0:3-Rückstand gedreht

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim gewannen am Sonntagabend vor 1177 Zuschauern gegen Deggendorf Fire mit 6:5.

So einen Spielverlauf kann sich ein Fan fast nur wünschen: 0:3 hinten, kaum einer gibt mehr einen Pfifferling auf seine Mannschaft, dann kommt das Team mit dem man mitfiebert zurück und gewinnt die Partie durch einen Treffer, der zehn Sekunden vor Schluss fällt. Einen solchen Abend erlebten die SBR-Anhänger im Match gegen Deggendorf. In der fünften Minute brachte der freistehende Thomas Greilinger im Powerplay die Gäste in Führung, das 0:2 fiel in der elften Minute durch Thomas Kulzer, für das 0:3 zeichnete Marcel Kars in der 15. Minute verantwortlich. Zu diesem Zeitpunkt drängte sich bei den Starbulls kein einziger Spieler für die nächste Saison auf und das, obwohl Trainer Franz Steer im Laufe der Woche bereits klar machte, dass sich jeder Spieler noch für die nächste Saison empfehlen kann und dass noch kein Spieler einen Vertrag hat.

Als schließlich Markus Schütz in der 18. Minute die zweite Strafzeit des Tages kassierte, war schon Schlimmes zu befürchten. Doch Deggendorfs Tom Collingham marschierte 26 Sekunden später ebenfalls auf die Strafbank und prompt kamen die Grün-Weißen in der 18. Minute durch den aufgerückten Michael Rohner zum 1:3. Der Mittelabschnitt begann für die Rosenheimer in Überzahl und man spielte fünfeinhalb Minuten in numerischer Überlegenheit, was jedoch erfolglos blieb. Trotzdem bewiesen sie Moral und verkürzten in der 30. Minute durch Stephan Stiebinger, hervorragend von Namensvetter Gottwald in Szene gesetzt, auf 2:3. Es dauerte allerdings nur drei Minuten, da folgte der nächste Rückschlag: Maxi Peters saß auf der Strafbank und Eric Thomassian stellte den alten Vorsprung für die Niederbayern wieder her (33.). Aber lange freuen konnten sie sich darüber nicht, denn nur zwei Minuten später jagte Mondi Hilger die Scheibe aus vollem Lauf in die Maschen zum 3:4-Anschlusstor.

Zu Beginn des letzten Drittels überschlugen sich die Ereignisse. Nach 19 Sekunden kassierte Fire-Verteidiger Manuel Bayer eine Strafzeit, die Rosenheim zum Ausgleich nutzte. Christian Gegenfurtner zog von der blauen Linie ab und Patrick Senger fälschte zum 4:4 ab. Und es kam noch besser für die Hausherren, nachdem Hilger in der 44. Minute für die erstmalige Führung sorgte. Aber dieses Gefühl des Vorsprungs hielt nur 115 Sekunden, da glich John Sicinski wieder aus. Die Entscheidung fixierte der Kapitän höchstpersönlich: Deggendorf dezimierte sich 54 Sekunden vor Schluss mit einer Strafzeit selbst, Franz Steer nahm eine Auszeit und fand wohl die richtigen Worte. Hilger schnappte sich den Puck, fuhr ins gegnerische Drittel, bediente Senger, der zum umjubelten 6:5-Siegtreffer abstaubte.

Trainerstimmen:

Günter Eisenhut (Deggendorf): Die ersten 20 Minuten hatten ganz nach unserem Geschmack angefangen. Das erste Rosenheimer Tor war dann ein Stellungsfehler, ab dem zweiten Drittel hat dann die Mannschaft gewonnen, die mit mehr Einsatz und Herz gespielt hat. Auch wenn die Niederlage erst zehn Sekunden vor Schluss zustande kam, geht der Rosenheimer Sieg in Ordnung.

Franz Steer (SBR): Im ersten Drittel war meine Mannschaft total daneben, es war kein Kampf zu sehen und sie hat nicht das umgesetzt, was wir besprochen haben. Es war kein Kampf, kein Einsatz und kein Herz zu sehen. Ich habe den Jungs nach dem Spiel gesagt, dass wir in Zukunft vielleicht erst im zweiten Drittel mit dem Spiel anfangen. Für uns war es jetzt ganz wichtig, dass wir angesichts unserer Ausfallliste nach einem klaren Rückstand zurückgekommen sind. Unsere Verletzten werden erst dann wieder spielen, wenn sie wieder fit sind. Vor der Play-down-Runde tun wir nämlich niemandem einen Gefallen, wenn sie bereits vorher wieder spielen.

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