Vorschau West Division - Top 4: Grubauer kämpft mit Colorado um den Stanley CupSpannendes Duell mit Vegas und St. Louis um den Divisionstitel

Grubauer steht mit Colorado vor einem spannenden Duell mit Vegas um den Divisionstitel  (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | JASON FRANSON)Grubauer steht mit Colorado vor einem spannenden Duell mit Vegas um den Divisionstitel (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | JASON FRANSON)
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Am 13. Januar findet endlich der lang erwartete NHL-Saisonstart statt. Hockeyweb gibt eine Vorschau auf die Verfolger und Favoriten der jeweiligen Divisionen. Heute werden die Top 4 der West Division beleuchtet. 

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Colorado Avalanche 

Das Team aus Colorado hatte enormes Verletzungspech und qualifizierte sich dennoch problemlos für die Playoffs. Nach langem Kampf unterlag man dort im Conference Halbfinale den Dallas Stars nach sieben Spielen. Der deutsche Nationaltorhüter Philipp Grubauer überzeugte mit starken Leistungen, wurde jedoch zweimal durch Unterkörperverletzungen außer Gefecht gesetzt und konnte so sein Team nicht vor dem frühzeitigen Playoff-Aus bewahren. Der gebürtige Rosenheimer geht in sein letztes Vertragsjahr und muss sich gegen Backup Pavel Francouz behaupten. Sollte er weiter so gut performen, kommen die Verantwortlichen nicht um eine Vertragsverlängerung herum. Im Sommer wurden mit Angreifer Brandon Saad (Chicago Blackhawks) und Verteidiger Devon Toews (New York Islanders) zwei erfahrene Spieler im besten Eishockeyalter an Land gezogen, die dem Team zusätzliche Qualität verleihen. Der starke Angriff wird von Nathan MacKinnon, Gabriel Landeskog, Nazrem Kadri und Mikko Rantanen angeführt. Die junge Abwehr um Cale Makar, Ryan Graves und Samuel Girard könnte mit dem 19-jährigen Kanadier Bowen Byram, den sie im Draft 2019 an vierter Stelle zogen, weitere Unterstützung erhalten. Der 26-jährige Toews ist ein Verteidiger, der sowohl in der eigenen Zone als auch in der Offensive seine Stärken hat. Die Routiniers Ian Cole und Erik Johnson sorgen für die nötige Erfahrung in der Defensive. Im Tor verfügen die Avs mit Philipp Grubauer und seinem starken Backup Pavel Francouz über ein verheißungsvolles Torhüterduo, dass von Verletzungen verschont bleiben muss. 

Fazit: Sollte Colorado von Verletzungen weitestgehend verschont bleiben, duelliert sich die Avalanche mit den Vegas Golden Knights um den Divisionstitel und ist ein ganz großer Favorit auf den Stanley Cup. 

Vegas Golden Knights 

In der abgelaufenen Saison war für die Vegas Golden Knights erst im Conference Finale gegen die Dallas Stars Endstation. In dieser Spielzeit soll zum zweiten Mal in der vierjährigen Franchise-Geschichte der Sprung in das Stanley Cup-Finale klappen. Mit Alex Pietrangelo konnte dafür einer der besten NHL-Verteidiger von den St. Louis Blues als Free Agent verpflichten werden. Er verstärkt die sowieso schon gute Abwehr um Shea Theodore, Brayden McNabb und Alec Martinez nochmals deutlich und soll das entscheidende Puzzleteil auf dem Weg zum Titelgewinn sein. Die namhaftesten Abgänge sind hingegen mit Nate Schmidt (Vancouver Canucks) und Paul Stastny (Winnipeg Jets) relativ überschaubar. Der Sturm ist mit den Leistungsträgern Mark Stone, Jonathan Marchessault, Reilly Smith, William Karlsson und Max Pacioretty wie gewohnt stark aufgestellt. Im Tor verfügen die Golden Knights mit Robin Lehner und Marc-André Fleury über eines der besten Torhüterduos der Liga. 

Fazit: Vegas gehört zweifelsfrei zu den Favoriten in der West Division und zählt mit der Qualität im Kader und der Verpflichtung von Pietrangelo zum engen Favoritenkreis auf den Stanley Cup. 

