Vorschau auf die NHL Playoff-Qualifikation: Western ConferenceDraisaitl mit Oilers Favorit gegen die Blackhawks

Leon Draisaitl startete erfolgreich mit den Edmonton Oilers. (Foto: dpa/picture alliance/empics)Leon Draisaitl startete erfolgreich mit den Edmonton Oilers. (Foto: dpa/picture alliance/empics)
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Edmonton Oilers (5) - Chicago Blackhawks (12)

Die Edmonton Oilers empfangen mit einer Bilanz von 37 Siegen, 25 Niederlagen und neun Overtime-Niederlagen (83 Punkte, 5. Platz in der Western Conference) die Chicago Blackhawks, welche eine Bilanz von 32-30-8 aufweisen und mit 72 Punkten auf einem enttäuschenden zwölften Platz der Western Conference landeten. Die Oilers verfügen mit 29,5% Erfolgsquote über das beste Überzahlspiel der Liga und belegen in Unterzahl mit 84,4% den zweiten Platz. Mit Leon Draisaitl (110 Punkte) und Connor McDavid (97 Punkte) stellen die Kanadier zudem die beiden punktbesten Spieler der NHL. Dahinter folgt mit Ryan Nugent-Hopkins (61 Punkte), trotz seiner punktbesten Saison, mit weitem Abstand an dritter Stelle der teaminternen Scorerwertung. Dahinter schafft es kein Spieler die 40-Punkte-Marke zu erreichen. Allerdings wußten auch Spieler wie der junge Kailer Yamamoto (26 Punkte in 25 Spielen) und James Neal (19 Tore) zu überzeugen. Im Tor ist noch keine Entscheidung gefallen, ob Mike Smith oder Mikko Koskinen im Tor der Oilers stehen wird. Beide haben keine herausragenden Werte, bereiten jedoch den Verantwortlichen auch keine Kopfschmerzen. Entscheidend für das erfolgreiche Abschneiden der Oilers wird sein, ob die beiden Superstars an die Leistungen der Vorrunde anknüpfen können und die Last auch auf die Schultern anderer Spieler verteilt werden kann.

1.62 Quote für den Sieg der Oilers

Die Chicago Blackhawks zeichnen sich ebenfalls mit einem starken Powerplay (82,1%, Platz 8) aus, sind jedoch eines der schwächsten Team im Penalty Killing (15,2%, Platz 28). Die Hauptlast ist wieder einmal auf den Schultern von Patrick Kane (84 Punkte) und Jonathan Toews (60 Punkte). Allerdings darf man von den beiden jungen Spielern Dominik Kubalik (46 Punkte) und Alex DeBrincat (45 Punkte) einiges an Unterstützung erwarten. Zudem sollte der im Draft 2019 an dritter Stelle gedraftete Kirby Dach (23 Punkte) nicht außer Acht gelassen werden. In der Abwehr müssen die Hawks den schmerzhaften Ausfall von Brent Seabrook, der für den Re-Start absagte, kompensieren. Auf der Schlüsselposition im Tor stehen auch noch Fragezeichen, da der eigentliche Starting-Goalie Corey Crawford, nach seiner Corona-Erkrankung, nicht am Traingscamp teilnehmen konnte. Ein Vorteil für Chicago ist die große Playoff-Erfahrung u.a. von Patrick Kane, Jonathan Toews und Duncan Keith aus den Stanley Cup Triumphen. Sollten sie diese auf die restliche Mannschaft übertragen und Crawford rechtzeitig fit werden, könnten die Hawks die Serie gegen die favorisierten Edmonton Oilers offen gestalten. Für Edmonton spricht die Klasse der individuellen Leistungsträger und die starken Special Teams, welche insbesondere in den Playoffs von enormer Bedeutung sind. 

2.40 Quote für den Sieg der Blackhawks

Nashville Predators (6) - Arizona Coyotes (11)

Im zweiten Duell der Western Conference treffen die Nashville Predators (78 Punkte, 35-26-8) auf die Arizona Coyotes (74 Punkte, 33-29-8). Für Nashville war es bislang eine enttäuschende Saison, da sie als Favoriten in die Saison starteten und letztendlich die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnten. Coach Peter Lavoilette wurde dies Anfang des Jahres zum Verhängnis und der ehemalige Devils-Coach John Hynes ersetzte ihn. Ein deutliches Zeichen für die Probleme in der Offensive ist, dass Filip Forsberg mit 21 Treffern der einzige Spieler im Kader ist, der die 20-Tore-Marke knacken konnte. Der überzeugende Schweizer Roman Josi ist als Verteidiger mit 65 Punkten der mit Abstand beste Punktesammler im Team. In der Abwehr verfügen die Preds neben dem bereits erwähnten Roman Josi mit Ryan Ellis, Matthias Ekholm, Dante Fabbro und dem deutschen Korbinian Holzer über eine sattelfeste Verteidigung, die sich allerdings ebenfalls steigern muss. Im Tor spielte der Finne Juuse Saros bislang eine starke Saison und machte seinem Landsmann Pekka Rinne ordentlich Konkurrenz um den Starterjob. Die schwachen Special Teams mit nur 17,3% (24. Platz) Erfolgsquote in Überzahl und 76,1% (28. Platz) in Unterzahl müssen in der Playoff-Qualifikation deutlich verbessert werden. 

