Vancouver holt zehnten Sieg in Folge

Canucks: Bertuzzi verlängertCanucks: Bertuzzi verlängert
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Gerade etwas mehr als drei Minuten waren in Florida gespielt, als die Vancouver Canucks mit 1:0 in Führung gingen. Der ehemalige Panthers - Verteidiger Ed Jovanovski hatte zu Brendan Morrison gepasst, der unter Mithilfe von Goalie Jani Hurme zu seinem zehnten Saisontor kam. Der finnische Schlussmann schien die Scheibe sicher zu haben, ließ sie dann aber doch über die Torlinie rutschen. In der dreizehnten Minute erhöhten die Gäste dann in Unterzahl durch Matt Cooke, ehe die Hausherren zu ihrem ersten Treffer kamen. Jaroslav Bednar war es, der sein erstes Erfolgserlebnis der Spielzeit feierte. Anschließend zeigten die Canucks dann, dass sie auch im Powerplay zuschlagen können. Markus Näslund, mit seinem schon fünfzehnten Streich der Spielzeit, Todd Bertuzzi und schließlich Verteidiger Sami Salo trafen allesamt in Überzahl und sorgten damit für die Entscheidung. Die letzten beiden Tore hatte schon Roberto Luongo ( 16 Saves ) kassiert, da der Arbeitstag für den schwachen Hurme ( 7 Saves ) bereits nach dem ersten Drittel beendet war. Für den Schlusspunkt zum 2:5 sorge Marcus Nilson, der den Puck am starken Dan Cloutier ( 29 Saves ) vorbei im Netz versenkte.

Keine zehn Siege in Folge, aber dafür immerhin auch sehr beeindruckende zehn Partien ohne Niederlage haben die Ottawa Senators vorzuweisen. Gestern setzen sie sich mit 4:2 gegen einen ihrer Lieblingsgegner durch. Zum fünfzehnten Mal in Serie blieben die Kanadier gegen die New York Islanders unbezwungen. Verteidiger Adrian Aucoin brachte die Gäste zwar in der zwölften Minute in Führung, aber im Anschluss trafen erst einmal nur die Hausherren. Für die ersten zwei sorgte Stürmer Marian Hossa, der nun auch schon 15 Treffer auf dem Konto hat. Zuerst traf er in Überzahl per Handgelenkschuss, ehe er zu Beginn des Schlussdrittels sein Team zum ersten Mal in Front schoss. Todd White erhöhte in der 44.Minute auf 3:1, bevor nur 57 Sekunden später bei den Islanders noch einmal Hoffnung aufkeimte. Verteidiger Roman Hamrlik hatte sein zweites Tor der Saison erzielt. Bei zwei Treffern für die Gäste blieb es letztendlich dann auch, während Martin Havlat auf der anderen Seite den 4:2 Endstand mit einem Empty Net Goal in der 60.Minute perfekt machte.

Über ein langweiliges Spiel konnten sich die Zuschauer in St. Louis sicherlich nicht beschweren, auch wenn sie sicherlich auf einen Sieg ihrer Blues gehofft hatten. Am Ende unterlag man den New Jersey Devils mit 4:5, wurde aber mit einem Punkt getröstet, da der entscheidende Treffer erst in der Verlängerung fiel. In einem recht ausgeglichenen ersten Drittel gerieten die Hausherren durch ein Tor von Scott Gomez zwar in der sechsten Minute mit 0:1 in Rückstand, aber anschließend drehten Dallas Drake und Petr Cajanek die Partie. Im zweiten Abschnitt waren die Devils dann bei 14:5 Torschüssen das tonangebende Team, doch nach dem 2:2 von Turner Stevenson schlugen die Blues schnell zurück. Nur 50 Sekunden später traf Corey Stillman zum 3:2. Brian Gionta und Scott Niedermayer überwanden Goalie Fred Braithwaite ( 28 Saves ) dann im Schlussabschnitt zum 3:4, aber es dauerte bis zwölf Sekunden vor der Ende der Verlängerung, ehe der zweite Punkt für New Jersey unter Dach und Fach war. Zuerst rettete Martin Brodeur den Devils mehrmals in der Verlängerung die Chance auf den Erfolg, nachdem er in der regulären Spielzeit noch das 4:4 von Pavol Demitra kassiert hatte. In der 65.Minute parierte Braithwaite einen Schuss von Joe Nieuwendyk, aber Jeff Friesen überlistete den Goalie dann und schloss in sehr cooler Manier zum 5:4 Sieg ab.

