Vegas Golden Knights gewinnen Spiel 2 in Winnipeg NHL: Western Conference-Finale

Vegas-Stürmer Jonathan Marchessault (Nr. 81) trifft durch das "Fivehole" von Hellebuyck. (picture alliance / empics)Vegas-Stürmer Jonathan Marchessault (Nr. 81) trifft durch das "Fivehole" von Hellebuyck. (picture alliance / empics)
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Winnipeg Jets – Vegas Golden Knights 1:3 (0:2, 0:0, 1:1)

Play-off-Stand: 1:1

Zwei Szenen waren symptomatisch für dieses Spiel: Nach gut einer halben Minute hatten die Fans in Winnipeg bereits den Torschrei auf den Lippen, als Mark Scheifele losmarschierte und Vegas-Schlussmann Marc-André Fleury den Puck durch die Beine schob – allerdings rutschte die Scheibe nur kurz vor die Torlinie und wurde dann von Vegas‘ Verteidiger Nate Schmidt geklärt. Und gut 58 Spielminuten später – die Jets hatten bereits ihren Torwart vom Eis genommen zugunsten des zusätzlichen Angreifers – leisteten sich die Golden Knights seelenruhig ein Icing, so sicher waren sie sich ihrer Sache in der mittlerweile komplett verstummten Halle in der Hauptstadt der Provinz Manitoba.

Dazwischen lag ein Spiel, in dem die Vegas Golden Knights sich offenbar den Rost aus der Rüstung geschüttelt hatten – und die Jets nach 120 Minuten Champagner-Eishockey in Spiel 7 gegen Nashville und der ersten Partie des Conference Finales gegen Vegas so etwas wie einen Kater hatten. Und nachdem das Sicherheit gebende Tor in der ersten Minute nicht gefallen war, befreiten sich die Gäste aus Nevada zusehends und kamen ihrerseits zu Chancen. So erkämpfte sich Ex-Red Wing Tomas Tatar auf Seiten der Ritter die Scheibe hinter dem Jets-Tor und verwertete dann seinen eigenen Abpraller von Winnipegs Goalie Connor Hellebuyck zur Führung für den Liga-Neuling. Vier Minuten später nutzte Jonathan Marchessault einen nicht gut durchgeführten Wechsel der Jets zum zweiten Tor, als er seinen Alleingang durch die Beine von Hellebuyck abschloss. Danach kontrollierten die Golden Knights das Spiel weitgehend, allerdings blieb Winnipeg immer gefährlich, etwa mit einem Pfostenschuss von Jets-Stürmer Andrew Copp. Aber auch die Gäste testeten zweimal das Torgestänge.

Nach torlosem Mitteldrittel dauerte es noch weitere sieben Minuten im Schlussabschnitt, bis die Fans in Winnipeg jubeln konnten: In Überzahl überraschte Kyle Connor Fleury im Tor der Ritter mit einem Schuss aus spitzem Winkel und stellte damit den Anschluss wieder her. Doch die Freude währte nur 88 Sekunden: In der Zone der Knights verloren die Jets die Scheibe. Dann stürmte William Karlsson auf dem linken Flügel los, zog den Pass um den heranrutschenden Jets-Verteidiger herum zu Jonathan Marchessault, der sicher zum zweiten Mal an diesem abschloss. Damit war das Spiel entschieden, auch wenn Winnipeg noch einmal alle Kräfte mobilisierte.

Spiel 3 steigt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Las Vegas.

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