Torwart Pekka Rinne trifft für die Nashville PredatorsGoalie-Tor in Chicago

Preds-Kapitän Roman Josi herzt seinen Goalie und Torschützen Pekka Rinne. (picture alliance / AP Photo / Nam Y. Huh)Preds-Kapitän Roman Josi herzt seinen Goalie und Torschützen Pekka Rinne. (picture alliance / AP Photo / Nam Y. Huh)
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Chicago Blackhawks – Nashville Predators 2:5

Pekka Rinne hat Geschichte geschrieben: Der finnische Torwart der Nashville Predators traf vergangene Nacht beim Auswärtssieg seines Teams in Chicago kurz vor Schluss ins leere Tor der Blackhawks. Er ist der zwölfte Torhüter der NHL-Historie, dem dieses Kunststück gelingt und der erste seit Mike Smith – seinerzeit noch in Diensten der damaligen Phoenix Coyotes – vor mehr als sechs Jahren. Mit dem Treffer besiegelte Rinne, der zudem 29 Schüsse parierte, den ersten Sieg unter dem neuen Coach John Hynes, den die Preds erst Anfang Woche für den geschassten Peter Laviolette verpflichtet hatten.

„Ich mag es, den Puck zu spielen, insofern ist das etwas, von dem ich schon lange geträumt habe. Ich denke, die Sterne haben sehr günstig für mich gestanden“, kommentierte Rinne die Szene des Spiels. Zudem habe er ein wenig Glück gehabt, dass die Scheibe, nachdem er sie hinter dem eigenen Tor gestoppt habe, flach auf dem Eis lag, so dass er einen Schuss versuchen konnte.

Bereits im ersten Drittel hatten die Gäste aus Tennessee den Grundstein für diesen Sieg mit drei Treffern durch Viktor Arvidsson, Colin Blackwell gelegt. Dominik Kubalik gelang für die Blackhawks im Mittelabschnitt der erste Treffer, Alex deBrincat brachte die Gastgeber mit einem Powerplay-Tor nach 45 Minuten wieder in Schlagdistanz. Die Predators verteidigten den knappen Vorsprung jedoch bis in die Schlussphase. Als die Blackhawks alles riskierten und ihren Torwart vom Eis nahmen für den Extra-Angreifer, traf in der Schlussminute zunächst Nick Bonino ins leere Tor, ehe nur 15 Sekunden später der große Moment von Pekka Rinne kam.

Arizona Coyotes – Tampa Bay Lightning 0:4

Tampa Bay Lightning scheint sich von dem frühen Play Off-Aus in der vergangenen Saison endgültig erholt zu haben und befindet sich wieder in der Erfolgsspur. Nach dem 9:2-Kantersieg gegen die Vancouver Canucks fuhren die Bolts ein klaren 4:0 -Erfolg gegen Arizona ein. Goalie Andrej Wassilevski gelang der erste Shutout der Saison, Nikita Kutcherov traf doppelt für das mit Abstand beste Team der letzten Hauptrunde. Alex Killorn und Michail Sergachev steuerten die weiteren Treffer bei.

„Egal, was die Leute über sein Spiel sagen: Er ist einer der besten Spieler der Liga und hat es heute gezeigt. Eigentlich hat er es schon die ganze Saison über bewiesen“, lobte Doppeltorschütze Kutcherov seinen Goalie. Dieser gab das Lob artig zurück: „Wir hätten die dieser Saison schon ein paar Mal zu Null spielen können, haben uns dann aber späte Tore eingefangen. Heute haben alle bis zum Schluss perfekt zusammengearbeitet. Insofern bedeutet dieser Erfolg viel!“

Mit einem Sieg am Samstag in Philadelphia könnte Tampa Bay den Franchise-Rekord von zehn Erfolgen in Serie einstellen.

Boston Bruins – Winnipeg Jets 5:4

David Pastrnak war wieder einmal der Mann des Abends für die Bruins: Der 23jährige Tscheche erzielte den siebten Hattrick seiner Karriere und hatte damit entscheidenden Anteil am knappen 5:4-Sieg seines Teams gegen die Winnipeg Jets, die damit einen vier Spiele umfassenden Auswärts-Trip beendeten. Dabei zeigten sie sich effektiv und trafen viermal bei nur 21 Schüssen, hatten der geballten Offensiv-Power der Bruins aber nicht genug entgegenzusetzen. Mit einem Doppelschlag durch Pastrnaks dritten Treffer an diesem Abend und Jake DeBrusk im Schlussdrittel drehten die Bruins das Spiel endgültig, nachdem Mark Scheifele die Jets zuvor mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 4:3 das dritte Mal in Führung gebracht hatte.

David Pastrnak scheint damit Alexander Ovechkin (26 Saisontore) zumindest in dieser Saison den Posten als Chefkanonier der Liga streitig zu machen. Es waren seine Saisontore 33, 34 und 35. Er schraubte seinen Scoring-Streak auf zwölf Partien und ist damit nach den beiden Vereinslegenden Phil Esposito und Bobby Orr erst der dritte Bruins-Spieler, der in einer Saison mehr als eine Erfolgsserie von zwölf Spielen oder mehr verbuchen konnte.

Die weiteren Spiele der vergangenen Nacht im Überblick:

Montreal Canadiens – Edmonton Oilers 2:4


Florida Panthers – Vancouver Canucks 5:2


New York Rangers – New Jersey Devils 6:3


St. Louis Blues – Buffalo Sabres 5:1


Calgary Flames – Minnesota Wild 2:1


Vegas Golden Knights – Los Angeles Kings 2:5


Anaheim Ducks – Dallas Stars 0:3


San Jose Sharks – Columbus Blue Jackets 3:1