11:1-Heimsieg im letzten Testspiel

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Mit 11:1 (2:1, 3:0, 6:0) gewannen die Roten Teufel Bad Nauheim das letzte Testspiel gegen die Harzer Wölfe aus Braunlage. Dabei lässt das Ergebnis das Spielgeschehen deutlicher erscheinen, als es vor allem im ersten Abschnitt war. Die Gäste, die mit lediglich 11 Feldspielern angereist waren, machten es den Kurstädtern mehr als schwer. Wie bereits am Freitag machte der Regionalligist die Räume eng und ließen die klassenhöheren Hessen kaum ins Spiel kommen. Zudem konterten sie einige Male sehr clever, wie in der 3. Minute, als Hiendlmeyer sogar in Unterzahl den 1:0-Führungstreffer für die Wölfe markierte. Die Teufel waren aber spielbestimmend und kamen zum verdienten Ausgleich durch Hammond nur eine Minute später. Ebenfalls im Powerplay markierte Willkom in der elften Minute das 2:1 nach einem verunglückten Schlagschuss von Ponto, der zu einer unfreiwilligen Vorlage wurde.

Ansonsten passierte zunächst nicht viel, und die Partie schien in Langeweile zu verfallen. Erst ab Mitte des Matches wurde es munterer, wohl aber auch aufgrund der immer mehr schwindenden Kräfte der Harzer. Bad Nauheim kam zu mehr Torchancen und nutzte diese schließlich auch: ein Doppelschlag von Barta und Baum innerhalb von 21 Sekunden sorgte für die frühe Vorentscheidung in dieser Begegnung, in der ab der zweiten Hälfte nun ein deutlicher Klassenunterschied zu sehen war. Golby mit einem Onetimer besorgte in der 36. Minute das 5:1, nach dem die Hausherren das Geschehen endgültig dominierten. Ein Zusammenprall von Saulite mit Braunlages Bippus kurz vor der zweiten Sirene, als sich beide beim Wechseln nicht kommen sahen, sorgte für eine Risswunde an der Nase des Gäste-Stürmers, der zudem starkes Nasenbluten davontrug. Die blutende Wunde sorgte wohl dafür, dass Schiedsrichter Kühnel (Wedemark) auf Matchstrafe gegen den Teufels-Angreifer entschied, der somit zum Punktspielauftakt am Freitag gegen Peiting nicht dabei sein wird.

Im letzten Drittel spielten die Gastgeber ihre vier Blöcke und die damit verbundene körperliche Überlegenheit aus und erzielten insgesamt noch sechs Treffer, wobei zwei davon auf das Konto von Christoffer Hurtik gingen, aber auch bisher leer ausgegangene Akteure wie Jan Barta oder Anton Bauer zum Erfolg kamen. Unter dem Strich war diese Paarung für die Teufel noch einmal eine gute Gelegenheit, Selbstvertrauen durch Toreschießen zu erlangen, nachdem in den anderen Partien nicht allzu viel eigene Treffer zu bejubeln waren. Nun gilt es, den Blick nach vorne in Richtung Peiting am nächsten Freitag zu werfen, und spätestens dann zählt es für Michael Eckert und seine Spieler.

Tore Bad Nauheim: Hurtik (2), Willkom (2), Golby, Lehmann, Baum, Hammond, Villeneuve, Barta, Bauer; Tor Braunlage: Hiendlmeyer. Strafen: Bad Nauheim 10 + 5 + Spieldauer (Saulite), Braunlage 12. Zuschauer: 638.