6:4-Sieg über Heerenveen nach 0:3-Rückstand

Harzer WölfeHarzer Wölfe
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Vor knapp 400 Zuschauern im heimischen Wurmbergstadion setzte sich der Oberligist trotz eines zwischenzeitlichen 0:3-Rückstands gegen den niederländischen Erstligisten Heerenveen Flyers noch mit 6:4 (0:1, 3:2, 3:1) durch. Am Sonntag reisen die Wölfe zum Rückspiel in die Provinz Friesland.

In der attraktiven Partie gingen beide Teams von Beginn an ein hohes Tempo und suchten den Weg zum Tor. Erfolgreich waren in der siebten Minute zunächst die Gäste. Mike Nason lief nach einem Abstimmungsfehler in der Wölfe-Abwehr alleine aufs Tor zu und ließ Mario D'Antuono keine Chance. Auf der Gegenseite hatten die Harzer zwar etliche Gelegenheiten, brachten den Puck aber nicht im Kasten unter.

Den besseren Start in das Mitteldrittel erwischten die Niederländer. Im Anschluss an ein Bully schoss Andrey Levitin trocken zum 0:2 ein (24.). Die Wölfe hielten dagegen, vergaben aber weitere Chancen. Als der estnische Nationalspieler Vassili Titarenko in Unterzahl nach einem Break in der 26. Minute gar das 0:3 erzielte, schien die Partie fast gelaufen. Die Wölfe ließen die Köpfe allerdings nicht hängen und kämpften sich zurück. Michele Meridian erzielte in Überzahl das 1:3 (27.), Travis Whitehead staubte in der 34. Minute nach einem Pfostenschuss von Alois Öttl zum 2:3 ab. Marc Garthe besorgte in der 38. Minute schließlich den verdienten Ausgleich, den D'Antuono kurz vor der Drittelpause mit einer starken Parade festhielt.

Im Schlussabschnitt drückten die Wölfe auf den Führungstreffer und wurden in der 49. Minute belohnt. Garthe legte perfekt für Jerreau Hohaia auf, und der Neuseeländer markierte tatsächlich das 4:3. Der Jubel um den ersten Treffer des Kiwis war kaum verklungen, als Christian Schock den starken Gästekeeper Sjoerd Idzenga umkurvte und zum 5:3 abschloss (50.). Das stark herausgespielte 6:3 über Garthe, Stefan Bilstein und Torschütze Meridian bedeutete 128 Sekunden vor Schluss die Entscheidung, da störte auch das vierte Tor der Flyers Sekunden vor dem Ende durch Paul Vincent wenig. Völlig zurecht wurde die Braunlager Mannschaft von ihren Anhängern für die erfolgreiche Aufholjagd gefeiert und mit viel Applaus in die Kabine verabschiedet.

Zufrieden war nach Spielschluss auch Spielertrainer Garthe: „Wir wollten unbedingt gewinnen. Das war eine starke Leistung, die Spielsysteme klappen immer besser. Nach dem 0:3 hat keiner den Kopf hängen lassen, sondern alle haben hart gekämpft.“ Auch Gästetrainer Justin Bekkering zollte den Wölfen für ihr Comeback Respekt.

Tore: 0:1 (6:25) Nason (Nijland), 0:2 (23:12) Levitin (Titarenko, Vincent), 0:3 (25:26) Titarenko (Vincent/4-5), 1:3 (26:42) Meridian (Bilstein, Garthe/5-4), 2:3 (33:31) Whitehead (Öttl, Schock), 3:3 (37:09) Garthe (Bilstein), 4:3 (48:27) Hohaia (Garthe), 5:3 (49:23) Schock (Öttl, Pipp), 6:3 (57:52) Meridian (Bilstein, Garthe), 6:4 (59:47) Vincent (Wilson/4-5). Strafen: Braunlage 12, Heerenveen 14. Zuschauer: 397.