Alles noch möglich

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Denn im direkten Vergleich steht es zwischen beiden Mannschaften nunmehr unentschieden und mit zwei Siegen und insgesamt mehr als sieben Treffern Unterschied gegen die Icefighters Leipzig wäre der Finaleinzug perfekt. Sicherlich ein schwieriges Unterfangen, aber schließlich war es das Team von Chris Lee, das als einziges in der Liga in der Vorrunde von zwölf möglichen Punkten gegen die Messestädter immerhin zehn holen konnte und das bei einem Torverhältnis von 22:10.

Ohne Christian-Alexander Leers, Fabio Patrzek (beide gesperrt), Henry Haase, Maximilan Faber (beide U-18-Nationalmannschaft), Christian Gries, Patrick Neugebauer, Jörn Kugler (verletzt), Lucien Aicher, Patrick Balko, Paul Konietzky, Jan Schmidt, Arvid Schwarzbach (alle beruflich verhindert) und Roman Veber (noch in der Slowakei) mussten die Berliner antreten, doch trotz der personellen Probleme begann die Partie in der Erfurter Kartoffelhalle für die Berliner mehr als optimal. Durch einen Doppelschlag von Jonas Gerstung und Benjamin Hecker innerhalb von neun Sekunden lagen sie bereits nach etwas über zwei Minuten mit 2:0 in Führung. Ein Torwartwechsel bei den Erfurtern (Kai Fischer kam für Martin Otte) und mehrere Strafzeiten stoppten jedoch den Schwung der Akademiker und so konnten die Gastgeber mit zwei Mann mehr auf dem Eis in der 13. Minute durch Robert Vavroch den Anschlusstreffer erzielen.

Das Spiel wurde im zweiten Drittel zu einem offenen Schlagabtausch und die Erfurter wollten den vorzeitigen Finaleinzug perfekt machen. Zunächst gelang ihnen der Ausgleich durch Marcel Weise (25.) und dann konnten die Gastgeber, auch begünstigt von weiteren Strafzeiten gegen die Akademiker, durch Zbynek Marak und wiederum Marcel Weise (31./35) auf 4:2 davonziehen. Dass ihnen in dieser Phase des Spiels nicht noch mehr gelang, lag wieder einmal an Sebastian Albrecht, der unter anderem in der 29. Spielminute einen Penalty abwehren konnte. Das Team von Chris Lee erholte sich jedoch noch im zweiten Drittel von dem Rückstand und hatte nun seinerseits die beste Phase. Das 3:4 durch Justin Ludwig war der Lohn. Trotz einer doppelten Überzahl, die bis in den letzten Abschnitt reichte, und mehrerer Chancen zum Ausgleich blieb es bei diesem einen Tor Differenz und so mussten die letzten 20 Minuten die Entscheidung bringen.

Große Aufregung dann in der 45. Minute bei den Akademikern. Nach einem Zweikampf mit Thomas Leibrandt fuhr Robert Schmidt nicht regelgerecht Sebastian Albrecht um, Hauptschiedsrichter Kühnel unterbrach die Partie jedoch nicht und Thomas Grosch konnte die freiliegende Scheibe zum 5:3 im verwaisten FASS-Tor versenken (45.). Als dann noch sogar das 6:3 durch Hannes Ulitschka fiel, war das Hinspielergebnis egalisiert, jedoch war es erneut Justin Ludwig, der die Berliner wieder auf zwei Tore heran und damit im direkten Vergleich nach vorne brachte (52.). Das 7:4 für die Black Dragons durch Enrico Manske setze noch einmal zusätzliche Kräfte bei den Erfurtern frei und fast wäre das vorzeitige Aus doch noch gekommen, aber Zbynek Marak traf 55 Sekunden vor dem Ende nur den Pfosten und beim Nachschuss blieb Sebastian Albrecht Sieger. So blieb es bei diesem 7:4 für die Erfurter, die nun zum Zuschauen verdammt sind. Die Akademiker hingegen haben es, wie schon erwähnt, selbst in der Hand, gegen die Icefighters mit zwei Erfolgen am Sonnabend (19.30 Uhr) im Erika-Hess-Eisstadion und am Sonntag (17 Uhr) in der Alte Messe Eisarena ins Finale einzuziehen. Einfach wird es sicherlich nicht, aber mit Einsatz und Willen, eben wie in Erfurt, ist es auch nicht unmöglich. Außerdem stoßen ja auch noch Christian-Alexander Leers, Fabio Patrzek, Lucien Aicher, Arvid Schwarzbach, Paul Konietzky und Roman Veber zum Kader.

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