10:2 - EHC München zerlegt Dresdner Eislöwen

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit breiter Brust sind die Dresder Eislöwen ob ihrer jüngsten Ergebnisse in die bayrische Landeshauptstadt angereist. Was ihnen dort wiederfahren sollte, hätten sie sich indes nicht erträumen lassen. Gegen einen phasenweise entfesselt aufspielenden EHC hatten die Sachsen nicht den Hauch einer Chance und mussten mit 10:2 die Segel streichen. Im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs, sprich Platz vier (oder gar besser ?) haben die Münchner ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.



Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack der Gäste und ihren gut 250 mitgereisten Anhängern. Obwohl bereits die zweite Spielminute lief, war EHC-Goalie Joey Vollmer noch nicht so ganz in der Partie. Den eigentlich harmlosen Roller von Jan Welke ließ er zumindest passieren. Die Antwort der Hausherren folgte prompt. Dem Geburtstagskind war es vorbehalten, seine Mannschaft wieder in das richtige Fahrwasser zu bringen. Reaktionsschnell hielt Basti Schwele seinen Stock in einen Querpass und lenkte diesen in die Maschen. Analog zum ausgeglichenen Spielstand verlief in der Folgezeit auch die Partie. Mit Glück und Geschick überstanden die Dresdner eine sechsminütige Unterzahl, ein Solo von Mario Jann konnte Roger Trudeau im letzten Moment nur unter Zuhilfenahme unfairer Mittel unterbinden. Ein munteres Spielchen ging in die Pause und sollte nach Wiederbeginn eine äußerst einseitige Komponente erhalten.



Nach verhaltenem Beginn sorgte Fabian von Schilcher mit seinem Führungstreffer nach schöner Einzelleistung für das erste Highligt. Das Zuspiel kam vom US-Boy Tim Leahy, bei dem sich von Schilcher nur 40 Sekunden später revanchierte. Dieses Mal war Leahy der Vollstrecker, allerdings unter gütlicher Mithilfe von Boris Ackers im Gehäuse des ESC. Die nächsten Momente gehörten dem Routinier Alex Wedl. Direkt von der Strafbank kommend eröffnete sich ihm ein Sololauf auf Ackers, bei dem er noch denbar knapp scheiterte. Wenig später zimmerte er im Powerplay eine Vorlage von Martin Schneider per Direktabnahme in die Maschen. Die Eislöwen mutierten in dieser Phase zu sanften Kätzchen. Für das Nervenkostüm von Boris Ackers war das Scheibenschießen der Münchner scheinbar kontraproduktiv. Er überließ die Planstelle des Torhüters seinem Vertreter Norbert Pascha. Der musste jedoch auch schon sehr zeitig hinter sich greifen. Beim Schlenzer von Patrik Vogl aus halbrechter Position machte Pascha nicht den besten Eindruck. Seine Vorderleute tauchten bis dahin im Mittelabschnitt noch überhaupt nicht vor Vollmer auf. In Überzahl gelang ihnen dann aber doch der Anschlusstreffer, als Pavel Weiss eine überlegtes Zuspiel von Mike Dolezal unter die Latte setzte. Der letzte Höhepunkt in einem Drittel, das mit den Symphatiebekundungen der Kontrahenten Hofmann und Newhook endete.



Die Mannschaft von Jiri Kochta versuchte in der Anfangsphase der finalen zwanzig Minuten noch einmal heranzukommen. Hierbei zeigte sich Joey Vollmer als gewohnt sicherer Rückhalt. Nach dem Treffer von Manuel Hiemer war die Begegnung endgültig entschieden. Auch dieses Mal war Pascha nicht schuldlos. Die Sachsen gaben sich jetzt zusehends auf und bekamen dafür die deutliche Quittung. Die Uhr zeigte bezeichnenderweise 47:11, als Patrik Vogl seine zweite Duftmarke setzte und mit einem satten Schuss für den siebten EHC-Treffer sorgte. Auch die kanadische Fraktion durfte zum Gelingen beitragen. Bei einem Break bediente Pete Brearley mustergültig seinen Landsmann Newhook, der nur noch einschieben musste. Genug hatten die Münchner noch lange nicht. Das vielleicht schönste Tor des Abend gelang dem Kapitän. Mit dem Rücken zum Tor stehend, lenkte Daniel Schury im Fallen die Scheibe durch seine eigenen Beine und die von Norbert Pascha ins Netz. Gut sechs Minuten verblieben noch, um den ersten zweistelligen Sieg der Saison einzufahren. Und es sollte tatsächlich gelingen. Daniel Menge war im Nachschuss zur Stelle, nachdem Pascha Ron Newhooks Schuss noch parieren konnte. Der Sieg fiel bei objektiver Betrachtung das ein oder andere Tor zu hoch aus, fand aber in den wankenden Leistungen der beiden Dresdner Torleute seine Begründung. (orab)

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