Änderung auf Trainerposten nicht ausgeschlossen

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach dem ostdeutschen letzten Wochenende mit den Niederlagen in Halle und gegen Leipzig folgen nun die „bayrischen Tage“ für die Roten Teufel Bad Nauheim in der Oberliga, wenn die Kurstädter am Freitag zunächst beim EC Peiting und am Sonntag zu Hause gegen den Altmeister EC Bad Tölz (Spielbeginn 18.30 Uhr) antreten werden. In der Badestadt werden derzeit allerdings weniger die anstehenden Spiele diskutiert als die Trainerposition, die nach wie vor von Michael Eckert besetzt wird. Der Coach steht besonders nach dem schwachen Heimauftritt gegen Leipzig nicht nur bei den Fans stark unter Beschuss, sondern auch die Sponsoren üben mächtig Druck auf die Geschäftsführung aus. Ungeachtet dessen leitete Eckert in dieser Woche das Training, nachdem die Mannschaft ihm am Dienstag das Vertrauen ausgesprochen hat. Aller Voraussicht nach wird der Coach somit auch am Wochenende an der Bande stehen, dennoch ist eine Veränderung nicht gänzlich ausgeschlossen.

Zum Sportlichen: das Match in Peiting wird besonders bei Neuzugang Ty Morris Erinnerungen hervorrufen, denn der Kanadier stand letzte Saison bei den Birkländern unter Vertrag und avancierte bei seiner ersten Deutschland-Station zum Topscorer der Peitinger. Hinzu kommt, dass Morris' Freundin aus Peiting stammt, so dass dieses Gastspiel fast wie eine Heimpartie für ihn sein dürfte. Das Hinspiel verloren die Hessen zum Rundenauftakt nach großem Kampf mit 3:6, und während die Roten Teufel um den Anschluss ans Mittelfeld kämpfen, liegen die Bayern mittlerweile mit nur einem Zähler hinter einem Playoff-Platz in der Südgruppe. Zuletzt verlor das Team von Leos Sulak allerdings mit 4:1 bei Tabellenführer Bad Tölz, zudem erhielt sein zweitbester Scorer, Jaroslav Mares, eine Spielerdauerstrafe, wodurch der Tscheche gegen die Roten Teufel gesperrt sein wird. Vor dieser Partie gegen die „Buam“ holten die Elche allerdings fünf Siege in Folge (u.a. 7:4 in Rostock und 3:2 in Hannover), so dass sie mit breiter Brust in ihr Heimspiel gehen werden.

Das Heim-Match gegen Top-Aufstiegsfavorit EC Bad Tölz dürfte noch eine Spur schwerer werden für die Kurstädter, nachdem die Isarwinkler in 20 Spielen bislang erst drei Mal ohne Punkte blieben. Die letzten beiden Auswärtsspiele verloren allerdings die Mannen von Axel Kammerer (3:0 in Halle und 5:4 in Dresden), davor holte man jedoch in der Ferne sieben Siege in Folge, womit die Löwen ganz klar das beste Auswärts-Team der Liga sind. Zwei Namen stehen im Wesentlichen für den Erfolg der Bayern: Yanick Dubé sowie T.J. Mulock. Diese beiden Wirbelwinde haben gemeinsam bereits 30 Tore und 55 Vorlagen nach nur 20 Partien auf dem Konto und dürften somit das gefährlichste Sturmduo darstellen, das es aktuell in der Oberliga gibt. Allerdings konzentriert sich fast das gesamte Spiel auf diese beiden Akteure, so dass es in erster Linie darum geht, sie nicht in Fahrt kommen zu lassen. Zuletzt war dies ohnehin nicht immer der Fall, da sich Rückkehrer Dubé seit dem Rosenheim-Spiel Ende Oktober mit einer schmerzhaften Hüftprellung herumplagt, die ihm nur eine eingeschränkte Bewegung ermöglicht. Auch dadurch bedingt geriet der Motor ein wenig ins Stocken, was die Tölzer dennoch nicht davon abhält, routiniert und abgeklärt die Südgruppe zu dominieren. Die "Buam" fahren natürlich nach Bad Nauheim, um drei Zähler mitzunehmen, allerdings rechnen sich die Gastgeber durchaus Außenseiter-Chancen ein.

