Tore satt in San Jose: Sharks schlagen Red Wings mit 6:5

Joe Thornton: Vorrunden-Primus und Playoff-NieteJoe Thornton: Vorrunden-Primus und Playoff-Niete
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Das war so richtig nach dem Geschmack

der knapp 17.500 Zuschauer im HP Pavilion in San Jose: Die Sharks und die Gäste

aus Detroit lieferten sich einen torreichen Schlagabtausch, bei dem das Team

aus Nordkalifornien schließlich mit 6:5 die Oberhand gegen den amtierenden

Stanley Cup-Sieger behielt. Dan Boyle, Christian Ehrhoff, Joe Pavelski,

Jonathan Cheechoo, Milan Michalek und Kapitän Patrick Marleau trafen für San

Jose, Valtteri Filppula, Marian Hossa, Johan Franzen, Henrik Zetterberg und

Brian Rafalski erzielten die Tore für die Red Wings, die nach dem sechsten

Treffer für die Sharks durch Marleau wütend eine Abseitsstellung des

Torschützen reklamierten. Marleaus Tor war jedoch regelkonform erzielt worden,

wie die Wiederholungen zeigten. San Jose übernahm mit dem Sieg erneut den

ersten Rang in der NHL-Gesamttabelle, da die Boston Bruins gestern mit 1:2 bei

den Washington Capitals unterlagen. Detroit liegt drei Punkte hinter den Sharks

auf Platz drei.

In die Hose oder besser

gesagt in die Jacke ging das Torhüter-Manöver der New York Islanders: Da beide

regulären Schlussmänner verletzt ausfallen, hatten die Isles ihren früheren Torwart

Wade Dubielewicz bei Ak Bars Kasan in der Kontinental Hockey League losgeeist,

mussten ihn aber zunächst auf die Waiver-Liste (nicht ganz das Äquivalent einer

Transferliste, da hier vor allem Spieler gemeldet werden, auf die der

ursprüngliche Klub verzichten will) setzen, da Dubielewicz diese Saison bereits in

einer vollprofessionellen Liga gespielt hatte. Da griffen dann die Columbus Blue

Jackets, bei denen sich Torwart Pascal Leclaire derzeit mit Knöchelproblemen plagt, zu.

Somit musste gestern bei der 1:3-Heimniederlage der Islanders gegen die New Jersey Devils erneut Minor League-Goalie

Yann Danis ran.

Viel besser geht es auf der

Torwartposition den Anaheim Ducks: Backup Jonas Hiller spielte gestern beim

3:0-Sieg in Minnesota zum vierten Mal in dieser Saison zu Null. Der Schweizer

Torhüter parierte dabei 30 Schüsse. Die Tore für die Ducks erzielten Corey

Perry (2) und Bobby Ryan. Weniger gut lief es dagegen für Nashville

Predators-Goalie Pekka Rinne, der bei der 2:7-Heimpleite gegen die Atlanta

Thrashers immerhin noch 25 Schüsse der Gäste abwehren konnte. Pikant: Thrashers-Center

Rich Peverley war von Nashville erst vor gut einer Woche auf die Waiver-Liste

gesetzt worden und zahlte es seinem Ex-Klub gestern mit drei Torvorlagen heim.

 

(Oliver Stein)