Viermal Pfosten, doch kein Tor für die OilersSieg gegen Canadiens folgt Niederlage gegen Leafs

Zwei Assists gegen Montreal, kein Punkt gegen Toronto für Leon Draisaitl. (picture-alliance / newscom)Zwei Assists gegen Montreal, kein Punkt gegen Toronto für Leon Draisaitl. (picture-alliance / newscom)
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Die Saison der Edmonton Oilers verläuft weiter wie ein Tanz im Wiegeschritt: ein Schritt vor, und dann gleich wieder einer zurück. Dem überzeugenden Sieg mit 6:2 am Samstag bei den Montreal Canadiens folgte am gestrigen Sonntag eine - allerdings mehr als unglückliche - Niederlage bei den Toronto Maple Leafs. Das Spiel begann schon denkbar schlecht für die Oilers: Bereits nach 34 Sekunden war der Puck in ihrem Netz. Einen Rückpass von William Nylander hatte Jake Gardiner von der blauen Linie per Direktschuss Richtung Oilers-Tor gezimmert. Dort fälschte Zach Hyman ab und bugsierte die Scheibe durch die Schoner von Oilers-Goalie Laurent Brossoit. Eigentlich kein Problem, denn es waren ja noch 59 Minuten zu spielen. Aber irgendwie sollte es einfach nicht sein und das Tor der Leafs blieb das einzige an diesem Abend: Viermal trafen die Angreifer der Oilers den Pfosten des Leafs-Gehäuses, so zum Beispiel Zach Kassian aus zentraler Position und Leon Draisaitl per Schlagschuss während einer doppelten Überzahl. Diese ließen die OIlers jedoch ebenso ungenutzt wie den Konter von Connor McDavid, der alleine auf das Leafs-Tor zulief, den Puck aber nicht unterbringen konnte, weil McElhinney das "Fivehole" zumachte. Mark Letestu scheiterte ebenfalls am Keeper der Leafs mit seinem Direktschuss nach Querpass von McDavid, so dass am Ende eine unglückliche und unnötige Niederlage für das Team aus der Provinz Alberta stand. Edmonton ist damit weiterhin Vorletzter der Western Conference, der Rückstand auf Platz acht beträgt sieben Punkte. Am Dienstag können die Oilers dann bei den Columbus Blue Jackets beweisen, ob den "Kopf nicht hängen lassen, nach vorne schauen"-Parolen Taten folgen. Für Curtis McElhinney war es der sechste Sieg im sechsten Spiel gegen die Oilers in seiner Karriere. Leafs-Star Auston Matthews konnte wegen einer Verletzung nach Kollision mit einem Mitspieler tags zuvor gegen die Pittsburgh Penguins nicht spielen und verpasste das fünfte Spiel in dieser Saison. Alle fünf Partien haben die Leafs gewonnen.

Verloren hingegen haben die Arizona Coyotes haben ihr Spiel bei den Chicago Blackhawks. Dabei sah es 55 Minuten lang ganz gut aus für das Team von Tobias Rieder: Die Führung der Blackhawks durch Tommy Wingels im Schlussdrittel konnten sie sieben Minuten vor dem Ende durch Duclair ausgleichen. Dann aber schossen die Blackhawks zwei Tore in weniger als zwei Minuten und entschieden damit das Spiel. Patrick Kane leistete bei den beiden Treffern von Anisimov und Nick Schmaltz die Vorarbeit. Damit steht er nun bei 781 Scorerpunkten für die Hawks, was ihn unter die fünf besten Puntkesammler in der langen Geschichte der Franchise bringt. Patrick Kane bewegt sich nun in einer illustren Runde mit Legenden wie Stan Mikita, Bobby Hull, Denis Savard und Steve Larmer. Und ganz nebenbei hat er nicht nur zwei wichtige Tore vorbereitet, sondern auch seine Durststrecke von vier Spielen ohne Punkt, die längste seit mehr als sieben Jahren, überwunden.

Die beiden restlichen Sonntagsspiele wurden jeweils in der Verlängerung entschieden. In der Begegnung der St. Louis Blues mit den Buffalo Sabres hatte Brayden Schenn bereits nach 40 Sekunden das erste Mal getroffen für das Team aus dem US-Bundesstaat Missouri. Die Führung baute Paul Stastny im zweiten Drittel aus. Erst im Schlussabschnitt brachten sich die Sabres das erste Mal auf die Anzeigetafel durch das Tor von Evan Rodrigues nach 102 Sekunden. So gingen die Blues mit einer 2:1-Führung in die Endphase der Partie, in der Sabres natürlich ihren Goalie Robin Lehner vom Eis nahmen für den Extra-Angreifer. Und sie wurden mit dem Ausgleich erneut durch Rodrigues belohnt. Als die dann fällige Verlängerung fast schon vorbei war, erzielte Blues-Topscorer Vladimir Tarasenko schließlich den Siegtreffer für sein Team. Auch im anderen Spiel wurde das Team in der Overtime belohnt, das in der regulären Spielzeit zunächst geführt hatte. Drei Tore hatten die Gäste aus Minnesota den San Jose Sharks in den ersten 25 Minuten des Spiels eingeschenkt. Die bissen sich aber zurück ins Spiel und kamen durch zwei Treffer von Brent Burns und dem Tschechen Tomas Hertl fünf MInuten vor dem Ende noch zum Ausgleich. Der Schweizer Nino Niederreiter in Diensten der Wild sicherte seinem Team in der Verlängerung schließlich den zweiten Punkt. Mit 33 Punkten liegen die Minnesota Wild derzeit auf Platz acht der Western Conference vor den punktgleichen Dallas Stars und Chicago Blackhawks.

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