„Gegen Bad Tölz kann man nur gewinnen“, sagte demzufolge Alleingesellschafter Wolfgang Kurz in dieser Woche, der deutlich den zunehmenden Druck von außen zu spüren bekommt. "Das Team steht hinter dem Trainer, allerdings ist mir bewusst, wie die Öffentlichkeit über die Situation denkt. Dies ist keine leichte Situation für uns, und wir müssen uns intensiv beraten, wie es weitergehen soll", so Kurz. Die Mannschaft hat zumindest Besserung gelobt und auch selber interne Strafen vereinbart, sollte der ein oder andere Spieler nicht mitziehen. Personell sind bis auf Mat Ponto (Sperre nach Matchstrafe) alle Mann an Bord, denn auch Kapitän Oliver Bernhardt wird es aller Voraussicht nach trotz einer Zehprellung versuchen. Mit guten Leistungen gegen zwei Favoriten könnten sich die Roten Teufel selber aus der schwierigen Lage befreien und beweisen, dass es nicht am Trainer liegt - oder gelegen hat. Je nachdem, wie sich die Geschäftsleitung in Puncto dieser Personalie letzten Endes entscheidet.


Das Warten hat endlich ein Ende - die PENNY DEL ist zurück 🤩🙌
Nur bei MagentaSport siehst du ALLE Spiele live! 📺🤝
Klarer Erfolg gegen Bayreuth
Deggendorfer SC gewinnt Eröffnungsspiel in der Oberliga Süd

​Das war genau der Start in die Saison 2023/24 der Oberliga Süd, den sich der Deggendorfer SC vorgestellt hatte. Gegen den DEL2-Absteiger Bayreuth Tigers gewann man ...

Weiden und Memmingen wollen ebenfalls aufsteigen
Deggendorfer SC ist der Favorit in der Oberliga Süd

​Eine Woche nach dem Norden fängt jetzt auch in der Oberliga Süd der Ernst des Lebens an. Am Donnerstag beginnt die Liga mit dem offiziellen Eröffnungsspiel zwischen...

Halle und Hamm erste Verfolger
Rostock Piranhas grüßen von der Spitze

​Bereits das erste Wochenende der Saison hatte es in der Oberliga Nord in sich. Wer dabei auf Rostock als Tabellenführer setzte, wird bei den Wettbüros sicherlich ei...

Beide hannoverschen Teams starten mit einer Niederlage
Herforder EV stürmt an die Tabellenspitze

​Das hatte niemand erwartet. Ausgerechnet der Herforder EV grüßt nach dem ersten Spieltag von der Tabellenspitze der Oberliga Nord. Und auch Platz zwei wird von eine...

Sieg nach Overtime – Ackers erster Torschütze
Herner EV besiegt Hamm im Auftaktspiel

​Es war ein Start nach Maß. Im offiziellen Eröffnungsspiel der Oberliga Nord, das vor 1.622 Zuschauern in der Herner Hannibal-Arena zwischen dem Herner EV und den Ha...

Viele Bewerber für die Play-Off-Teilnahme
Hannover Scorpions sind der große Favorit in der Oberliga Nord

​Am Donnerstag geht es endlich wieder in der Oberliga los. Am 21. September treffen sich zum offiziellen Eröffnungsspiel in der Herner Hannibal-Arena die gastgebende...

Die Oberliga-Geschichte, Teil 4: 1973 bis 2023
50 Jahre drittklassige Oberliga

​Im Oktober 1973 wurde die Periode der Oberliga als zweithöchste Spielklasse im Eishockey endgültig beendet. Der Unterbau der 1. Bundesliga nannte sich folgerichtig ...

Vertrag in Selb aufgelöst
Deggendorfer SC holt Alex Grossrubatscher zurück

​Nach einem äußerst kurzen Gastspiel bei den Selber Wölfen kehrt der Südtiroler Alex Grossrubatscher nach Deggendorf zurück. Der 23-jährige Verteidiger hat seinen Ve...