Unter dem RadarNHL Teamcheck: Nashville Predators

Shea Weber (Foto: Imago)Shea Weber (Foto: Imago)
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Die Nashville Predators erreichten in der letzten Saison zum ersten Mal seit 2012 die Playoffs. Durch einen grandiosen Saisonstart führten sie lange Zeit die Tabelle der NHL an. Die Schlüssel zum Erfolg der „Preds“ waren der neue Headcoach Peter Laviolette, ein sehr starke Defense und überragendes Goaltending. Die Predators unter Laviolette spielen ein deutlich schnelleres Spiel, als noch unter Laviolette’s Vorgänger Barry Trotz. Die Verteidiger werden dazu ermutigt offensiver zu agieren, die Position freizügiger zu interpretieren. In den Playoffs war bereits früh Schluss, dennoch war die erste Saison unter dem neuen Coach ein Erfolg.

Torhüter Pekka Rinne zeigte, dass seine Saison 2013/14 ein Ausrutscher war. Einige Verletzungen hatten ihn daran gehindert, sein volles Pensum abzurufen. Ganz anders in der Saison 2014/15. Rinne zeigte ein überragendes Jahr, tatsächlich war auch Rinne im Gespräch um die Trophäen des wertvollsten Spielers und besten Torhüters, der regulären Saison. Bleibt Rinne verletzungsfrei, spielt er zwischen 50-60 Spiele in der kommenden Saison. Dass er den Unterschied ausmachen kann, steht dabei außer Frage. Sein Backup ist derweil Carter Hutton, er müsste letzte Saison 18 Mal ran und zeigte eher durchschnittliche Leistungen.

Am meisten von Laviolette‘s System profitieren konnte der Schweizer Roman Josi. Er hatte ein starkes Jahr, mit 55 Punkten feierte  er seinen Durchbruch und zeigte wozu er fähig ist. Josi ist ein aufregender offensiv-Verteidiger, der großartige Spielmacher-Fähigkeiten besitzt. Die Vergleiche zu Ottawas Erik Karlsson sind gerechtfertigt. Josi muss diese Saison seine Leistung des Vorjahres bestätigen und zeigen, dass er noch lange Zeit ein Eckpfeiler der Predators Defensive sein wird. Um einen Spieler kommt man nicht herum, wenn man sich mit den Nashville Predators befasst. Das Gesicht der Franchise und Kapitän der Mannschaft, Shea Weber. Eine lange Zeit musste Weber allein aus der Defensive für Punkte sorgen, bzw. das Spiel ankurbeln. In der letzten Saison konnte er sich mehr auf seine defensiven und physischen Stärken verlassen. Weber profitierte vielleicht nicht statistisch von seiner traditionelleren Rolle, aber sein Spiel war wegweisend für das erfolgreiche Jahr von Roman Josi. Somit wird dieses Paar auch im kommenden Jahr richtungsgebend für den Erfolg der „Preds“. Ein wenig kritisch wurde Seth Jones nach der  Saison gesehen. Jones bringt alles mit, was es braucht, um ein gefürchteter Verteidiger in der NHL zu sein. Jedoch tendiert er dazu, nur an der Oberfläche seines Könnens zu kratzen. Er schießt relativ wenig und könnte seinen Körper häufiger einsetzten, Dinge an denen er im Sommer sicher gearbeitet haben wird. Komplettiert wird die blaue Linie der Predators durch Barret Jackman, Ryan Ellis und Matthias Ekholm.

Die Verpflichtung von James Neal vor der Saison 2014/15 warf einige Fragen auf. Wie gut stark ist Neal tatsächlich, wenn er nicht an der Seite von Sidney Crosby oder Evgeni Malkin spielt? Neal startete sehr gut in die Saison mit dem neuen Team, bereits im ersten Monat der Saison konnte er einen Hattrick erzielen. Einige Verletzungen zwangen ihn zu Pausen, zum Ende der Saison hatte er Probleme zu alter Form zu finden, Jedoch war er in der Playoff-Serie gegen die Chicago Blackhawks, mit 4 Toren, einer der besten Spieler der Predators. Das zweite NHL Jahr gilt generell als so ziemlich das schwierigste Jahr in der Karriere eines Spielers. Auch für Filip Forsberg ist dies der Fall. Er hatte eine starke Saison, mit 63 Punkten war er Topscorer der „Preds“. Forsberg ist sehr unnachgiebig, fährt konsequent vor das gegnerische Tor. So überrascht es auch nicht, dass viele seiner Tore aus Abprallern, seiner eigenen Schüsse entstanden sind.  Gegen Mike Fisher und Mike Ribeiro spricht das Alter, für die beiden Veteranen spricht allerdings die Erfahrung. Beide waren wichtige Spieler in der recht jungen Offensive Nashvilles.  Zum Beispiel für Colin Wilson, der seinen Platz in der Top6 der Predators gesichert hat. Wilson hatte seine große Stunde in den Playoffs, wo er in der Serie gegen Chicago 5 Tore erzielen konnte.

Die Nashville Predators fliegen eigentlich immer etwas unter dem Radar der öffentlichen Aufmerksamkeit. Auch wenn sie, wie letzte Saison, eine Zeit lang die Tabelle anführen. Das Team hat sich die letzten Jahre nach und nach weiterentwickelt. Sie spielen im kommenden Jahr um den Division-Titel mit. Sie haben bereits einen der besten Goalies der Liga und eine sehr starke Verteidigung. Wie das Sprichwort sagt ‚Defense wins Championships‘ ist dies eine Grundvoraussetzung auf Erfolg. Um allerdings auch in den Playoffs weit zu kommen, brauchen die Predators mehr Punkte von den Stürmern aus den unteren Reihen und ihr Überzahlspiel muss sich, im Vergleich zur Vorsaison, steigern

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