Timo Pielmeier: „Alles läuft bisher nach Plan“

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Der 19-jährige Deggendorfer Timo Pielmeier unterschrieb dieser Tage beim NHL-Klub San José Sharks einen Rookievertrag über eine Laufzeit von drei Jahren (wir berichteten). Zurzeit hält sich der deutsche U20-Nationaltorhüter in seiner bayerischen Heimat auf. Hockeyweb-Redakteur Matthias Eckart sprach mit Timo Pielmeier über die erfreulichen Entwicklungen in seiner noch jungen Karriere, die zurückliegende und bevorstehende Spielzeit.

Hast du erwartet, ein solches Angebot von den Sharks zu erhalten?

„Ja, schon. Nur, dass der Vertrag so gut sein würde, hätte ich nicht unbedingt erwartet. Alles läuft erstaunlich gut und nach Plan.“

Wie geht es in der neuen Saison für dich weiter?

„In Kürze fliege ich wieder nach Kanada, um mich erstmal bei meinem neuen QMJHL-Team, den  Shawinigan Cataractes, vorzustellen. Dort werde ich auch in der kommenden Saison spielen. Nach ein paar Tagen in Shawinigan geht es dann weiter ins Camp zu den Sharks, mit Testspielen gegen Nachwuchsteams anderer NHL-Klubs. Wenn das durch ist, fliege ich zurück nach Kanada und bereite mich mit den Cataractes auf die Saison vor, die für uns am 13. September mit einem Heimspiel gegen Val-d’Or startet.“

Wie kam es zum Wechsel nach Shawinigan?

 „Davon, dass die St. John's Fog Devils nach Montreal verkauft wurden, habt ihr ja bei Hockeyweb berichtet. In Montreal will man nun ein komplett neues Team aufbauen, da bot sich ein Wechsel an. Anfang Juni war er perfekt. Am Anfang werden wir noch in der alten Eishalle spielen. Im Dezember wird in Shawinigan aber eine völlig neue, moderne Arena eröffnet. Da passen dann auch mehr Zuschauer rein als in die alte. Ehrlich gesagt bin ich auch deshalb schon wieder richtig heiß auf die neue Saison!“

Wie bewertest du dein erstes Jahr in Nordamerika?

„Vieles war neu für mich. Die Art wie dort Hockey gespielt wird, Sprache, Essen und Klima. Ich habe mich aber ziemlich schnell zurecht gefunden auf und neben dem Eis. Leider haben wir als Mannschaft nicht ganz das erreicht, was wir uns erhofft hatten, weil wir früh aus den Play-off ausgeschieden sind. Es wäre sicher mehr drin gewesen, aber als Underdog in der Liga haben wir trotzdem einige bessere Teams ganz schön geärgert. Aus all dem konnten wir alle eine Menge lernen. Es war eine gute Zeit, weil wir auch viel Spaß hatten.“

Und für dich persönlich?

„Für mich persönlich lief es super, hätte fast nicht besser sein können. Am Ende der Saison zeichneten mich die Fog Devils gleich mit drei Preisen aus: als wertvollsten Spieler der Saison, besten Neuling und als Fog Devil des Jahres. Ich habe zusammen mit den Einsätzen bei der U20-Nationalmannschaft an die 60 Spiele bestritten. In Deutschland wäre ich vielleicht auf 10 Liga-Einsätze gekommen und hätte mir sonst wahrscheinlich irgendwo auf der Bank einen Schnupfen geholt.“

Ende Dezember steht noch ein besonderes Ereignis an: Die U20-WM in Kanadas Hauptstadt Ottawa. Was meinst du, könnt ihr erreichen?

„Richtig! Ich denke, wir haben wieder eine starke Truppe beisammen. Mit Fischhaber, Reul und Fauser haben wir außerdem auch ein paar Jungs in der Mannschaft, die sich in den Juniorenligen drüben ebenfalls schon bewiesen haben. Wenn wir gegen die Tschechen und Kasachen gewinnen, wäre da echt was drin. Wir wollen jedenfalls unbedingt in der A-Gruppe bleiben und zeigen, dass wir auch gut Hockey spielen können! - Bei der U20-Summer Challenge, in ein paar Tagen in Berlin, kann man sich übrigens schon mal ein Bild von unserer Mannschaft machen.“

Wie sehen deine Ziele längerfristig aus?

In der kommenden Saison zunächst mit Shawinigan um den Cup zu spielen, ihn bestenfalls gewinnen. Im Jahr darauf will ich möglichst schon für Worcester in der AHL ran und mich dort etablieren. Danach, in drei oder vier Jahren, sollte die NHL in greifbarer Nähe sein. Dass das so funktionieren kann, haben Thomas Greiss und auch Dmitri Pätzold schon bewiesen. Ich will das auch schaffen und dafür werde ich natürlich weiter hart arbeiten.“

Danke für das Interview, Timo, und viel Erfolg bei all dem!

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