Tampa Bay besiegt Columbus in Marathonmatch erst in fünfter VerlängerungKorpisalo hält 85 Schüsse und stellt NHL-Rekord auf

Hoch her ging es in Spiel 1 zwischen Tampa Bay und Columbus. Hier stoppen Seth Jones und Joonas Korpisalo Lightning-Angreifer Anthony Cirelli. (picture alliance / AP Photo)Hoch her ging es in Spiel 1 zwischen Tampa Bay und Columbus. Hier stoppen Seth Jones und Joonas Korpisalo Lightning-Angreifer Anthony Cirelli. (picture alliance / AP Photo)
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Tampa Bay Lightning - Columbus Blue Jackets 

Serienstand: 1:0

Die Tampa Bay Lightning gewinnen ein dramatisches Spiel 1 des Conference-Viertelfinales gegen die Columbus Blue Jackets nach insgesamt 150:27 Minuten Spielzeit erst in der fünften Verlängerung. Es war damit das viertlängste Playoff-Spiel in der NHL-Geschichte. Den besseren Start erwischten jedoch die Columbus Blue Jackets in der Scotiabank Arena von Toronto. Lightning-Stürmer Alex Killorn saß wegen Beinstellens auf der Strafbank und Pascal Dubois (3.) fälschte einen Schuss von Alexandre Texier unhaltbar zum 1:0 für Columbus ab. Es dauerte allerdings nicht lange bis auch Tampa Bay erstmals in der Serie jubeln durfte. In der siebten Minute lenkte Brayden Point den Handgelenkschuss von Nikita Kucherov durch die Beine von Blue Jackets-Torhüter Joonas Korpisalo zum 1:1-Ausgleich. Im zweiten Abschnitt sah es lange danach aus, als ob keine Tore fallen sollten - doch Oliver Bjorkstrand packte 23 Sekunden vor der zweiten Pause einen Hammer aus fast unmöglicher Position aus und versenkte das Spielgerät im Torwinkel, vorbei am verdutzten Lightning-Goalie Andrei Vasilevskiy (61 Paraden) zur 2:1-Führung für die Blue Jackets. Ebenfalls 23 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Yanni Gourde vor dem Tor nachsetzte, Korpisalo erst im Liegen auf der Linie rettete und sich dann doch den Puck selbst mit dem Schoner ins Tor zum 2:2 schob. Trotz zahlreicher guter Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten, sollte keinem Team ein weiterer Treffer in der regulären Spielzeit gelingen. Dies sollte auch in den nächsten vier Verlängerungen (jeweils 20 Minuten) der Fall sein. Erst in der fünften Verlängerung gelang Brayden Point mit seinem zweiten Treffer des Spiels der vielumjubelte und erlösende Overtime-Treffer zum 3:2-Sieg. „Ich war noch nie so lange in einem Spiel", sagte Point. „Ich weiß nicht, wie viele Leute auf der anderen Seite jemals so lange in einem Spiel waren. Auf jeden Fall ein Kampf - physisch, mental - aber wir sind trotzdem herausgekommen." In diesem Spiel wurden diverse neue NHL-Rekorde aufgestellt - insgesamt 151 Schüsse in einem Playoff-Spiel, davon 88 Schüsse der Tampa Bay Lightning sind beides neue Bestwerte. Der erneut bärenstarke Joonas Korpisalo schlug mit 85 Paraden den alten Rekord um 12 Schüsse. Die Eiszeit von Blue Jackets-Verteidiger Seth Jones mit 65:06 Minuten ist seitdem die Einsatzzeit pro Spiel als offizielle Statistik (seit der Saison 1997-98) aufgezeichnet wird, die längste Zeit, die ein Spieler auf dem Eis stand. Das Spiel begann nach mitteleuropäischer Zeit um 21:09 Uhr und endete nach 6:13 Stunden um 3:22 Uhr in der Nacht. Das im Anschluss angesetzte Spiel 1 zwischen den Boston Bruins und Carolina Hurricanes musste auf Mittwoch verschoben werden. 

Dallas Stars - Calgary Flames 2:3

Serienstand: 0:1

Tobias Rieder startete mit den Calgary Flames erfolgreich in das Conference-Viertelfinale gegen die leicht favorisierten Dallas Stars. Doppeltorschütze Dillon Dube erzielte erst in Überzahl (11.) das 1:0, bevor der 22-jährige per Handgelenkschuss noch im ersten Drittel (19.) auf 2:0 erhöhte. Im zweiten Abschnitt glich Dallas innerhalb von neun Sekunden durch Denis Gurianov (31.) und Jamie Benn (32.) zum 2:2 aus. Fünf Minuten später hatte Calgary die passende Antwort durch Rasmus Andersson (37.) parat und ging mit 3:2 wieder in Führung. Da Flames-Torhüter Cam Talbot (22 Paraden) nicht mehr zu bezwingen war, rettete Calgary die knappe Führung über die Zeit und holte den ersten Sieg in der Best-of-7-Serie. Nationalspieler Tobias Rieder wußte in 10:57 Minuten Einsatzzeit mit einem Torschuss, zwei Checks, zwei geblockten Schüssen und einer Plus-Minus-Wertung von +1 zu überzeugen. 

Vegas Golden Knights - Chicago Blackhawks 4:1

Serienstand: 1:0

Die Vegas Golden Knights hatten zwei Drittel lang ihre Mühe mit den Chicago Blackhawks. Nach einem torlosen Eröffnungsdrittel führte Vegas durch Shea Theodore (28.) und William Carrier (30.) mit 2:0, bevor David Kampf (31.) kurze Zeit später für die Hawks verkürzte. Dann schlug die Stunde von Doppeltorschütze Reilly Smith, der mit zwei Treffern (44. und 49.) den 4:1-Sieg sicherte. Golden Knights-Torhüter Robin Lehner, der erst während der Saison von Chicago nach Vegas wechselte, gehörte mit 19 Paraden neben Reilly Smith (2 Tore, 1 Assist) zu den Matchwinnern.


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