Thomas Greiss rettet Detroit gegen Columbus einen PunktOffensiv-Feuerwerke in der Central Division

Torhüter Thomas Greiss bot gegen die Columbus Blue Jackets eine starke Leistung.  (Foto: dpa/picture alliance/ASSOCIATED PRESS)Torhüter Thomas Greiss bot gegen die Columbus Blue Jackets eine starke Leistung. (Foto: dpa/picture alliance/ASSOCIATED PRESS)
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In der East Division gab es dagegen Veränderungen an der Spitze. Weil Pittsburgh das Topduell gegen Boston verlor, zog Washington an den beiden vorbei und platzierte sich auf Rang eins. Dahinter folgen Pittsburgh und jetzt Boston. Die Islanders müssen jetzt aufpassen, dass sie nicht noch vom Lokalrivalen New York Rangers abgefangen werden. Fünf Punkte Vorsprung sind nicht die Welt.

Columbus Blue Jackets – Detroit Red Wings 1:0 (0:0, 0:0, 0:0, 1:0) n.P.

Dieses Duell geht wohl in die Saisongeschichte als Spiel der Torhüter ein. Auf der einen Seite Thomas Greiss (Detroit) und auf der anderen Elvis Merzlikins (Columbus) stoppten insgesamt 74 Schussversuche, Greiss 33 – und doch stand am Ende Detroit nur mit einem Punkt da. Ein Grund: Die Autostädter haben im Augenblick große Probleme mit dem Powerplay. Von den letzten 23 Überzahlspielen konnte nur eines erfolgreich umgesetzt werden. So konnte Columbus nach einer Serie von neun nicht gewonnenen Spielen – letztmalig passierte dies im November 2014 – wieder einen Sieg einfahren. Detroits Trainer Jeff Blashill war dann auch der Meinung: „Beide Teams hatten genug Chancen für mehrere Tore, aber zwei fantastische Torhüter hatten etwas dagegen.“ Das entscheidende Tor erzielte schließlich Patrik Laine im Penaltyschießen.

New York Rangers – Buffalo Sabres 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Die 30. Niederlage im 50. Spiel musste Tobias Rieder mit seinen Sabres im Madison Square Garden hinnehmen. Obwohl die Sabres den letzten Platz in ihrer Division einnehmen und maximal noch Vorletzter werden können, zeigten sie eine starke Partie, zwangen die Gastgeber in die Defensive, konnten sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Rangers-Keeper Shesterkin: „Wir haben heute defensiv ein kluges Spiel geliefert. Das war gegen die Sabres auch nötig.“ Trotzdem kamen 36 Schüsse durch, von denen Shesterkin 35 meisterte. Nach einem 0:0 im ersten Drittel gingen die Rangers in der 23. Minute durch Brendan Smith in Führung. Sam Reinhart glich in der 40. Spielminute aus. Die Entscheidung fiel im Mittelteil des letzten Drittels, als zunächst Alexis Lafreniere (50.) und schließlich Mika Zibanejad (54.) die Rangers auf die Siegerstraße schossen.

Washington Capitals – New York Islanders 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)

Das Spitzenspiel in der East Division ging an die Capitals, die damit wieder an Pittsburgh vorbeizogen und Platz eins einnehmen. Das Tor erzielte Daniel Sprong bereits nach 89 Sekunden, nachdem sein Mannschaftskollege Dmitri Orlov sich die Scheibe an der Bande erkämpft hatte und Sprong bediente. Überragend im Spiel war Neuling Vitek Vanecek im Tor der Capitals. Der aus dem Farmteam in Hershey (AHL) geholte Vanecek konnte auf Grund der starken Defensivarbeit seiner Vorderleute 18mal glänzen und verdiente sich seinen Shootout. Ein bisschen traurig waren die Islanders. Trainer Barry Trotz: „Das war nicht das, was wir wollten. Die Capitals spielten ein starkes defensives Spiel. Trotzdem werden wir uns nicht unterkriegen lassen und wiederkommen.“

New Jersey Devils – Philadelphia Flyers 6:4 (1:0, 2:1, 3:3)

Im Duell der Hinterbänkler in der East Division kassierten die Flyers eine vermeidbare Niederlage, die ihr Unterfangen, doch noch die Play-offs zu erreichen, zurückgeworfen hat. Ärgerlich vor allem für die Flyers, dass die Devils erst einmal auf 3:0 davonziehen durften. Nico Hischier (19.), Pavel Zacha (23.) und Miles Wood (26.) waren die Torschützen. Nur 15 Sekunden nach dem 0:3 gelang zwar Oskar Lindblom (26.) das erste Flyers-Tor, aber danach war die Offensive der Flyers nicht stark genug, um die Devils und Keeper Mackenzie Blackwood zu überwinden. Als im dritten Drittel Philippe Myers (43.) und Claude Giroux (44.) auf 3:3 ausglichen, schien Philadelphia auf dem richtigen Weg, aber eine schöne Einzelleistung von Connor Carrick (49.) brachte New Jersey wieder auf die Siegerstraße. Zwar glichen die Flyers durch Sean Couturier (53.) noch einmal aus, aber als Yegor Sharangowitsch (53.) das 5:4 für die Gastgeber markiert hatte, konnte Philadelphia den Rückstand nicht mehr egalisieren. In der letzten Spielminute traf dann Michael Maltsew noch zum Endstand von 6:4 per Empty-Netter.

