Stützle und Draisaitl verlieren, Greiss und Sturm punkten mit ihren TeamsGemischte Bilanz für die deutschen Spieler

Tim Stützle erzielte zwei Punkte gegen die Toronto Maple Leafs, die jedoch die "Battle of Ontario" für sich entschieden. (picture alliance)Tim Stützle erzielte zwei Punkte gegen die Toronto Maple Leafs, die jedoch die "Battle of Ontario" für sich entschieden. (picture alliance)
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Calgary Flames - Edmonton Oilers 5:0

Den Punkterekord von Marco Sturm im Blick, die Play Off-Qualifikation im Visier, ist der Motor der Scoring-Maschine Leon Draisaitl etwas ins Stocken geraten. Nach der Vier-Punkte-Gala gegen die Senators unter der Woche folgte im direkten Rückspiel ein punktloses Spiel für den deutschen Superstar. Immerhin konnten die Oilers in jener Partie den Season Series Sweep gegen die Sens komplettieren. Sie gewannen alle neun Vergleiche in dieser Saison gegen das Team von Tim Stützle. "Das ist etwas Besonderes, denn zum Einen kommt es selten vor, dass man so häufig gegen eine Mannschaft spielt. Zum anderen sind die Senators im Laufe der Saison immer besser geworden", sagte Oilers-Goalie Mike Smith nach dem Spiel.

Nach dem mühevollen Doppel-Spieltag gegen die Hauptstädter waren die Akkus der Oilers offenbar leer: MIt 0:5 verloren sie die "Battle of Alberta" gegen den verhassten Rivalen aus Calgary. Mit einem Zwischenspurt im zweiten Drittel stellten die Gastgaber die Weichen auf Sieg: Zunächst traf Sean Monahan zur Führung, dann beenderte Johnny Gaudreau seine 13 Spiele währende Torflaute. Elias Lindholm in Überzahl und Mark Giordano legten im Mittelabschnitt nach, ehe Brett Ritchie nach 53 Minuten den Schlusspunkt setzte.

Vor dieser Partie gedachten die Oilers ihrem ehemaligen Teamkollegen Colby Cave, der von einem Jahr mit gerade einmal 25 Jahren starb, nachdem ihm eine Kolloidzyste aus dem Gehirn entfernt worden war.

Toronto Maple Leafs - Ottawa Senators 6:5

Das andere große kanadische Derby, die "Battle of Ontario", entschied die Star-Power der Leafs. Auston Matthews erzielte seinen dritten Karriere-Hattrick, zudem leistete er die Vorarbeit für das Tor Mitch Marner, der seinerseits noch drei Assists beisteuerte. Für Matthews waren es die Saisontore Nummer 29 bis 31. Er ist damit der erste US-Amerikaner der NHL-Geschichte, der in seinen ersten fünf Spielzeiten jeweils mindestens 30 Treffer erzielte. 

Mit einem Doppelschlag im ersten Drittel innerhalb von nur 39 Sekunden eröffnete Matthews den Torreigen. Den Rückstand verwandelten die Senators im Mitteldrittel innerhalb weniger als viereinhalb Minunten in eine 3:2-Führung: Drake Batherson, auf Zuspiel von Tim Stützle, Alex Formenton in Überzahl, und Tim Stützle mit seinem siebten Saisontor trafen für die Hauptstädter. Doch nur 27 Sekunden später traf Mitch Marner zum Ausglich für die Gastgeber. Acht Sekunden vor der zweiten Sirene machte Auston Matthews seinen Hattrick perfekt zur erneuten Führung für die Gastgeber. Im Schludrittel trafen beide Teams jeweils noch zweimal, die Senators konnten dabei 17 Sekunden vor dem Ende nur noch 5:6-Endstand aus ihrer Sicht verkürzen. 

Auch der Torhüter der Maple Leafs konnte einen Sieg historischen Sieg feiern: Er ist der erste Schlussmann der NHL-Geschichte, der seine ersten elf Saisoneinsätze allesamt erfolgreich absolvierte. Er überflügelte damit den großen Carey Price, der vor fünf Jahren mit den Canadiens zehn Partien in Folge zum Saisonstart gewann. Kleiner Trost für die Senators: Connor Brown traf im siebten Spiel hintereinander für sein Team und stelle damit einen neuen Franchise-Rekord auf.

Carolina Hurricanes - Detroit Red Wings 4:5 (SO)

Mit 30 Paraden leistete Thomas Greiss im Tor der Red Wings einen wichtigen Beitrag zum Sieg seines Teams gegen die Carolina Hurricanes. In einer engen Partie mit mehreren Führungswechseln glich Canes-Stürmer Sebastian Aho exakt vier Minuten vor dem Ende zum 4:4 aus. Die Verlängerung brachte keinen Sieger, so musste der Shootout entscheiden: Auch dieser ging in die Verlängerung, dauerte insgesamt sieben Runden. Nur einmal musste sich Greiss gegen die Schützen der Canes geschlagen geben. Schließlich sicherte Adam Enre den Gästen mit seinem Treffer den Zusatzpunkt.

St. Louis Blues - Minnesota Wild 3:2 (OT)

Auch Nico Sturm konnte sich für sein Team auszeichnen: Beim Meister von 2019 erzielte er im ersten Drittel die Führung für die Wild, als er vom linken Bullypunkt nach einem Puckverlust von Jake Walman traf. Mike Hoffman glich diese Führung für die Blues ebenso aus wie die erneute durch Wild-Verteidiger Matt Dumba, als er 42 Sekunden vor dem Ende eben jenen Matt Dumba anschoss, der unhaltbar für seinen Torwart abfälschte. In der Verlängerung traf Ryan O'Reilly zwei Sekunden vor dem Ende und sicherte den Blues den Extra-Punkt.

Die weiteren Spiele der vergangenen Nacht im Überblick:

Dallas Stars - Florida Panthers 4:1
Philadelphia Flyers - Boston Bruins 3:2
Columbus Blue Jackets - Chicago Blackhawks 3:4
Montreal Canadiens - Winnipeg Jets 0:5
Nashville Predators - Tampa Bay Lightning 0:3
San Jose Sharks - Los Angeles Kings 2:4


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