Washington nur noch einen Sieg vom Stanley Cup entfernt NHL-Finale: Kantersieg für die Capitals in Spiel 4

Brett Connolly machte mit dem sechsten Tor für die Caps endgültig den Deckel auf Spiel 4 der Finalserie. (picture alliance / AP Images)Brett Connolly machte mit dem sechsten Tor für die Caps endgültig den Deckel auf Spiel 4 der Finalserie. (picture alliance / AP Images)
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Washington Capitals – Vegas Golden Knights 6:2 (3:0, 1:0, 2:2)

Play-off-Stand: 3:1

Sollte Alexander Ovechkin, Kapitän der Washington Capitals, tatsächlich im Laufe der Woche den Stanley Cup stemmen – und die Chancen dafür stehen nach dem deutlichen Sieg in der vergangegen Nacht gut –, wird es in der Rückschau vielleicht zwei Schlüsselszenen geben, die diese Serie entschieden haben: natürlich Braden Holtbys unglaubliche Parade gegen Vegas‘ Alex Tuch in Spiel 2 – und der Pfostenschuss von James Neal, der in Spiel 4 der Finalserie nach viereinhalb gespielten Minuten im Powerplay nur das Gestänge des leeren Tores traf. Da die Gäste aus Las Vegas im ersten Abschnitt noch ein weiteres Mal Pech hatten mit einem Pfostentreffer, war Golden Knights-Coach etwas angefressen: „Wir haben das vielleicht beste Drittel dieser Finalserie gespielt, treffen zweimal den Pfosten und erarbeiten uns weitere gute Chancen – und stehen am Ende mit leeren Händen da.“ Denn nachdem die Capitals diesen Ansturm der Ritter aus dem Wüstenstadt Nevada schadlos überstanden hatten, schlugen sie gnadenlos zurück: Nach gut zehn Minuten traf T.J. Oshie in Überzahl im Nachfassen, dreieinhalb Minuten vor der ersten Pause erhöhte Tom Wilson nach feinem Zusammenspiel mit Jevgeni Kuznetzow, und 21 Sekunden vor der Sirene stellte Devante Smith-Pelley mit dem dritten Streich der Hauptstädter auf 3:0. „Wir hatten natürlich ein bisschen Glück, als sie Pfosten getroffen haben, aber wir haben uns aus dieser Situation herausgearbeitet, die Tore gemacht, an uns geglaubt und an unseren Plan gehalten“, sagte „Ovi“ nach dem Spiel und betonte, dass es jetzt nur noch Sieg sei, der fehle, der aber – Obacht, Phrase! – der schwerste sei.

Denn die Vegas Golden Knights wären nicht soweit gekommen, wenn sie nicht auch mit Rückschlägen umgehen könnten: Nach dem vierten Treffer der Hausherren, einem sehenswerten Direktschuss in Überzahl von Verteidiger John Carlson spät im Mittelabschnitt, brachten sich die Gäste durch einen Treffer von James Neal und ein Tor von Reilly Smith wieder in Schlagdistanz. Aber die Klasse von 2018 der Capitals ist eben eine ganz besondere: Nur 73 Sekunden später holten sie Ritter endgültig vom Pferd mit dem fünften Treffer durch Michal Kempny. Und 71 Sekunden vor dem Ende machte Brett Connolly in doppelter Überzahl das halbe Dutzend voll und versetzte den am Boden liegenden Golden Knights den Gnadenstoß.

Die Helden des Spiels waren einmal mehr Braden Holtby, der von 30 Torschüssen der Golden Knights nur zwei passieren lassen musste, und Stürmer Jevgeni Kuznetzow, der vier Assists beisteuerte. Oshie und Nicklas Bäckström erzielten jeweils drei Punkte, während Kapitän Ovechkin dieses Mal nur ein Zuspiel verbuchte. Die Caps ließen – auch mit Glück – kein Powerplay-Tor der Gäste zu, trafen selbst dreimal in Überzahl, blockten wieder mehr als 20 Schüsse und waren extrem effizient: Ganze 17 Saves gelangen Marc-André Fleury. „Es ist klar, dass es nun keinen Raum mehr für Fehler gibt, also müssen wir uns möglichst gut auf das nächste Spiel vorbereiten“, brachte es Gäste-Trainer Gallant auf den Punkt.

Dieses erste „Elimination Game“ findet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Las Vegas statt. Nicht der schlechteste Ort für eine rauschende Stanley Cup-Party!

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