Tampa Bay Lightning: Erster Hymnen-Protest in der NHLJ.T. Brown: Zeichen gegen Rassismus

J.T. Brown beteiligt sich als erster NHL-Profi an den Hymnen-Protesten vieler US-Sportstars gegen gegen soziale Ungerechtigkeit. Foto: picture alliance/ZUMA Press     J.T. Brown beteiligt sich als erster NHL-Profi an den Hymnen-Protesten vieler US-Sportstars gegen gegen soziale Ungerechtigkeit. Foto: picture alliance/ZUMA Press
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Sie protestieren gegen den Hass. Und gegen Präsident Donald Trump. In den Sportligen der USA knien immer mehr Spieler als Zeichen des Protests beim traditionellen Abspielen der Nationalhymne nieder. 2016 hatte Colin Kaepernick, der frühere Quarterback des Football-Teams San Francisco 49ers, als erster Spieler damit begonnen, sich gegen den Rassismus in den USA mit einem Kniefall aufzulehnen. Mit J.T. Brown schloss sich am Wochenende nun auch der erste Eishockey-Profi aus der NHL dem stillen Widerstand gegen die grassierende soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt gegen Schwarze an.  

Grund war eine erneut unsägliche Twitter-Attacke von Trump. Für den US-Präsidenten sind sie protestierenden Sportler ’Hurensöhne“, die von ihren Klubs ’gefeuert“ werden sollen. Zu viel für Brown. Der 27-jährige Star der Tampa Bay Lightning, einer von rund 30 farbigen NHL-Profis, hob beim Abspielen der Hymne die geschlossene rechte Faust, um  gegen soziale Ungerechtigkeit und Trump zu protestieren. ’Ich bin nicht einverstanden mit den Kommentaren des Präsidenten“, sagte Brown. Nach der Aktion gab es auf den Social-Media-Accounts des Profis rassistische Anfeindungen und sogar Todesdrohungen, wie Brown der ’Tampa Bay Times“ bestätigte. ’Diese Dinge beweisen, dass es Probleme gibt und man darüber sprechen muss. Ich liebe mein Land. Aber ich muss auch sagen können, wenn etwas nicht perfekt ist“, erklärte Brown.

Der setzte nicht zum ersten Mal ein Zeichen gegen Rassismus. So spendete er kürzlich rund 1300 Euro, um bei der Beseitigung einer Konföderierten-Statue aus der Innenstadt von Tampa zu helfen. ’Ich war in meinem Leben selbst Rassismus ausgesetzt. Auf und neben dem Eis. Es kommt die Zeit, da man nicht mehr schweigen darf. Wenn man wirklich etwas verändern will, muss man seine bequeme Komfortzone verlassen. So kann es nicht weitergehen. Ich möchte, dass gerade junge Menschen benachteiligter Gruppen sehen, dass wir Eishockey-Spieler sie nicht vergessen haben.“

Brown fand Gehör. ’Ich danke meiner Familie, meinen Freunden, Mitspielern und auch fremden Menschen für die überwältigende Unterstützung. Ich weiß auch, dass es nicht überall gut ankommen wird. Aber in meinem Herzen weiß ich, dass ich richtig gehandelt habe.“

Starke Worte eines starken Mannes. Er kämpft gegen jede Form von Diskriminierung. Wie einst der Größte, Box-Legende Muhammad Ali. Der hatte schon als Kind seine Mutter Odessa gefragt, warum er auf religiösen Bildern nur weiße Engel sehe. ’Wo sind denn die schwarzen Engel?“ Brown tritt in Alis Fußstapfen. Mit vielen anderen Sportstars in den USA. ’Es ist wichtig, dass man die Menschen aufrüttelt“, sagt er. Brown hat Diskriminierung selbst erfahren. Er begehrt nun auf, will seine Wut positiv kanalisieren.  Denn er weiß, Rassismus ist keine kritische Meinung sondern ein Verbrechen. Brown: ’Jede Form der Kommunikation wäre gut." Aller Voraussicht nach wird Brown seinen Protest fortsetzen …  (Autor: RT)


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