2:5-Niederlage in Stuttgart

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Mit 2:5 (2:2, 0:0, 0:3) verloren die Roten Teufel Bad Nauheim in der Oberliga ihr Auswärtsspiel bei den bisher sieglosen Stuttgart Wizards. Ohne Brian Stacey (Magen-Darm) und Ersatztorhüter Mario d'Antuono (Leiste), dafür aber wieder mit Peppi Eckmair und Sascha Mader angetreten, begann das Spiel zunächst optimal für die Gäste, die sich viel an diesem Abend vorgenommen hatten. Noch in der Anfangsphase schnappte sich Steffen Michel nach einigen Strafzeiten gegen beide Teams die Scheibe und zog von der blauen Linie bei 5:3-Überzahl zum 0:1 für die Kurstädter ab. In der Folgezeit kassierten die übermotivierten Wizards wiederholt einiges an Zwei-Minuten-Strafen von Schiedsrichter Frenzel, was erneut RT-Kapitän Michel mit einem Blueliner in einem dieser Powerplays zum 0:2 für seine Farben nutzen konnte. In der Folgezeit kamen aber auch die Hausherren zu Überzahlmöglichkeiten: als die Teufel ausgerechnet wegen einer Bankstrafe einen Spieler für zwei Minuten draußen hatten, war es Stuttgarts Maaßen, der zum Anschluss in der zwölften Minute traf. Dem aber noch nicht genug: Wizards-Neuzugang Marshall markierte noch vor der Pause sogar den Ausgleich für die stärker werdenden Baden-Württemberger.

Knüppeldick, was die Defensive betrifft, kam es dann für die Gäste anfangs des Mittelabschnittes: nach einem Break eines Stuttgarters musste ausgerechnet der zweifache Nauheimer Torschütze Michel mit dem Stock eingreifen und traf seinen Kontrahenten dabei im Gesicht. Die Folge war eine Spieldauerstrafe, so dass von nun an lediglich zwei nominelle Abwehrspieler (Ahrens und Saßmannshausen) plus Juniorenspieler Jeßberger sowie Aushilfs-Defender Eckmair zur Verfügung standen. Man schlug sich aber wacker durch die fünf Minuten Unterzahl nach der Hinausstellung von Michel und überstand diese Situation schadlos. Nachdem man wieder komplett war, konnten die Hessen ihrerseits sogar das Geschehen etwas in die Hand nehmen, denn Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung. Möglichkeiten zur Führung hatte man gleich mehrere, so kamen Knihs und Kainulainen zu besten Chancen, doch irgendwie wollte das Hartgummi nicht ins Netz. Gleichzeitig musste man aber auf die Wizards aufpassen, die immer wieder mit schnellen Spielzügen vor das Tor von Ingo Schwarz kamen. Der Goalie war jedoch stets zur Stelle und zeigte einige gute Paraden. Somit blieb das zweite Drittel trotz der zahlreichen Möglichkeiten torlos, und es ging mit dem 2:2 auch in die zweite Pause.

Dass man die Möglichkeiten im Mittelabschnitt nicht nutzte, sollte sich dann im letzten Drittel rächen: mit einem Doppelschlag erhöhten die Gastgeber durch den Ex-Teufel Westerkamp sowie den Kanadier Becker innerhalb von einer Minute auf 4:2. Wenn man schon kein Glück hat, dann kommt meistens auch noch Pech dazu. So geschehen in der 53. Minute, als Bad Nauheims Pietiläinen die Scheibe im eigenen Netz versenkte und damit die endgültige Entscheidung zugunsten der Hausherren herbeiführte. Am Ende blieb nach dieser bitteren Niederlage nur die Erkenntnis, dass man zum einen natürlich ersatzgeschwächt beim Tabellenletzten verloren hat, auf der anderen Seite aber auch nur zwei Treffer gegen die schwächste Abwehr der Liga erzielte. Das ist und bleibt einfach zu wenig, um selbst den Letzten zu besiegen. Umso mehr freuen sich natürlich die Stuttgarter über diesen nominellen ersten Saisonsieg, und man sieht sich ja noch zwei Mal in der Abstiegsrunde wieder. Nun gilt es zunächst, am Sonntag im Heimspiel gegen Klostersee (Beginn 18:30 Uhr) die verlorenen Punkte sowie die Gunst der Fans zurück zu gewinnen.