Tolles Unterzahltor von Rieder kann Flames-Niederlage nicht verhindern Der Nationalspieler erzielt das zweite Playoff- und Unterzahltor seiner Karriere

Hier erteilt Tobias Rieder ein sehenswertes Unterzahltor für die Calgary Flames.  (picture alliance / AP Photo)Hier erteilt Tobias Rieder ein sehenswertes Unterzahltor für die Calgary Flames. (picture alliance / AP Photo)
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Dallas Stars - Calgary Flames 5:4

Serienstand: 1:1

Trotz des zweiten sehenswerten Playoff-Treffers von Nationalspieler Tobias Rieder, erneut in Unterzahl, reichte es diesmal nicht für den Sieg der Calgary Flames. Dallas gewann am Ende knapp mit 5:4 und glich die Serie zum 1:1 aus. Dallas hatte seine Hausaufgaben aus der ersten Partie gemacht und führte nach zwei starken Dritteln mit 4:2. Zwar gingen die Flames nach nur 19 Sekunden durch Dillon Dube mit 1:0 in Front, doch noch im ersten Abschnitt drehten die Texaner durch Alexander Radulov (3.) und Miro Heiskanen (12.) den Spielstand in ein 2:1. Der 21-jähirge Finne Heiskanen war es auch, der auf 3:1 in 25. Minute erhöhte. Auf den Anschlusstreffer von Derek Forbort (33.) hatte Dallas-Angreifer Corey Perry nur kurze Zeit später (36.) die passende Antwort parat und so ging es mit 4:2 in die letzte Drittelpause. Tobias Rieder (10:56 Minuten Einsatzzeit, 3 Torschüsse) spielte in der 53. sein ganzes Können aus, in dem er in Unterzahl im Laufduell gegen John Klingberg viele Meter Rückstand mit seinem schnellen Antritt und puren Willen aufholte, an diesem vorbeizog und im Alleingang den Puck im linken Winkel vorbei an Dallas-Torhüter Ben Bishop (22 Paraden) zum 3:4 versenkte. Als Calgary spät in Überzahl ran durfte, fälschte Sam Bennett (58.) unhaltbar einen Schuss von Elias Lindholm zum 4:4 aus und machte die Aufholjagd perfekt. Als sich viele schon auf eine Overtime einstellten, hatte Corey Perry allerdings die Übersicht und fand den völlig ungedeckten Jamie Oleksiak vor dem Tor, der zum 5:4-Endstand einschob. Geschockte Flames konnten nicht mehr antworten und mussten den Serienausgleich hinnehmen.




Tampa Bay Lightning - Columbus Blue Jackets 1:3

Serienstand: 1:1

Einen Auftakt nach Maß erwischten die Tampa Bay Lightning in Spiel 2 des Conference-Halbfinales gegen die Columbus Blue Jackets. Nikita Kucherov schnappte sich in der 6. Minute die Scheibe hinter dem Tor und überlistete Joonas Korpisalo im Tor der Blue Jackets. Tampa Bay machte weiter mächtig Druck und hatte bis zur 13. Minute ein Schussverhältnis von 9:1. Der zweite Torschuss von Columbus sollte dennoch sein Ziel finden. Pierre-Luc Dubois spielte einen tollen Pass in den Slot zu Ryan Murray, der mit seinem ersten Karriere-Playoff-Tor zum 1:1 vollendete. In der 19. Spielminute musste Lightning-Stürmer Erik Cernak wegen eines Fouls an Oliver Bjorkstrand auf die Strafbank und nach nur 16 Sekunden in Überzahl erzielte der gefoulte Däne höchst persönlich per Direktabnahme das 2:1. Der zweite Spielabschnitt blieb, trotz einiger guter Möglichkeiten für beide Seiten, torlos. Die Vorentscheidung dann in der 52. Minute, als sich der Schwede Alexander Wennberg den Puck durch die eigenen Beine spielte, so Verteidiger Kevin Shattenkirk düpierte und im Anschluss Lightning-Goalie Andrei Vasilevskiy zum 3:1-Endstand überwand. Columbus gleicht die Playoff-Serie dank einer äußerst effektiven Chancenverwertung zum 1:1 aus. Tampa Bay verpasste eine klare Überlegenheit bei den Torschüssen von 37:22 in zählbares umzumünzen. Der finnische Blue Jackets-Torhüter Joonas Korpisalo avancierte mit 36 Paraden und einer Fangquote von 97,3 Prozent zum Matchwinner, nachdem er bereits im ersten Spiel eine überragende Leistung mit 85 Paraden (neuer NHL-Rekord für gehaltene Schüsse) ablieferte. Daneben bestätigte der 22-jährige Pierre-Luc Dubois mit zwei Torvorlagen seine starke Verfassung und hat nun bereits acht Scorerpunkte (vier Tore, vier Vorlagen) in der Postseason gesammelt.