Pittsburgh Penguins – Boston Bruins 1:3 (0:0, 0:1, 1:2)

Das zweite Spitzenspiel in der East Division ging an die Bruins, die damit ihre Play-off-Chancen untermauerten und gleichzeitig dafür sorgten, dass Washington sich an Pittsburgh auf Platz eins vorbeischieben konnte. Beide Teams zeigten ein starkes Defensivspiel, wobei vor allem die Bruins-Defensive um Keeper Tuukka Rask glänzte. Rask wies am Ende auf eine Fangquote von 96,2 Prozent auf. David Krejci (39.) brachte die Bruins in Führung, und das Ostküstenteam zog in den letzten zwanzig Minuten auf 3:0 davon durch Brad Marchand (50.) – Trainer Bruce Cassidy gönnte ihm über zwanzig Minuten Eiszeit – und Taylor Hall (53.), ehe Pittsburgh durch Jeff Carter (58.) wenigstens noch das Ehrentor gelang.

Chicago Black Hawks – Tampa Bay Lightning 4:7 (2:3, 1:3, 1:1)

Ein Sieg des Titelverteidigers und Meisters der Effizienz gegen Leidenschaft und Kampf. Chicago hatte am Ende 40:30 Torschüsse aufzuweisen, kann sich aber dafür nicht viel kaufen. Während die Blackhawks zwanzig Punkte Rückstand in der Central Division haben, kämpfen die Bolts um den Gruppentitel gegen den Lokalrivalen Florida Panthers aus Sunrise und die Carolina Hurricanes. Ausschlaggebend neben der besseren Defensivarbeit war auch der Start der Bolts. Bereits nach 28 Sekunden netzte Erik Cernak zum 1:0 ein und dem ließ Yanni Gourde (5.) das 2:0 folgen. In der Folge trafen für die Lightning Alex Barre-Boulet (16.), Brayden Point (27.), Blake Coleman (30.), Alex Killorn (34., 60.), während die Blackhawks in Brandon Hagel (12.), Wyatt Kalynuk (18.), Duncan Keith (40.) und Dominik Kubalik (54.) ihre Torschützen hatten.

Nashville Predators – Florida Panthers 4:7 (1:1, 3:2, 0:4)

Ein deutlicher Erfolg der Panthers, die mit dem gleichen Ergebnis wie die Lightning diese in der Tabelle blockten und weiterhin Platz zwei innehaben. Allerdings machten ihnen die Predators das Leben schwer und erst ein Torwartwechsel im dritten Drittel ebnete den Panthers den Weg zum Sieg. Bis dahin hatten die Predators nach Toren von Ryan Ellis (7., 40.), Luke Kunin (27.) und Tanner Jeannot (33.) bei Gegentoren von Alexander Barkow (9., 38.) und Anthony Duclair (23.) mit 4:3 geführt. Dann wechselte Floridas Trainer Joel Quenneville seinen Stammkeeper Sergei Bobrovski gegen Spencer Knight und auf einmal lief es in der Defensive der Panthers. Während Knight alle neun Schüsse parierte, gelangen seinen Mannschaftskameraden Owen Tippett (45.), Frank Vatrano (48.) und Jonathan Huberdeau (54., 59.) vier Tore zum letztendlich verdienten Erfolg in Nashville.

Dallas Stars – Carolina Hurricanes 1:5 (0:2, 1:1, 0:2)

Eine klare Niederlage der Stars, die gegen die Defensive der Hurricanes kaum einen Stich bekamen und am Ende verdient, auch in dieser Höhe, verloren. Jordan Staal (8.) und Sebastian Aho (9.) trafen für die Gäste schon im ersten Drittel. Der an diesem Abend überragende Jordan Staal (21.) traf im zweiten Spielabschnitt schnell zum 3:0. Die Texaner hofften zwar auf ein Comeback, als Jason Robertson mit einer Einzelleistung in der 28. Minute auf 1:3 verkürzte, aber bei diesem Strohfeuer blieb es, zumindest aus Sicht der Stars. Die ungefährdeten Hurricanes erhöhten sogar noch durch Max McCormick (46.) und Nino Niederreiter (53.) auf ein klares 5:1. Damit bewiesen die Hurricanes, dass sie in der Central Division verdient auf Platz eins stehen.


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