Achtbare Leistung trotz 2:5-Niederlage in Hannover

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Hut ab vor den Roten Teufeln Bad Nauheim, die beim Aufstiegskandidaten Hannover Indians am Sonntagabend nah an einem Punktgewinn dran waren. Trotz einer 3:0-Führung der Hausherren nach dem ersten Abschnitt kämpften und arbeiteten die Hessen, die im letzten Abschnitt nach Treffern von Prada und Pietiläinen noch einmal auf 3:2 herankamen. Ein Konter der Indians sowie ein Empty-Net-Goal stellten letztendlich den 5:2 (3:0, 0:0, 2:2)-Sieg der Niedersachsen sicher.

Dabei sah es im ersten Abschnitt nach einem Debakel aus: bei angezeigter Strafe gegen Josh Barker markierte Rohde nach nicht einmal drei Minuten den frühen Führungstreffer für die Hausherren, die von knapp 2500 Zuschauern lautstark unterstützt wurden. Und die Gastgeber machten weiter Druck in Richtung Ingo Schwarz, der sich über mangelnde Arbeit nicht zu beklagen brauchte. Nach vorne konnten die Teufel in den ersten zehn Minuten so gut wie nichts ausrichten, zu stark agierte der selbsternannte Aufstiegsaspirant. Als diese erste Angriffswelle jedoch verflogen war, befreiten sich die Kurstädter allmählich aus der Umklammerung der Indianer, ohne allerdings zu großen Torchancen zu kommen. Besser machten es da die Gastgeber, die im Powerplay (Barker saß draußen) in der 16.Minute durch Meyer auf 2:0 erhöhen konnten. Geschockt von diesem Tor stand die RT-Defensive nur wenige Sekunden später zu weit weg von ihrem jeweiligen Mann, so dass Rohatsch mit einem Sonntagsschuss bei freier Sicht von der blauen Linie zum 3:0 einnetzen konnte.

Mit Beginn des Mittelabschnittes ließ RT-Coach Thomas Barczikowski seinen Stamm-Keeper auf der Ersatzbank und brachte den etatmäßigen Backup Mario d'Antuono. Von dieser Maßnahme erhoffte sich der frühere Stürmer mehr Aufmerksamkeit in der Hintermannschaft, und dies sollte fruchten. Die Teufel machten die Räume sehr eng, so dass Hannover kaum noch seine Gefährlichkeit ausspielen konnte. Gleichzeitig agierten die Hessen nun besser noch vorne, so dass auch Dennis Hipke im Kasten der Indians einiges zu tun bekam. Leider kassierten die Gäste in diesem Abschnitt zu viele Strafzeiten, die sie immer wieder aus dem Rhythmus und Hannover zurück zu Chancen brachten. Mario d'Antuono, der später zum besten RT-Spieler des Abends gekürt wurde, blieb jedoch cool und vereitelte gleich mehrere Hochkaräter der Niedersachsen mit tollen saves. Beim Spiel fünf gegen fünf zeigten die Teufel jedoch, dass sie sich noch lange nicht aufgaben, so dass sie kämpften und sich einiges an Chancen erarbeiteten. Lediglich das Hartgummi hatte etwas gegen einen Torerfolg, denn es wollte einfach nicht im gegnerischen Netz landen.

Besser lief es im letzten Drittel: die Teufel bemühten sich weiterhin und wurden belohnt, als Martin Prada eine undurchsichtige Situation in der 53.Minute zum ersten Nauheimer Treffer nutzte. Nun war die Einsatzbereitschaft natürlich noch größer, und gleich der nächste Angriff nur 20 Sekunden später brachte den Anschlusstreffer durch Pietiläinen, der im Rebound erfolgreich war. Die RT-Fans hatten jetzt trotz der Übermacht der Indians-Fans zumindest eine Hälfte des Stadions von der Lautstärke her in der Hand, und nun hoffte und bangte man, dass vielleicht sogar noch der Ausgleich fallen würde. Die Zeit wurde aber langsam knapp, so dass die Hessen alles nach vorne werfen mussten. Ein Fehler im Angriffsspiel, und die Scheibe kam über Hannovers Draxler mit einem lange Pass über das ganze Feld zu Welke, der vor das Tor zog und d'Antuono durch die Schoner zum entscheidenden 4:2 überwand. Thomas Barczikowski versuchte ebenso wie sein Team bis zur letzten Sekunde noch einmal alles, so nahm er den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Diese Situation nutzte Staltmayr mit einem empty netter exakt eine Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 5:2-Endstand. "Nach wie vor haben wir einige Situationen dabei, in denen wir zu kopflos agieren wie heute im ersten Abschnitt", analysierte Thomas Barczikowski, der enttäuscht einige Zeit regungslos nach dem Schlusspfiff an der Bande stand, auf der Heimfahrt. "Auf die anderen beiden Drittel müssen wir aufbauen", so RT-Kapitän Steffen Michel. Am kommenden Wochenende warten nun zwei Teams, die mit der gezeigten Leistung vom Hannover-Spiel zu schlagen sein sollten: Freitag (Beginn 19.30 Uhr) gastiert Schlusslicht Eisbären Berlin im Colonel-Knight-Stadion, zwei Tage später geht es nach Miesbach.

Tore: 1:0 (2:47) Rohde (Rask, Meyer), 2:0 (15:56) Meyer (Reiss, Rohde/5-4), 3:0 (Rohatsch (Ciganovic), 3:1 (52:56) Prada (Larson, Hackert), 3:2 (53:17) Pietiläinen (Saßmannshausen), 4:2 (55:42) Welke (Draxler, Ciganovic), 5:2 (59:59) Staltmayr (Feser, Rohatsch/ENG). Strafen: Hannover 10, Bad Nauheim 16. Zuschauer: 2412.

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