Tampa Bay Lightning fehlt nur noch ein Sieg zum Stanley Cup-FinaleNach 8:0-Kantersieg

"Stammer-Time" in Tampa - Lightning-Kapitän Steven Stamkos hämmerte die Scheibe in Überzahl zum zwischenzeitlichen 4:0 für sein Team ins Tor der New York Islanders. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Chris O"Stammer-Time" in Tampa - Lightning-Kapitän Steven Stamkos hämmerte die Scheibe in Überzahl zum zwischenzeitlichen 4:0 für sein Team ins Tor der New York Islanders. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Chris O'Meara)
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Tampa Bay Lightning - New York Islanders 8:0

Serienstand: 3:2

Das war eine Kampfansage an die New York Islanders - und ein Abend für die Geschichtsbücher. Während in Teilen Deutschlands heftige Gewitter tobten, kassierten die New York Islanders im "Auge des Sturms" an Floridas Westküste eine derbe Packung. Nach 45 Sekunden traf Kapitän Steven Stamkos zur frühen Führung. Davon ließen sich die New York Islanders zunächst nicht beeindrucken und erarbeiteten sich einige Torchancen, scheiterten aber immer wieder Andrej Vasilevskiy im Tor der Bolts, der wieder einmal seine ganze Klasse zeigte. Nach einem guten, aber eben nicht außergewöhnlichen Spiel 4 hielt er seinen Kasten sauber. Gerade zu Beginn beruhigte er das Spiel mit seinen Paraden (19 Saves) und gab seinen Vorderleuten den nötigen Schub, am anderen der Eisfläche Akzente zu setzen. Und das tat der Meister!

Es war vor allem die Art der Tore, die den New York Islanders einiges Kopfzerbrechen bereiten dürfte, denn es war alles dabei: Tampa nutzte Scheibenverluste wie beim zweiten Treffer durch Yanni Gourde, brillierte mit präzisem Passspiel wie bei den beiden Powerplay-Treffern von Steven Stamkos (26. Minute - 4:0) oder Brayden Point (42. Minute - 7:0), setzte nach und arbeitete Abpraller hinein ins Tor oder war mit ganz einfachen Schüssen durch den Verkehr vor dem Gehäuse der Gäste erfolgreich.

Mit dieser Mischung erreichten die Bolts den höchsten Play-off-Sieg ihrer Geschichte, die gleichzeitig auch die höchste Niederlage der Islanders in ihrer Historie war. Brayden Point steht mit nunmehr acht Treffern aus acht Spielen an zweiter Stelle der längsten Tor-Serien der Liga-Geschichte. Nur Reggie Leach von Philadelphia Flyers kam in den Play-offs 1976 mit elf Spielen auf einen längeren Tor-"Streak".

Islanders-Coach Barry Trotz versuchte nach dem Spiel, die Klatsche zu relativieren: "Wir fahren jetzt nach Hause, es heißt 3:2 - und wir müssen uns jetzt einfach darauf konzentrieren, uns das Recht zu verdienen, weiterspielen zu dürfen. Wir hätten auch 1:0 in der zweiten oder dritten Verlängerung verlieren können - und das Ergebnis wäre gefühlt das gleiche gewesen." Lightning-Kapitän Steven Stamkos sagte nach dem Spiel: "Wenn wir einmal nicht unser Spiel spielen, können wir zurückkommen: Wir realisieren, was wir falsch gemacht haben und machen die entsprechenden Korrekturen. Das liegt an unserer Erfahrung, die wir in dieser Phase der Saison sicherlich haben, und unserer Entwicklung als Mannschaft insgesamt." Auch Meistertrainer Jon Cooper wollte die Höhe des Sieges nicht überbewerten - es komme jetzt darauf an, das nächste Spiel zu gewinnen.

So weit, so richtig - und natürlich ist noch nichts gewonnen für die Bolts, aber mit diesem Selbstvertrauen und dieser Erfahrung im Rücken scheint es schwer vorstellbar, dass man sich dies noch nehmen lässt. Wenn nicht morgen nacht im Nassau Coliseum, dann spätestens in drei Tagen auf eigenem Eis.

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