Abschluss der Vorbereitung mit zwei Partien gegen Braunlage

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Zwei Mal treten die Roten Teufel Bad Nauheim an diesem Wochenende gegen die Harzer Wölfe zum Abschluss der Saisonvorbereitung an. Zunächst gastiert das Team von Michael Eckert am Freitag ab 20 Uhr in Braunlage, ehe es am Sonntag im heimischen Colonel-Knight-Stadion zum Rückspiel kommen wird (Spielbeginn 18.30 Uhr).

Die Wölfe waren nach Abschluss der letzten Spielzeit sportlich aus der Regionalliga Nordost aufgestiegen und galten lange Zeit als sicherer Oberliga-Teilnehmer, ehe der Verein Ende Juni den Verzicht aus finanziellen Gründen bekannt gab. Somit treten die Niedersachsen auch weiterhin in der vierten Liga an, sie peilen jedoch nach Abschluss dieser Saison den Aufstieg in den ESBG-Bereich an. Und dass dies sportlich wieder im Bereich des Möglichen liegt, zeigt ein Blick auf den aktuellen Kader des neuen Trainers Dirk Heckmann, der vom früheren Betreuer der österreichischen Nationalmannschaft, Sascha Woepke, im Teammanagement unterstützt wird. Im Tor hat man mit Tobias Bannach einen erfahrenen Goalie weiter an sich binden können, der vergangene Saison maßgeblich am Erfolg der Wölfe beteiligt war. Der frühere Jugendnationalspieler schnupperte als Backup bereits DEL-Luft bei den Hannover Scorpions und dürfte somit erneut der starke Rückhalt für seine Mannschaft werden. Als zweiter Mann hinter dem 26-Jährigen wird der letztjährige Neuwieder Alexander Rodens agieren, der den EC-Fans noch aus den Spielen der letzten Saison bekannt sein dürfte. Auf den Ausländerspositionen holten die Braunlager aus der ersten polnischen Liga mit Przemyslav Piekarz sowie Dawid Slowakiewicz zwei hochklassige Akteure, die sich während der Vorbereitungsphase jedoch erst für einen Saisonvertrag empfehlen müssen. Zu ihnen gesellen sich zwei Ausländer mit deutschem Pass: neben Alexander Deibert (gebürtiger Kasache) ist mit Peter Westerkamp auch ein Ex-Teufel mit kanadischen Wurzeln in den Reihen der Wölfe zu finden. Darüber hinaus konnte man weitestgehend die Leistungsträger der letzten Spielzeit weiter an sich binden, so dass eine eingespielte Mannschaft auf das Eis gehen dürfte.

Fünf Testspiele haben die Braunlager bereits absolviert, wobei lediglich eins gegen einen anderen Regionalligisten (9:3-Sieg gegen die Young Roosters aus Iserlohn) ausgetragen wurde. Alle weiteren Partien bestritt man gegen klassenhöhere Teams, wobei man Oberligist Hannover Indians 1:9 und 1:5, Zweitligist Landsberg ebenfalls 1:9 sowie dem schwedischen Drittligisten Skare mit 1:3 unterlag. Trainer Heckmann zu diesen Ergebnissen: "Teilweise konnten wir das hohe Tempo der Gegner nicht mitgehen. Uns ging es aber hauptsächlich darum, von diesen Spielen zu lernen."

EC-Coach Michael Eckert wird die Spiele gegen Braunlage dafür nutzen, weiter die optimale Besetzung der Reihen zu finden. "Besonders im Überzahlspiel werde ich etwas probieren, denn da hat es bislang etwas geklemmt. Überzeugt hat mich bislang die Formation mit Baldys, Lehmann und Jasik, aber vielleicht werde ich auch hier etwas Neues ausprobieren, zumal mit Brett Hammond und Jeff Golby zwei spielstarke Stürmer zurückkehren werden", so der 40-Jährige. Nach seinem Debüt am Dienstag gegen Weiden wird Förderlizenzspieler André Mangold am Wochenende aufgrund Verpflichtungen mit seinem DEL-Verein Krefeld nicht mitwirken können. "Sein Einstand war in Ordnung, auch wenn er sicherlich noch Eingewöhnungszeit braucht. Aber auf ihn werden wir öfter mal zurückgreifen während der langen Saison." Wer das Tor gegen die Harzer Wölfe hüten wird, ist aufgrund einer Erkältung von David-Lee Paton noch nicht ganz klar. "Somit wird Torsten Schmitt anfangen, je nach Verfassung von David werde ich zur Hälfte dann wechseln. Das müssen wir abwarten", so Eckert weiter. Zum Gegner sagt der Trainer: "Ich schaue nicht auf Braunlage, mich interessiert nur mein Team und eine engagierte Spielweise."