St. Louis Blues 

Als Champion scheiterten die St. Louis Blues früh in der ersten Runde an den jungen und vor Spielfreude sprudelnden Vancouver Canucks. Torhüter Jordan Binnington, Held des Stanley Cup-Triumphs im Vorjahr, fand in den Playoffs nicht zu seiner gewohnten Form. In der Offseason verlor man Kapitän Alex Pietrangelo an die Vegas Golden Knights, holte dafür aber mit Torey Krug von den Boston Bruins einen adäquaten Ersatz, dessen Stärke insbesondere im offensiven Spiel liegt. Neu-Kapitän Ryan O‘Reilly soll das Team in die richtige Richtung lenken. Neben dem 29-jährigen verfügen die Blues vor allem mit Jaden Schwartz, Brayden Schenn, Robert Thomas und David Perron über viel Offensivkraft. Vladimir Tarasenko konnte verletzungsbedingt nur zehn Spiele absolvieren und könnte nach seiner Genesung im Februar wieder in das Geschehen eingreifen und wirkt schon fast wie ein Neuzugang. Aktuell absolviert Mike Hoffman (ehemals Florida Panthers) ein Probetraining bei den Blues. Seine 59 Punkte (29 Tore, 30 Assists) aus der Vorsaison würde eine erhebliche Verstärkung für die Offensive bedeuten. In der Abwehr verfügt St. Louis neben dem quirligen Neuzugang Torey Krug mit Colton Parayko, Marco Scandella, Carl Gunnarsson und Robert Bortuzzo über Spieler, die mit ihrer Physis für Ordnung in der eigenen Zone sorgen sollen. Dahinter muss Torhüter Jordan Binnington zeigen, dass die Leistungsdelle in den vergangenen Playoffs nur ein Ausrutscher war. Da Jake Allen nach Montreal wechselte, muss nun der Finne Ville Husso, der noch keinerlei NHL-Erfahrung besitzt, seine Tauglichkeit als Backup beweisen. 

Fazit: St. Louis sollte problemlos die Playoffs erreichen, hat jedoch mit Colorado und Vegas zwei starke Konkurrenten in der Division, die sie nur attackieren können, wenn alle Rädchen ineinander greifen. 

Minnesota Wild

Es gab einige Bewegung im Sommer bei den Minnesota Wild. In der Free Agency wurden neben den beiden Routiniers Mikko Koivu (Columbus Blue Jackets) und Eric Staal (Buffalo Sabres) auch Ryan Donato und Torhüter Devan Dubnyk (beide San Jose Sharks) und Alex Galchenyuk (Ottawa Senators) abgegeben. Neu an Bord sind hingegen Nick Bjugstadt (Pittsburgh Penguins), Marcus Johansson (Buffalo Sabres), Nick Bonino (Nashville Predators) und Goalie Cam Talbot (Calgary Flames). Zusätzlich verstärkt der 23-jährige Russe Kirill Kaprizov von ZSKA Moskau, den die Wild im Draft 2015 in der 5. Runde zogen. Der junge Flügelstürmer war die vergangenen beiden Spielzeiten mit 30 und 33 Toren der Top-Torjäger in der KHL und könnte direkt in eine der ersten beiden Sturmreihen rücken. Ansonsten ruhen im Sturm die Hoffnungen auf dem 24-jährigen Schweizer Kevin Fiala, der in der abgelaufenen Saison mit 54 Punkten (23 Tore, 31 Vorlagen) der Topscorer des Teams war. Die Routiniers Zach Parise und Mats Zucharello sollen die jungen Angreifer wie den österreichischen Erstrundenpick Marco Rossi, Joel Eriksson, Jordan Greenway und den deutschen Nico Sturm (kämpft um einen Stammplatz) mit ihrer Erfahrung führen. Die Abwehr mit dem neuen Kapitän Jared Spurgeron, Matt Dumba, Jonas Brodin und Ryan Suter ist gut aufgestellt, muss sich jedoch steigern um die Playoffs zu erreichen. Auf der Torhüterposition erhält der noch an einer Verletzung  laborierende Alex Stalock von Neuzugang Cam Talbot neue Konkurrenz. Für Stalock rückt vorerst der Finne Kaapo Kahkonen ins Team, der im Vorjahr bei seinen ersten Einsätzen gut performte. 

Fazit: Der Kampf um die Playoffs wird in der West Division sehr eng werden und Minnesota diese nur erreichen, wenn die Zugänge einschlagen und alle Mannschaftsteile ihr volles Potential ausschöpfen.


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