Verzockt? Jim Balsillie als neuer Besitzer der Preds wohl aus dem Rennen

Sulzer mit erstem ScorerpunktSulzer mit erstem Scorerpunkt
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Kanada muss vermutlich weiter und auf unbestimmte Zeit auf eine weitere NHL-Franchise warten, so das Fazit jüngster Presseveröffentlichungen in Übersee.

Craig Leipold, der bisherige Besitzer der Nashville Predators, ließ verlauten, dass er mit einem neuen Kaufinteressenten in Verhandlungen stehe. Dabei handelt es sich um den kalifornischen Geschäftsmann William DelBaggio, der bereits im Tauziehen um die Pittsburgh Penguins mit dem Kanadier Jim Balsillie konkurrierte und wie der am Ende den Kürzeren zog. Interessant ist, dass Leipold nun plötzlich dieses neue Angebot zu favorisieren scheint, obwohl es mit $ 190 Mio. deutlich unter der Offerte Balsillies angesiedelt sei. Der Blueberry Co-CEO Balsillie hatte Leipold ca. $ 50 Mio. mehr für die Predators auf den Tisch blättern wollen.

Allerdings hat Balsillie in den Wochen nach Abgabe seines Angebotes kaum ein Fettnäpfchen ausgelassen, sondern viel eher noch zusätzliche aufgestellt, in die er dann selbst zielgenau hinein tappte. Die Kröte, eines Umzugs der Franchise ins kanadische Hamilton hätte die NHL unter gewissen Umständen womöglich sogar geschluckt, und eine Einigung mit den in unmittelbarer Nähe ansässigen Klubs aus Buffalo und Toronto hätte eventuell mithilfe einer Kompensationszahlung gefunden werden können. Doch die Art und Weise wie Balsillie die anderen Eigentümer davon hat überzeugen wollen, dass eine Franchise in Hamilton von heute auf morgen durch entsprechenden Ticketabsatz wirtschaftlich rentabel sein könnte, war dann offensichtlich doch zu sehr auf Krawall ausgelegt. Balsillie hatte über einen Online-Dienstleister Optionen auf Saisontickets zum Kauf angeboten und damit aber zugleich öffentlichen Druck auf das Gremium der Franchise-Eigentümer ausgeübt, dessen Zustimmung jeder Verkauf und auch Umzug eines Klubs bedarf.

Ein anderer Interessent, der händeringend ein Hometeam für das bereits fertig gestellte Sprint Center in Kansas City sucht, ist die Anschutz Entertainment Group. Und genau mit dieser ist der neue Bieter William DelBaggio verbandelt. Noch letzte Woche ließen Vertreter der Gruppe verlauten, dass man sich nun mit seinen Planungen darauf verlege, bei einer weiteren Expansion der Liga in absehbarer Zeit berücksichtigt zu werden. Man sei nicht mehr in die Verhandlungen um die Nashville Predators involviert. - Dann jedoch kam die rasche Wendung in Form der Aufnahme von Gesprächen mit Craig Leipold. Warum sich der Noch-Eigentümer einem Umzug der Preds nach Kansas City - der ja somit offen im Raume steht - gegenüber aufgeschlossener zeigt, als dem ins kanadische Hamilton, darüber kann derzeit nur gemutmaßt werden.

Zudem zeichnet sich gar ab, dass sich auch die Liga mit dieser Verpflanzung leichter tun könnte. Schon wird von kanadischer Seite gefragt, ob die NHL das Eishockey-Mutterland  mit Vorsatz schneide. Ein erster, jedoch nicht zu unterschätzender Grund für einen womöglich bevorstehenden erfolgreichen Abschluss könnte durchaus sein, dass sich DelBaggio und die Anschutz Gruppe, eben ganz im Gegensatz zum Kanadier Balsillie, einfach an Spielregeln und auch ungeschriebene Gesetze hielt. Der ein oder andere Eigentümer mochte sich offenbar den ungestüm vorpreschenden Balsillie im erlauchten Kreise der doch meist reiferen Gentlemen nicht recht vorstellen können. Als „stechender Schmerz im Allerwertesten“, den sich niemand auf Dauer freiwillig zumuten wollte, wurde Balsillie bereits in Eigentümerkreisen, unter vorgehaltener Hand versteht sich, tituliert.

Am Ende, so sich denn die Verhandlungen zwischen Leipold und DelBaggio tatsächlich als erfolgreich erweisen sollten, müssten die erneut mit leeren Händen dastehenden Kanadier wohl konstatieren: Wir schickten den falschen Mann an den richtigen Ort. – Nur für die  Preds-Fans bliebe das unbefriedigende Ergebnis freilich das gleiche. Egal, ob nun Hamilton oder Kansas City: Sie hätten ihr NHL-Team unwiederbringlich an eine andere ferne Stadt verloren. (mac)

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