Zum Erfolg verdammtNHL Teamcheck: Anaheim Ducks

Ryan Getzlaf (Foto: Imago)Ryan Getzlaf (Foto: Imago)
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Die Anaheim Ducks vereinen eine beängstigende Mischung aus Kraft und Technik. Im letzten Jahr hat das für Platz 1 im Westen gereicht. Im Conference Final scheiterten die Ducks am späteren Stanley Cup Champion, den Chicago Blackhawks. Seit den letzten drei Jahren haftet dem Team aus Anaheim der Ruf an, nicht in einem Spiel 7 gewinnen zu können. Gegen Detroit (’13), LA (’14) und Chicago (’15) war immer in Spiel 7 Schluss. Im Sommer bekam ein ohnehin starker Kader weitere Verstärkung, die Ducks wollen dieses Jahr Champion werden.

Im Tor ist zwar Frederik Andersen die Nummer 1 der Ducks, allzu sicher sollte er sich allerdings um diesen Posten nicht sein. Vor allem das vielversprechende Talent John Gibson scheint bereit, jederzeit den Job von Andersen streitig zu machen.     Denn Andersen hatte zwar eine starke Hauptrunde und konnte über weite Teile der Playoffs auch überzeugen, jedoch hatte er seine Probleme in der Serie gegen die Blackhawks. Für seine Größe (1,90m) ist der Däne überaus athletisch und mit 26 Jahren noch lang nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt. Hinzu kommt der X-Faktor Anton Khudobin, der letzte Saison noch das Tor der Carolina Hurricanes hütete.      Die Goalies sind sicher keine Stärke der Ducks, allerdings kann man auf ein solides Tandem bauen, welches ein enormes Steigerungspotential bietet.

Die Defensive der Anaheim Ducks bietet zwei interessante Mischungen. Zum einen aus Jung und Alt, zum anderen aus defensiv/hart und offensiv/technisch. Jung und unglaublich talentiert sind Sami Vatanen (24), Cam Fowler (24) und Hampus Lindholm (22) sind noch keine 25 Jahre alt, müssen aber unter Headcoach Bruce Boudreau bereits jetzt schon sehr viel Verantwortung übernehmen. Zudem sammelten die drei, in der vergangenen Saison, die meisten Punkte aller Verteidiger der Ducks. Sie verkörpern das Junge/Technisch-versierte. Für das Grobe zuständig sind Kevin Bieksa und Simon Despres. Bieksa wurde im Sommer zu den Ducks getauscht. Er bringt einiges an Erfahrung mit sich und ist eine Führungspersönlichkeit. Mit Bieksa ist nicht mit dem größten Talent gesegnet, aber er ist ein Arbeitstier, das jedes Spiel, jeden Wechsel Alles gibt. Despres war ein Glücksgriff, als er letztes Jahr von den Pittsburgh Penguins nach Anaheim kam. Er hat einen guten Schuss, kann sich offensiv in Szene setzen und verteidigt das eigene Tor stets mit harten Bandagen. Sein einziges Manko ist, dass er dazu neigt unnötige Strafen zu nehmen.      Die blaue Linie der Ducks ist in der kommenden Saison, trotz des Fehlens von Francois Beauchemin (wechselte zu Colorado Avalanche), stärker als letzte Saison.

Das Prunkstück der Ducks ist die Offensive. Angeführt wird es von Flügelstürmer Corey Perry und Center Ryan Getzlaf. Perry verpasste in der letzten Saison ein Drittel der Spiele, dennoch konnte er 55 Punkte erzielen. Er ist ein unnachgiebiger Wettkämpfer, der sowohl durch Kampf und Kraft, als auch über Filigranität zu Erfolg kommt.      Getzlaf an seiner Seite, findet in der Regel immer einen Weg Punkte zu produzieren. Letztes Jahr die meisten aller Spieler der Ducks (70). Das Duo aus Perry und Getzlaf ist eines der gefährlichsten Duo’s der Liga, in einer Kategorie mit Backstrom/Ovechkin, oder Crosby/Kessel. Die beiden gehen voran, es gilt: Läuft es für Perry und Getzlaf, läuft es für die Ducks.               Ryan Kesler beginnt seine Zweite Saison in Anaheim. Kesler kam im letzten Jahr zu den Ducks, in einem Trade von den Vancouver Canucks. Er sollte die dringend benötigte Tiefe auf der Center-Position hinter Getzlaf bringen. Er unterschrieb diesen Sommer eine Vertragsverlängerung, die nach der Saison 2015/16 einsetzt. Dann wird er über 6 Jahr $6.675 Mio. verdienen. An dieser Summe wird er gemessen, denn bisher konnte er offensiv noch nicht überzeugen.       Mit den beiden Neulingen im Team Carl Hagelin und Mike Santorelli werden die Ducks etwas schneller auf den Außenstürmerpositionen, wobei Santorelli auch ohne weiteres in der Mitte spielen kann.       Der Power Forward Chris Stewart verstärkt die Ducks in den unteren Reihen und bringt ihnen dort mehr Tiefe. Stewart stand bereits bei fünf NHL Teams unter Vertrag, sein großes Problem ist die Konstanz. Er wird hoffen, dass Anaheim nun das Team ist, welches zu ihm passt.

Die Struktur stimmt, auch wenn die Verteidigung etwas zu jung erscheint, sollte die aufgrund des Talents kein Nachteil sein. Das Führungspersonal ist erfahren und stark genug, um das gesamte Team mitzureißen. Die Ducks sind ein legitimer Titelaspirant. Anaheim wird eine großartige Hauptrunde spielen und ist einer der Favoriten im Westen.


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