Winnipeg Jets gewinnen Spiel 7 in Nashville – nun wartet Vegas NHL: Western Conference-Finale komplett

Winnipegs Tyler Myers eröffnete den Torreigen mit seinem Treffer aus spitzem Winkel. (picture alliance / newscom)Winnipegs Tyler Myers eröffnete den Torreigen mit seinem Treffer aus spitzem Winkel. (picture alliance / newscom)
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Nashville Predators – Winnipeg Jets 1:5 (1:2, 0:1, 0:2)

Play-off-Stand: 3:4 (Winnipeg im Finale der Western Conference)

Bereits nach etwas mehr als neun Minuten war der Arbeitstag des so oft überragend haltenden Pekka Rinne beendet. Nach zwei Treffern der Winnipeg Jets innerhalb von 126 Sekunden, bei denen der Finne im Tor der Nashville Predators nicht gut aussah, reagierte Coach Peter Laviolette und beorderte Back-Up Juuse Saros zwischen die Pfosten. Zuvor hatte der hünenhafte Jets-Verteidiger Tyler Myers Rinne mit einem Schuss aus extrem spitzen Winkel düpiert – Vorteil Winnipeg, denn der sogleich eingeblendeten konnten Statistik-Freaks entnehmen, in 170 siebten Spielen der NHL-Historie exakt 126mal die Mannschaft die Partie gewann, die in Führung gegangen ist. Und es kam noch schlimmer für den Vorjahresfinalisten: Nur gut zwei Minuten später traf Paul Stastny, als er seinen Abpraller von hinter dem Tor am Finnen vorbei ins Tor bugsierte. Neben den beiden Unsicherheiten des Torwarts waren beiden Toren auch gewonnene Laufduelle der Gäste vorausgegangen – auf schnellen Füßen zum Erfolg. Aber die Nashville Predators haben ja noch ihren Chefkanonier PK Subban: Der Kanadier traf gut vier Minuten vor dem Ende ersten Drittels in Überzahl mit brachialer Gewalt von der blauen Linie. Ryan Johannsen hatte per No-Look-Pass mit der Rückhand aufgelegt.

Danach entwickelte sich ein offenes Spiel mit einem leichten Chancenübergewicht für die Gastgeber. Gut zwei Minuten vor der zweiten Sirene, kurz nach einer Doppelchance Johannsen und Ellis, legten die Jets das dritte Tor nach: Kyle Connor marschierte auf dem rechten Flügel in die Zone der Predators, wurde abgeblockt, aber Jets-Kapitän Blake Wheeler nahm den Puck und passte ihn zum linken Bullypunkt, von wo aus Mark Scheifele per Direktschuss traf. Kurz danach musste jedoch Josh Morrisey für die Jets auf die Strafbank, so dass die Predators wieder etwas Hoffnung schöpften – trotz einiger guter Kombinationen und gefährlicher Abschlüsse, unter anderem eine exakte Kopie des Anschlusstreffers von Subban, blieb das Powerplay jedoch ohne Wirkung. So gingen die Gäste aus Manitoba mit einer Zwei-Tore-Führung ins Schlussdrittel – was sich die Jets nur in zwei von 43 Fällen in der Hauptrunde noch aus der Hand nehmen ließen.

Im Gegenteil: Acht Minuten vor dem Ende nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay des Spiels, um die Führung auszubauen. Nach einem Bullygewinn der Predators in ihrer eigenen Zone eroberten die Jets die Scheibe zurück, und den Abpraller von Saros nach Schlagschuss von Patrick Laine drückte Paul Stastny den Puck über die Linie. Danach verteidigten die Jets den Vorsprung, angeführt von Torwart Connor Hellebuyck, der 36 von 37 Schüssen der Preds parierte. Mark Scheifele traf zweieinhalb Minuten vor dem Ende, mit elf Treffern ist er nun bester Play-off-Torjäger, noch ins leere Tor der Predators und machte damit endgültig den Deckel auf das Spiel - zum dritten Auswärtssieg der Jets in Tennessee dieser Serie – und diese wahrhaftig spektakuläre, weil unvorhersehbare Eishockey-Schlacht der beiden punktbesten Teams nach der Hauptrunde.

Die Winnipeg Jets treffen nun in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf die Vegas Golden Knights, während die Predators als Gewinner der Presidents' Trophy sich seit heute früh im Sommerurlaub befinden.