Über den Teich zu den Moncton WildcatsManuel Wiederer: „Das Team, zu dem ich wollte“

Manuel Wiederer (links) wechselt von den Straubing Tigers zu den Moncton Wildcats. (Foto: Imago)Manuel Wiederer (links) wechselt von den Straubing Tigers zu den Moncton Wildcats. (Foto: Imago)
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Keine Frage, jeder junge Eishockeyspieler hat den Traum, nach Kanada gehen zu können und dort spielen zu dürfen. Für Manuel Wiederer, bis dato bei den Straubing Tigers unter Vertrag, geht dieser Traum nun in Erfüllung. Auch Wiederer hat bei vielen kleinen Gesprächen immer wieder gesagt: „Das ist mein Traum, da will ich hin.“

Vor dem CHL-Draft gehen die Clubs in der Regel auf die Spieler zu, allerdings ohne zu verraten, ob man dann auch gezogen wird. So war es auch diesmal. „Ich hatte Kontakt zu einigen Teams, aber die Moncton Wildcats sind das Team, zu dem ich wollte.“ So kam es dann auch. „Moncton ist der Idealfall. Denn je später die Teams ziehen, umso besser sind sie.“

Zu einem schlechten Team kommt er sicher nicht, denn die Moncton Wildcats sind seit 2008/09 ständiger Play-off-Teilnehmer und waren 2010 Champion. „Die wollten einen älteren Stürmer, weil die mehr oder weniger eine neue Mannschaft aufbauen. Wir sind jetzt schon eine gute Mannschaft“, sagt der Center.

Über die Stadt weiß er aber natürlich noch nicht viel zu berichten. „Nein, da weiß ich noch nichts. Ich habe mir das auch nur etwas auf Google Maps angeschaut.“ Auf Wikipedia findet man die wichtigsten Hinweise. An diesem Ort gründeten 1733 französische Siedler eine Ortschaft namens „Le Coude“. Moncton liegt in der Provinz New Brunswick und hat rund 70.000 Einwohner, die Metropolregion wird mit rund 140.000 Einwohner angegeben. Der Spitzname der Stadt lautet „Hub City“.

Wichtigstes Gebäude, aus Spielersicht ist das Moncton Coliseum, das bei Eishockeyspielen 6.554 Fans Platz bietet. „Von der Größe her ähnlich zu Straubing.“ Darin dürfte sich der 18-Jährige also schnell wohl fühlen.

Viel Zeit, um sich von Freunden, Familie und Mitspielern zu verabschieden, bleibt aber nicht mehr. Denn „am Freitag geht mein Flug.“ Der Beginn des Mannschaftstrainings ist aber erst in einem Monat. „Bis dahin sind wir an einer Universität und trainieren da für uns.“ Mit dem Vorteil, dass man Eis hat. Gewohnt wird bei einer Gastfamilie, die er aber noch nicht kennt. „Der Manager holt mich vom Flughafen ab.“

Doch all der guten Nachrichten nicht genug: Mit dem Marktredwitzer Maximilian Gläßl, der ebenfalls von Moncton gedraftet wurde, trifft er auch einen alten Bekannten. „Mit Max verstehe ich mich richtig gut. Wir kennen uns von der U18-WM, das ist echt super.“

Der Draht nach Übersee wurde auch schon zum Glühen gebracht. „Gestern habe ich mit dem Manager und dem Trainer geskypt.“ Cheftrainer ist Darren Rumble. „Der hat auch schon im Mannheim gespielt“, weiß Wiederer zu berichten. Doch nicht nur aus Kanada gibt es Nachrichten. Seit gestern zappelt das Handy öfter als sonst. „Ja, es ist deutlich mehr los. Es waren echt viele. Die ganzen Mannschaftskollegen, auch ehemalige. Da freust du dich als junger Bub schon, wenn dir die ganzen Straubinger Ausländer gratulieren.“

Wiederer wird bei den Wildcats mit der Rückennummer 49 auflaufen.

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