2:0-Vorsprung reichte nicht

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim unterlagen am Freitagabend vor 1651 Zuschauern dem EHC Freiburg mit 4:6.

„Die Freiburger agierten von der ersten Minute weg konsequenter und aufopferungsvoller in der Defensive“, so lautete das Fazit von SBR-Trainer Markus Berwanger nach dem Spiel der gegen den EHC Freiburg. Besonders auffällig bei den Gästen waren Petr Mares, der drei Treffer, darunter zwei Empty-Net-Goals erzielte, sowie die erst Mitte der Woche zum Kader gestoßenen Förderlizenzspieler Simon Danner und Markus Zappe. Dabei begann die Partie für die Starbulls recht vielversprechend, denn in der fünften Minute gingen sie durch Markus Kempf in Führung. Er fälschte einen Schuss von Ronny Martin ab, als der Freiburger Pavel Rajnoha die Strafbank drückte. Kurz darauf kassierte Mondi Hilger eine Strafzeit, das Powerplay der Gäste blieb allerdings ohne Torerfolg. Nach einer guten Aktion von Danner erhöhte Rosenheim in der 14. Minute auf 2:0. Hilger stand vor EHC-Keeper Tim Knudsen und „mogelte“ den Puck, der über die Linie trudelte an ihm vorbei. Ende des ersten Drittels hatten die Gastgeber ein dreieinhalbminütiges Überzahlspiel, das aber nicht durchschlagskräftig genug war.

40 Sekunden waren dann im Mittelabschnitt gespielt, da musste Danner auf die Strafbank. Die Grün-Weißen konnten mit der daraus resultierenden numerischen Überlegenheit nichts anfangen, stattdessen kehrte der Förderlizenzspieler der Frankfurt Lions auf Eis zurück, wurde von Tobias Samendinger an der Rosenheimer blauen Linie angespielt und überwand Olli Häusler nach einem Alleingang (23.). Im weiteren Verlauf zeigten die Breisgauer ihre Stärke im Überzahlspiel. In Minute 29 gelang ihnen während einer Strafzeit gegen Paul Weismann der Ausgleich durch Mares, drei Minuten später schlugen sie ein weiteres Mal zu. Diesmal saß Patrick Senger nach einer eher fragwürdigen Strafzeit draußen, da erzielte Zappe (Förderlizenzspieler aus Schwenningen) im Nachschuss das 2:3. Die Starbulls erholten sich nur langsam von diesen Gegentoren und hatten erst kurz vor der zweiten Pausensirene Ausgleichsmöglichkeiten. Doch sowohl Janne Kujala, als auch Patrick Neundorfer scheiterten an Knudsen.

Hektisch wurde es im letzten Drittel: Nachdem die Starbulls ein dreieinhalbminütiges Unterzahlspiel schadlos überstanden, glich Martin für die Hausherren aus (53.), 43 Sekunden später ging Freiburg durch ein umstrittenes Tor von Mamonovs erneut in Front. In der 58. Minute kassierte Daniel Ketter eine Strafzeit, die Starbulls ersetzten nach einer Auszeit ihren Keeper durch einen sechsten Feldspieler, doch Mares traf ins verlassene Gehäuse. Es vergingen lediglich 17 Sekunden, da verkürzte Andi Schneider auf 4:5. Mit Robert Paule musste 44 Sekunden vor Schluss ein EHC-Crack auf die Strafbank, doch Mares sorgte mit seinem Treffer ins wiederum verlassene Tor für die Entscheidung.

Trainerstimmen:

Sergej Svetlov (EHC Freiburg): Ich bin zufrieden, obwohl wir das erste Drittel verschlafen haben. Wir wussten, dass Rosenheim gut spielt, wir haben aber unsere Chancen nicht genutzt. Im zweiten Drittel haben wir ein gutes Überzahl gespielt. Im dritten Drittel wollten wir etwas defensiver spielen, dadurch kassierten wir dumme Strafzeiten. Meine drei neuen Spieler haben sehr gut gespielt.

Markus Berwanger (SBR): Der Sieg für Freiburg geht in Ordnung. Der Knackpunkt war schließlich der Anschlusstreffer, dem ein Fehler eines erfahrenen Spielers voraus ging.