12:2 – Bad Tölz deklassiert Miesbach

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Der bislang höchste Saisonsieg der Tölzer Löwen datiert vom

September des Vorjahres. Damals gastierte der TEV Miesbach in der

Hacker-Pschorr-Arena und fuhr nach einer sehr einseitigen Partie mit einer 1:10

Packung nach Hause. Am Freitagabend haben die Isarwinkler ihren Spitzenwert

getoppt. Gegner war: Der TEV Miesbach. Der Tabellenvorletzte von der Schlierach

musste neuerlich grausame zwei Stunden über sich ergehen lassen. Mit 12:2

(2:0,5:2,5:0) strich der Aufstiegsfavorit den Klassenunterschied über die

vollen sechzig Minuten in aller Deutlichkeit heraus.

Axel Kammerer musste auf Matthias Bergmann und T.J. Mulock

(Grippe) verzichten. Roman Göldner stößt nach der in Freiburg erlittenen

Gehirnerschütterung am Dienstag wieder zum Team. Auf Miesbacher Seite fehlten

Max Cousins und Christoph Splitter. Über die Intensität des ersten

Spieldrittels zu referieren, wäre zwei Wochen vor den Playoffs/-downs müßig.

Beide Mannschaften spielten einfach drauf los, ohne dem Körperspiel arge

Bedeutung beizumessen. In Erinnerung bleiben werden die beiden Tore der

Gastgeber, erzielt durch Sandro Schönberger (nach Querpaß Baindl) und Adrian

Albanese (in Überzahl). Albanese war es auch, der Torjäger Mulock im ersten

Sturm ersetzte. Der TEV hatte indes nur eine Möglichkeit. Bei eigener Überzahl

lief Michael Fröhlich einen Konter, scheiterte aber an den Schonern von

Sebastian Vogl.

Abschnitt zwei bot den 1700 Zuschauern zwei schnelle

Treffer. Erst verwertete Patrick Neundorfer ein Zuspiel von Andrew Schembri, nur

28 Sekunden später gab ECT-Kapitän Yanick Dubé die gelb-schwarze Antwort. Knapp

die Hälfte der Partie war absolviert, da schlüpften die Miesbacher in die

eigens für sie vorgesehenen Kleider des bemitleidenswerten Opfers. Exakt drei

Minuten benötigte der Tabellenführer für die Tore vier bis sechs, zwei davon

fielen bei numerischem Vorteil. Pech hatte wenig später Sebastian Vogl, als er

einen von Michael Pfaff an Andrew Schembri verursachten Penalty eigentlich

parierte, die Scheibe aber hinter seinem Rücken über die Torlinie kullerte. Ab

diesem Zeitpunkt löste Marc-Anthony Franco Dennis Hipke im Tor des Kellerkindes

ab. Die Tore fielen in diesem Abschnitt wie die gerne zitierten reifen Früchte.

Michael Baindl, der wegen einem gebrochenen Nasenbein mit Gitter auflaufen

musste, freute sich nach 36 Minuten über seinen Abstauber zum 7:2.

Am Bild änderte sich im letzten Drittel freilich nichts mehr

– aber am Ergebnis. Es wurde ganz ganz bitter für die Mannschaft von Ludvig Kopecky.

Michael Baindl avancierte mit zwei weiteren Treffern (einer davon war ein

Knaller in den Torminkel bei Unterzahl) zum Spieler des Abends. Und auch Yanick

Dubße konnte sein ohnehin schon üppiges Torkonto weiter aufpäppeln. Torfrau

Viona Harrer durfte erneut in den letzten zehn Minuten ran und hielt ihren

Kasten sauber. Das hätte Marc-Anthony Franco natürlich auch gerne. Doch

abermals Michael Baindl und Yanick Dubé legten den Gästen zwei weitere

vorösterliche Eier ins Nest. (or)

EC Bad Tölz – TEV Miesbach 

12:2  (2:0,5:2,5:0)

Tore: 1:0 (02:24) Schönberger (Baindl, Melchert), 2:0

(15;36) Albanese (Zeller, Dubé, 5-4), 2:1 (22:59) Neundorfer (Schembri, Veicht,

6-5), 3:1 (23:27) Dubé (Albanese, Zeller, 6-5), 4:1(28:26) Gorman (Waldowsky,

Campbell), 5:1 (30:54) Borzecki (St.Jean, Albanese, 5-3), 6:1 (31:26) Campbell

(Gorman, Pfaff, 5-4), 6:2 (33:51) Neundorfer (Penalty), 7:2 (35:58) Baindl (Schönberger,

Melchert, 5-4) 8:2 (46:08) Campbell (Morin, 5-3), 9:2 (48:30) Baindl (Morin,

Schönberger, 4-5), 10:2 (50:14) Dubé (Albanese, Zeller), 11:2 (51:53) Baindl

(Gorman), 12:2 (59:03) Dubé (Zeller)

Strafminuten:  Bad

Tölz  12 -  Miesbach 

22

Schiedsrichter: Adam Niejodek (München)

Zuschauer: 1500

Spieler des Spiels: Michael Baindl

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