1.80 Quote für den Sieg der Predators

Die Arizona Coyotes verfügen hingegen im Penalty Killing mit 82,7% (Platz 5) und Überzahl mit 19,2% (18. Platz) über eine bessere Performance. Taylor Hall führt mit 52 Zählern  die teaminterne Scorerwertung vor Nick Schmaltz (45) und Clayton Keller (44) an. Mit insgesamt 13 Spielern, die über 20 Punkte sammelten, verfügt Arizona über eine breite Tiefe im Kader aber keinen außergewöhnlichen Topscorer. Der vor der Saison verpflichtete Phil Kessel konnte die hohen Erwartungen bislang überhaupt nicht erfüllen und verzeichnete mit nur 38 Punkten (14 Tore, 24 Assists) seit der Saison 2007-08 seine schwächste Saison. Die Abwehr ist mit nur 183 Gegentoren (3. Platz) das Prunkstück der Coyotes. Die Defensive um Oliver Ekman-Larsson, Alex Goligoski und Jakob Chychrun könnte in der Serie gegen die favorisierten Predators der Trumpf zum Weiterkommen sein. Im Tor ist der wiedergenesene Darcy Kuemper eine Bank und gehört zu den besten seines Fachs. 

2.05 Quote für den Sieg der Coyotes

Nashville ist der Favorit in der Serie, hat aber nur eine Chance auf das Weiterkommen, wenn die enttäuschende Offensive zu alter Stärke zurückfindet. Arizona wird mit seiner starken Abwehr und den Special Teams ein harter Brocken und könnte mit Phil Kessel in Playoff-Form die Überraschung schaffen. 

Vancouver Canucks (7) - Minnesota Wild (10)

Im Duell der Vancouver Canucks (78 Punkte, 36-27-6) und den Minnesota Wild (77 Punkte, 35-27-7) treffen zwei Mannschaften aufeinander, die nahezu eine identische Punktausbeute in der Vorrunde hatten. Vancouver verfügt mit Elias Pettersson (66 Punkte), J.T. Miller (72), Brock Boeser (45), Bo Horvat (53), Tyler Toffoli (44) und Tanner Pearson (45) über eine der besten Top-six-Angriffsreihen der Liga. Dagegen kann Minnesota eine der besten Top-vier-Abwehrreihen mit Ryan Suter (48 Punkte), Jared Spurgeron (32), Matt Dumba (24) und Jonas Brodin (28) aufbieten. Wesentliche Faktoren sind auch der aus Los Angeles verpflichtete Canucks-Stürmer und Stanley Cup-Gewinner Tyler Toffoli, dem zehn Punkte in zehn Spielen nach dem Wechsel gelangen und der Schweizer Wild-Angreifer Kevin Fiala, der in den letzten 18 Saisonspielen starke 26 Punkte erzielte. Den Unterschied in der Serie könnten auch die Torhüter ausmachen. Canucks-Goalie Jacob Markstrom performte besser, als der formlose Wild-Torhüter Devan Dubnyk und sein Stellvertreter Alex Stalock. Zudem verfügt Vancouver über ein starkes Powerplay (4. Platz) gegen ein schwaches Unterzahlspiel von Minnesota (25. Platz). Allerdings sollte man nicht außer acht lassen, dass Minnesota unter dem neuen Trainer Dean Evason aus den letzten elf Partien acht Siege einfuhr, während Vancouver im Endspurt mit nur sechs Siegen aus 17 Spielen strauchelte und die zuvor gute Ausgangsposition verspielte.

1.83 Quote für den Sieg der Canucks - 2.00 Wild 

Calgary Flames (8) - Winnipeg Jets (9) 

Die kanadische Begegnung zwischen den Calgary Flames (79 Punkte, 36-27-7) und den Winnipeg Jets (80 Punkte, 37-28-6) verspricht ebenfalls eine enge Serie. Beide Teams wollen das frühe Ausscheiden aus der letzten Saison in Runde 1 vergessen machen und stehen so unter enormen Druck. Die Flames haben bei den Special Teams die Nase vorne. In Überzahl liegt die Erfolgsquote bei 21,2% (11. Rang) und im Penalty Killing bei 82,1% (8. Platz). Die Jets liegen im Powerplay bei 20,5% (15. Platz) und in Unterzahl nur bei 77,6% (22. Platz). Winnipeg hat mit Connor Hellebuyck auf der Torhüterposition einer der besten Torhüter der Liga und demnach einen Vorteil gegenüber Calgary, bei denen noch nicht klar ist, ob David Rittich oder Cam Talbot starten wird. Dagegen haben die Flames in der Abwehr mehr Tiefe und eine stärkere Performance als die Jets. Im Sturm verfügen beide Teams mit ihren Top-5-Stürmern über enorme Qualität und müssen sich vor keinem Gegner verstecken. Die Angriffsabteilung der Jets mit Mark Scheifele (73 Punkte), Blake Wheeler (65), Kyle Connor (73), Patrik Laine (63) und Nikolaj Ehlers (58) ist eine der besten in der Liga. Zwar verfügt Calgary mit Johnny Gaudreau (58), Sean Monahan (48), Elias Lindholm (54) Mikael Backlund (45), Matthew Tkachuk (61) und Andrew Mangiapane (32) ebenfalls über starke Stürmer, muss allerdings die Ladehemmung der vergangenen Playoffs abstellen um erfolgreich zu sein. Winnipeg sollte aufgrund der Vorteile im Tor und Sturm knapp die Nase vorne haben. 

1.86 Quote für den Sieg der Flames - 1.95 Jets

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