Wer schafft es in die AHL?Die Deutschen in Nordamerika

Maximilian Gläßl (rechts) wechselte von Red Bull Salzburg aus der MHL zu den Moncton Wildcats. (Foto: GEPA pictures/ Harald SteinerMaximilian Gläßl (rechts) wechselte von Red Bull Salzburg aus der MHL zu den Moncton Wildcats. (Foto: GEPA pictures/ Harald Steiner
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Unterhalb der NHL ist aus deutscher Sicht auch in diesem Jahr wieder einiges los in Nordamerika. Bei einigen Spielern ist davon auszugehen, dass sie in der American Hockey League zum Einsatz kommen werden.

Los geht es mit einem „alten Hasen“ in der AHL. Tom Kühnhackl geht in seine vierte Saison bei den Wilkes-Barre/Scranton Penguins, dem Farmteam der Pittsburgh Penguins. Nach zwei durchwachsenen Jahren konnte Kühnhackl zuletzt endlich zeigen, was er kann und fast alle Spiele der Saison bestreiten. So kam Kühnhackl in 72 Spielen auf zwölf Tore und 18 Assists. In den Play-offs kamen noch einmal acht Spiele und zwei Vorlagen dazu. Erst im Sommer verlängerte der gebürtige Landshuter seinen Vertrag um ein weiteres Jahr. Gut möglich, dass die Penguins Kühnhackl in diesem Jahr die Möglichkeit geben, sein Glück in der NHL zu versuchen.

Nach seinem Wechsel von San Jose zu den St. Louis Blues darf Konrad Abeltshauser wieder hoffen, in der AHL oder sogar erstmals in der NHL aufzulaufen. Nachdem Abeltshauser in der letzten Saison mit dem ECHL-Farmteam der San Jose Sharks, den Allen Americans, die ECHL-Meisterschaft gewonnen hatte, wartete er auf eine Vertragsverlängerung seitens der Sharks. Doch stattdessen tradeten die Sharks Abeltshauser nach St. Louis. Gut möglich also, dass der Tölzer in der kommenden Saison öfters bei den Chicago Wolves in der AHL anzutreffen ist.

Bei den nächsten beiden wird es sich zeigen, ob es am Ende die AHL oder sogar eine andere Liga wird. Niklas Treutle wechselte in diesem Sommer überraschend zu den Arizona Coyotes und steht ab dem 12. September im Rookies Camp der Wüstenhunde. Hier wechselt er sich in einem Rookies-Turnier einiger NHL Teams zusammen mit Marek Langhamer und Adin Hill im Tor ab. Treutle ist mit seinen 24 Jahren der älteste Torhüter. In der AHL wartet mit Tyler Beskorowany einer der besten Torhüter der letzten DEL-Saison sowie der bereits AHL-erfahrene Louis Domingue auf Treutle. Es ist also sehr gut möglich, dass sich der gebürtige Nürnberger erst mal in der ECHL bei den Rapid City Rush wiederfindet.

Sein Teamkollege im kommenden Rookies-Camp ist Matthias Plachta. Der gebürtige Freiburger kommt als Meister aus Deutschland nach Arizona und könnte mit ein wenig Glück in der kommenden Saison bereits erste NHL-Luft schnuppern. Die relativ dünn besetzte Offensive der Coyotes könnte genau wie damals bei Tobias Rieder ein Sprungbrett für Plachta sein, sollten seine Leistungen stimmen. Allerdings wird er früher oder später einmal die Schlittschuhe für die Springfield Falcons in der AHL schnüren.

Anders als bei den oben genannten Spielern ist die Wahrscheinlichkeit, dass Leon Draisaitl in der AHL spielt, eher gering, wenngleich sie im zweiten Jahr bei den Edmonton Oilers immer noch gegeben ist. Zwar zeigte Draisaitl im ersten Rookies-Turnierspiel der Oilers gegen die Vancouver Canucks sein Können und schoss ein Tor und gab eine Vorlage beim 8:2-Sieg der „Oilers Prospects“, dennoch ist es auch denkbar, dass er in der kommenden Saison einmal in die AHL muss. Sollte es so kommen, wird Draisaitl bei den Bakersfield Condors auflaufen.

Nun machen wir einen kleinen Sprung – vom Profibereich der AHL geht es nun zum Nachwuchs. Im Sommer fand der Draft der Canadian Hockey Leagues statt, bei dem gleich fünf Deutsche gezogen worden sind. Der erste war Max Kislinger. An 48. Stelle wählte ihn das North Bay Battalion aus der Ontario Hockey League aus. Dort absolvierte er bereits zwei Vorbereitungsspiele und schlägt dort bereits voll ein. So schoss er in beiden Spielen gegen die Sudbury Wolves jeweils ein Tor und gab noch zusätzlich eine Vorlage beim zweiten Spiel. Die Moncton Wildcats aus der Quebec Major Junior Hockey League gaben ihre beiden Ausländerlizenzen an deutsche Spieler. So zogen sie zunächst an 49. Stelle Manuel Wiederer und später an 109. Stelle Maximilian Gläßl. Die Wildcats haben bereits ihre Vorbereitungsphase beendet und stehen kurz vor dem Saisonstart. In sechs Spielen kamen die die beiden Deutschen aber nicht von Anfang an zum Zuge. Maximilian Gläßl kam erst in Spiel drei gegen die Saint John Sea Dogs zum Einsatz. Einen Tag später beim Heimspiel gegen Acadie-Bathurst Titan spielten dann beide mit. Erst im letzten Testspiel gegen Saint John wurde dann wieder Max Wiederer auf die Tribüne geschickt. Dies ist allerdings nicht unüblich in der Juniorenliga. Die Trainer testen viel mehr aus und schauen sich mehr Nachwuchsspieler an, als es zum Beispiel im Profibereich der Fall ist.

In seine dritte Saison in Nordamerika wird Markus Eisenschmid gehen. Bei den Medicine Hat Tigers in der Western Hockey League spielte Eisenschmid bereits in den letzten beiden Jahren. Diese Saison wird er als sogenannter „Over-Age-Spieler“ auflaufen. Davon darf jedes Team nur drei Spieler im Kader haben. Nach dieser Saison wird Eisenschmid sich also auf jeden Fall ein neues Team suchen müssen.  

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NHL Hauptrunde

Donnerstag 14.11.2019
New Jersey Devils New Jersey
2 : 4
Ottawa Senators Ottawa
New York Islanders NY Islanders
5 : 4
Toronto Maple Leafs Toronto
Philadelphia Flyers Philadelphia
1 : 2
Washington Capitals Washington
Calgary Flames Calgary
1 : 3
Dallas Stars Dallas
Vegas Golden Knights Vegas
3 : 5
Chicago Blackhawks Chicago
Freitag 15.11.2019
Buffalo Sabres Buffalo
4 : 5
Carolina Hurricanes Carolina
Florida Panthers Florida
3 : 4
Winnipeg Jets Winnipeg
Tampa Bay Lightning Tampa Bay
9 : 3
New York Rangers NY Rangers
Minnesota Wild Minnesota
3 : 2
Arizona Coyotes Arizona
Edmonton Oilers Edmonton
6 : 2
Colorado Avalanche Colorado
Anaheim Ducks Anaheim
3 : 5
San Jose Sharks San Jose
Vancouver Canucks Vancouver
2 : 4
Dallas Stars Dallas
Los Angeles Kings Los Angeles
3 : 2
Detroit Red Wings Detroit