Vegas Golden Knights - Chicago Blackhawks 4:3 n.V.

Serienstand: 2:0

Einen knappen 4:3-Sieg nach Overtime feierten die Vegas Golden Knights in Spiel 2 gegen die Chicago Blackhawks und führen in der Serie mit 2:0. Paul Stastny stand goldrichtig im Slot (11.) und verwertete den exakten Pass von Jonathan Marchessault (2 Assists) zur 1:0-Führung für Vegas. Es war der erste Treffer und Scorerpunkt für den 34-jährigen Kanadier in der diesjährigen Endrunde. Der nächste Treffer (16.) gelang Vegas nach einem gewonnen Zweikampf in der Mittelzone - William Carrier schickte den Tschechen Tomas Nosek auf die Reise und dieser überwand Blackhawks-Torhüter Corey Crawford (35 Paraden) im langen Eck zum 2:0. Chicago kam im zweiten Abschnitt besser aus der Kabine und konnte den Anschlusstreffer (24.) durch das erste Karriere-Playoff-Tor von Rookie Kirby Dach erzielen. In Überzahl (33.) traf mit Dominik Kubalik der nächste Rookie im Hawks-Trikot und egalisierte den Spielstand zum 2:2. Vegas ging in der 38. Spielminute erneut in Front, nachdem Mark Stone erst angeschossen wurde und dann den Rebound im Tor zum 3:2 unterbrachte. Blackhawks-Stürmer Dylan Strome setzte 14 Sekunden vor der Pause den Schlusspunkt in einem torreichen zweiten Drittel. Patrick Kane (3 Torvorlagen) spielte einen klasse Pass per Rückhand vor das Tor zu Strome, der nur noch den Schläger zum Ausgleich reinhalten musste und Vegas-Keeper Robin Lehner (22 Saves) das Nachsehen gab. Da keinem Team ein weiterer Torerfolg in der regulären Spielzeit gelang, ging es in die Verlängerung, in der Vegas offensiver agierte und sich in der achten Minute der Overtime belohnte. Paul Stastny fand den im Slot völlig freistehenden Reilly Smith, der per Direktabnahme den Siegtreffer erzielte und den Golden Knights die 2:0-Serienführung bescherte.

Boston Bruins - Carolina Hurricanes 2:3

Serienstand: 1:1

Die erste schlechte Nachricht gab es für die Boston Bruins bereits vor der Partie, da sie auf Torjäger David Pastrnak verletzungsbedingt verzichten mussten. In das Spiel selbst hatte Boston einen guten Start, nachdem in Überzahl David Krejci (16.) das 1:0 gelang. Doch ein Doppelschlag im zweiten Durchgang von Teuvo Teravainen ((36.) im Powerplay und Andrei Svechnikov (37.) drehte die Partie zugunsten der Carolina Hurricanes. Als der Zeitnehmer bereits den Finger auf dem Knopf für die Pausensirene hatte, schlugen die Bruins in Person von Brad Marchand (40.) fünf Sekunden vor Drittelende, erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis, zum 2:2 zurück. Im dritten Spielabschnitt brachte Boston in der 49. Minute den Puck nicht aus der Gefahrenzone und Hurricanes-Verteidiger Dougie Hamilton zog mit einem satten Schlagschuss vom rechten Bullykreis genau in den Winkel zur erneuten Führung. Die Bruins versuchten nochmal alles um die Partie wieder auszugleichen - Carolina-Goalie James Reimer (33 Paraden), der diesmal den Vorzug vor Petr Mrazek erhielt, war jedoch nicht mehr zu bezwingen und so steht die Best-of-Seven-Serie 1:1. 



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