Wolfs und Zepps Weg in die NHLRückschlag durch AHL?

Im August nahm David Wolf noch am Training in Hamburg teil - inzwischen ist er längst in Nordamerika unterwegs. (Foto: Imago)Im August nahm David Wolf noch am Training in Hamburg teil - inzwischen ist er längst in Nordamerika unterwegs. (Foto: Imago)
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Dazu nahmen sie an den Main Camps, also an den Trainingseinheiten der gestandenen NHL-Spieler und derer, die es werden wollen, teil. Dazu ist der Trainingskader der jeweiligen Mannschaften auf das Doppelte aufgestockt und besteht am Anfang aus hoffnungsvollen Talenten, wie es beispielsweise Leon Draisaitl in Edmonton ist oder Spielern wie Marcel Noebels, Tom Kühnhackl oder Phillipp Grubauer, die den Sprung in die NHL schaffen könnten. Oder eben jene Spieler wie Zepp und Wolf, die über den Sommer erstmals einen Vertrag unterschrieben.

Alle Spieler, auch die gestandenen NHL-Spieler, werden in den ersten Tagen genau unter die Lupe genommen. Meist werden nach nur wenigen Tagen die ersten „Cuts“ am Riesenkader unternommen. Dies sind häufig die jüngsten Spieler, die dann zu ihren Junioren-Teams zurück müssen. Auch die Testspiele laufen in der NHL ein wenig anders ab. So absolvieren die Teams oft sogar zwei Spiele zur selben Zeit. So spielten zum Beispiel die Edmonton Oilers in Calgary bei den Flames und zur selben Zeit spielte die andere Hälfte des Kaders in Edmonton gegen die andere Hälfte der Flames. Doch je näher die Saison kommt, desto mehr Spieler verlassen das Hauptcamp.

Vor allem kurz bevor die AHL-Teams selbst zu ihren Trainingslagern einladen, wird die Anzahl der Spieler bei den NHL-Mannschaften reduziert. In der letzten Woche vor der NHL-Saison müssen die Teams dann ihren Kader auf das Maximum verkleinern – nicht nur mit Sicht auf die Spieleranzahl, sondern auch aufgrund des Salary Caps, also der Gehaltsobergrenze, die nicht überschritten werden darf.

Aktuell richtete sich das Augenmerk aus deutscher Sicht gerade auch auf Rob Zepp und David Wolf. Beide sind gestandene Profis mit viel Erfahrung – doch sie wurden zum Start der AHL-Camps eben dorthin geschickt. Ein Rückschlag für die beiden? Wohl eher nicht, sondern der normalste Weg für zwei vor allem in Nordamerika durchschnittliche Spieler.

Der Grund des „Zurückschickens“ in die American Hockey League ist nicht unbedingt mangelndes Talent. Bei Zepp und Wolf ist der Grund dafür relativ ähnlich. So wird Zepp in der AHL Spielpraxis auf dem nordamerikanischen Eis bekommen. Zwar ist er in Nordamerika groß geworden und kennt das Eis, doch die Zeit in Deutschland hat sicher Spuren hinterlassen. Das Eis ist kleiner, die Winkel anders, das Spiel schneller. Der Torhüter muss dieses Spiel verinnerlichen, sich nicht nur dran gewöhnen. Dies wird Zepp allerdings nicht machen, wenn er als Backup in der NHL sitzen würde. Dies wird er als Starting Goalie in der AHL machen.

Ähnlich ist es bei David Wolf, ein Spieler der als Tough Guy geholt wurde, der auch weiß, wo das Tor steht, wird in der AHL ebenfalls Spielpraxis sammeln. Die NHL ist hart, die AHL ist dreckiger. Wo kann sich David Wolf besser an das Spiel in Nordamerika gewöhnen als in der AHL? In einer Liga, in der sich jeder für die NHL beweisen will, muss man sich durchbeißen. Wer das tut, kann sich sicher auch in der NHL beweisen. Die NHL-Teams brauchen Spieler, die das kleinere Eis und das nordamerikanische Eishockey verinnerlicht haben, und das lernen selbst gestandene Profis aus Europa in der AHL. Die beiden sind also komplett im Soll.

Zepp hat gute Aussichten, seine Chance in der NHL zu bekommen. Ray Emery ist verletzungsanfällig und spätestens dann wird Rob Zepp seine Chance bekommen. Auch Wolf wird in der kommenden Saison wohl sein Debüt in der NHL feiern können – aber auch erst, wenn die Zeit und er reif ist.

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