Auch ohne Ex Montreal - Stürmer John LeClair, der Philadelphia wohl mindestens zwei Monate wegen einer Schulterverletzung fehlen wird, siegten die Flyers mit 2:1 n.V. bei den Canadiens. Im ausverkauften Bell Centre waren die Hausherren im ersten Abschnitt die etwas aktivere Mannschaft, aber es dauerte bis zur 24. Minute, ehe sie das 1:0 bejubeln durften. Torschütze war Randy McKay, der für den einzigen Gegentreffer des guten Roman Cechmanek ( 20 Saves ) sorgte. In der 30.Minute gelang Michal Handzus gegen den sehr starken Jeff Hackett ( 37 Saves ) dann aber der Ausgleich, der den Gästen einen Punkt sicherte. Auf ein Unentschieden hatten sich die Zuschauer dann auch wohl schon alle eingestellt, als die Gäste doch noch den Zusatzpunkt einfuhren. Nach einem Fehlpass von Verteidiger Patrice Brisebois im gegnerischen Drittel, erzielte Justin Williams sieben Sekunde vor dem Ende der Verlängerung das insgesamt verdiente 1:2.

Die San Jose Sharks verloren im Heimspiel gegen die Phoenix Coyotes zwei wichtige Zähler. Das Team von Marco Sturm, der ohne Punkt blieb, war zweimal mit einem Tor in Führung gegangen, aber am Ende gewannen die Gäste aus Arizona mit 3:2. Routinier Vincent Damphousse und Scott Thornton hatten für die Haie getroffen. Amonte und Quint gelang jeweils der Ausgleich für die Coyotes, die in der 51.Minute das spätere Game Winning Goal erzielten. Branko Radivojevic war es, der Torhüter Evgeni Nabokov zu seinem zweiten Treffer der Spielzeit bezwang.

Mario Lemieux ( 1 Assist ) war nach überstandener Erkältung für seine Pittsburgh Penguins am Samstag zwar wieder mit von der Partie, aber auch er konnte eine Niederlage gegen die Boston Bruins nicht verhindern. Ein anderer Center war an diesem Tag im Trikot der Gäste einfach zu stark. Joe Thornton erzielte seine Saisontore 12 und 13 und bereitete das entscheidende 1:3 von Samsonov anschließend auch noch vor. Die Penguins kamen auf der anderen Seite nur zu Powerplaytreffern durch Ference und Hrdina, so dass nach 60 Minuten eine knappe 2:3 Niederlage zu buche stand.

Ihren Aufwärtstrend setzten die Toronto Maple Leafs im Heimspiel gegen die in dieser Saison insgesamt völlig enttäuschenden Buffalo Sabres fort. Mit 3:1 besiegten sie das Team von Jochen Hecht, der am einzigen Tor seiner Mannschaft nicht beteiligt war. Bei den Kanadiern überragte der Russe Alexander Mogilny, der schon zuvor in dieser Spielzeit insgesamt der beste Stürmer der Leafs war. Mogilny sorgte im letzten Drittel für das entscheidende 3:1, nachdem er Tore von Robert Svehla und Mats Sundin vorbereit hatte. Für die Gäste konnte Curtis Brown nur zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgleichen.

Sehr überraschend kassierten die Dallas Stars eine deutliche 5:2 Niederlage in Nashville. Tore von Bill Guerin und Scott Young waren für die Texaner zuwenig, da fünf verschiedene Spieler der Gastgeber zuschlagen konnten. 4 von 15 Schüssen brachten Delmore, Walker, Fiddler und Orszagh an Ron Tugnutt vorbei im Netz unter, ehe Scott Hartnell in der 57. Minute gegen Marty Turco den Endstand perfekt machen konnte.

Verdient mit 4:2 setzten sich die Carolina Hurricanes bei den Columbus Blue Jackets durch. Boulerice im ersten Drittel und Cole im zweiten mit seinen Saisontoren 7 und 8 brachten den Stanley Cup Finalisten auf Erfolgskurs. Nach Treffern von Davidson und Vyborny kam noch einmal Spannung auf, aber der bereitete Ron Francis 19 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem 4:2 per Empty Net Goal ein Ende.

Souverän mit 4:1 siegten die Los Angeles Kings vor eigener Kulisse gegen die Chicago Blackhawks. Torhüter Felix Potvin bekam lediglich 13 Torschüsse auf seinen Kasten. Einen davon nutzte Kyle Calder zum zwischenzeitlichen 1:1. Rasmussen, Cammalerri, Armstrong und Belanger sorgten letztendlich aber für den verdienten Sieg der Kalifornier.

Ein Tor reichte den Edmonton Oilers, um das Heimspiel gegen die Colorado Avalanche zu gewinnen. 22 Saves machte Tommy Salo, der in dieser Saison nicht immer ganz überzeugend agierte, zu einem Shutout. Der blieb David Aebischer ( 17 Saves ) verwehrt, da der junge Goalie zu Beginn des zweiten Drittels den entscheidenden Treffer kassierte. Daniel Cleary war es, der den Oilers mit seinem ersten Saisontor den wichtigen Erfolg bescherte.