sie – auch wenn es in Bayreuth irgendwann nicht mehr weitergehen sollte – keine Probleme haben einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Ron Chyzowski (SBR): In den ersten zehn Minuten vergaben wir zu viele Chancen, so dass der Gegner zurückkommen konnte. Mit einer besseren Chancenauswertung hätten wir nicht so lange zittern müssen. Insgesamt fehlte uns im eigenen Drittel die Konzentration.

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