4:3-Sieg in Weiden sichert Heimrecht

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Mit 4:3 (1:1, 1:0, 2:2) gewannen die Roten Teufel ihr Oberliga-Auswärtsspiel bei den Blue Devils Weiden und sichern sich dadurch das Heimrecht in den Play-downs, während der sechste Platz bei drei Zählern Rückstand und dem direkten Duell am Sonntag gegen Halle im Bereich des Möglichen liegt. Ohne Brett Hammond, Karl Jasik und Fabian Saulite angetreten starteten die Gäste, die unbedingt noch diesen sechsten Platz erreichen wollen, furios in die Partie. Gleich in den ersten beiden Spielminuten hatten Golby nach einem Alleingang und Baldys nach einem 2:1-Konter aussichtsreiche Gelegenheiten, doch Weidens Goalie Engmann war beide Male zur Stelle. Die Oberpfälzer antworteten prompt mit einem Pfostenschuss, bei dem David-Lee Paton, der erneut den Vorzug vor Torsten Schmitt erhielt, das Glück des Tüchtigen hatte. Weiden versuchte, das Spiel an sich zu reißen, so dass die Kurstädter mit Körperspiel dagegen hielten. Dies mündete in einige Strafzeiten, so dass die Gastgeber in der siebten Minute sogar für 40 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren konnten. Die Hessen verteidigten aber geschickt und überstanden auch diese Situation schadlos. Als Erik Pipp für weitere zwei Minuten auf der Strafbank saß, war es Tobias Schwab, der ein Zuspiel von Lavallee zur 1:0-Führung für die Gäste in Unterzahl verwerten konnte. Aber das noch laufende Powerplay nutzten die Bayern durch Gawlik mit einem Blueliner postwendend nur eine Minute später zum 1:1-Ausgleich. Kurz vor der ersten Pause kamen die sehr gut mitspielenden Gäste durch Baldys zu einer aussichtsreichen Möglichkeit, doch statt des leeren Tores traf der Angreifer seinen Sturmpartner Sebastian Lehmann, so dass es mit einem gerechten Unentschieden in die erste Pause ging.

Der zweite Abschnitt war taktisch clever vorgetragen von den Hessen, die die Blue Devils kommen ließen und gleichzeitig hinten gut gestaffelt standen. Zudem konnte man sich bei David-Lee Paton bedanken, der einige gute Torchancen der Oberpfälzer zunichte machte. Bei fünf gegen fünf hielten die Kurstädter allerdings sehr gut mit, einzig die Strafzeiten bereiteten den mitgereisten Fans Sorgen. Man überstand diese zunächst aber ohne Gegentor, und als Schiedsrichter Naunheim (Trier) eine Strafe gegen Weiden anzeigte, war es Jan Barta in der 34. Minute, der die erneute Führung für seine Farben markierte. Diese konnte man mit in die zweite Pause nehmen.

Als die Gastgeber in der 43. Minute durch Jäske auf 2:2 ausglichen, ahnte man Schlimmeres, da David-Lee Peton auf dem Eis liegen blieb. Bereits im zweiten Drittel schien er wieder Probleme mit einer gerade erst verheilten Knieverletzung zu haben, so dass er nun ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Torsten Schmitt zwischen die Pfosten, und er musste sich gleich mehrerer Schüsse der Weidener erwehren. Der ehemalige Landsberger hielt seinen Kasten jedoch sauber, und als Weidens Gawlik in der 52. Minute eine Spieldauerstrafe erhielt, nutzte Oliver Bernhardt das Powerplay mit einem Schuss über den Fanghandschuh von Engmann zur dritten Nauheimer Führung. Aber wieder währte die Freude nicht lange: als Mat Ponto für zwei Minuten draußen saß, war es Fournier, der auf 3:3 in der 54. Minute ausglich und damit das dritte Überzahltor seines Teams markierte. Der Kampfgeist der Gäste wurde diesmal aber belohnt: ausgerechnet als man selber einen Mann weniger auf dem Eis hatte, war es Sebastian Lehmann, der eine Vorlage von Carlenius in der 57. Minute zum 4:3 und dem zweiten Unterzahltor des Abends für die Teufel nutzen konnte. Diesen Vorsprung konnten die Wetterauer mit viel Einsatz und Kampf über die 60-Minuten-Marke bringen und fahren somit drei immens wichtige Punkte ein. Am Sonntag kann man mit einem Heimsieg gegen Halle nach Punkten mit den Saale Bulls gleichziehen und bei einem Erfolg mit vier Toren Unterschied sogar die Sachsen-Anhälter vom sechsten Platz verdrängen. „Das ist unser Ziel, und das Team kann sich nach diesem tollen Erfolg selber ein Geschenk machen. Ich muss ihnen hohen Respekt zollen, nachdem wir gerade zwei Mal Überzahl spielen konnten, während Weiden zahlreiche Powerplay-Situationen hatte. Somit ist dieser Sieg noch höher einzuschätzen", sagte EC-Coach Fred Carroll nach der Partie in Weiden. Der siebte Platz ist ihm und seiner Mannschaft jedenfalls bereits sicher, nachdem Berlin heute in Rostock mit 2:3 den Kürzeren zog. Somit stehen ihm, seinen Spielern sowie den Fans am Sonntag gegen Halle (Spielbeginn 18.30 Uhr) ein echtes Endspiel im Kampf um die beste Ausgangsposition während den Play-downs bevor.

Tore: 0:1 (11.) Schwab (Lavallee/4-5), 1:1 (12.) Gawlik (5-4), 1:2 (34.) Barta, 2:2 (43.) Jäske, 2:3 (52.) Bernhardt (Lavallee, Golby/5-4), 3:3 (54.) Fournier (Jäske/5-4), 3:4 (57.) Lehmann (Carlenius/4-5). Zuschauer: 800.

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