Stoßen Tobias Rieder und Korbinian Holzer zur Nationalmannschaft? NHL: Stanley Cup Play-offs kompakt

Tobias Rieder hatte mit seinen Los Angeles Kings keine Chance gegen die bärenstarken Vegas Golden Knights. (picture alliance/ZUMA Press)Tobias Rieder hatte mit seinen Los Angeles Kings keine Chance gegen die bärenstarken Vegas Golden Knights. (picture alliance/ZUMA Press)
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Kommt er oder kommt er nicht? Marco Sturm hatte bereits angekündigt, im Falle des Ausscheidens der Los Angeles Kings in der ersten Runde der diesjährigen Play-offs um den Stanley Cup gegen die historisch guten Newcomer von den Vegas Golden Knights mit Tobias Rieder Kontakt aufnehmen zu wollen. Nach Leon Draisaitl aus Edmonton wäre der gebürtige Landshuter die zweite Verstärkung aus der NHL. Noch ist aber offen, ob Rieder, dessen Punkteproduktion bei den Arizona Coyotes deutlich zurückging und nach seinem Trade auch bei den Kings nicht entscheidend anstieg, nach dem 0:4 in der Serie gegen die Vegas Golden Knights tatsächlich zur Nationalmannschaft kommt. Seit der vergangenen Nacht steht fest, dass ein weiterer Spieler ab jetzt Zeit haben könnte: Korbinian Holzer, in dieser Saison meist überzähliger Verteidiger und zwischenzeitlich sogar in die AHL geschickt, und die Anaheim Ducks wurden von den San Jose Sharks humorlos in den Sommerurlaub gesweept. Nach der 1:8-Klatsche in Spiel drei standen die Enten mit dem Rücken zur Wand. Zwar war das Spiel 4 wesentlich enger, aber letztlich konnten die Südkalifornier keinen Sieg landen in der ersten Play-off-Runde. San Joses Marcus Sörensen traf im ersten Drittel aus dem Gewühl vor Ducks-Keeper John Gibson zur Führung. Diese glich Andrew Cogliano im Schlussdrittel aus, doch nur 76 Sekunden später gingen die Sharks durch einen von Tomas Hertl abgefälschten Schuss von Top-Verteidiger Marc-Edouard Vlasic erneut in Führung, die das Team aus dem Silicon Valley auch ins Ziel brachte. In der nächsten Runde treffen sie auf die Vegas Golden Knights, die als erster Neuling der NHL-Historie eine Play-off-Serie mit einem Sweep gewonnen haben.


Die 3:1-Serienführung sicherten sich die Nashville Predators mit einem Auswärtssieg bei Colorado Avalanche. Bereits zur Spielmitte führten die Raubtiere aus Tennessee mit 3:0. Erst im Schlussdrittel kam das Team aus Denver heran, als Landeskrog eine Fünf gegen Drei-Überzahl nutzte für die Hausherren. Neun Minuten vor dem Ende kam Colorado noch auf ein Tor heran, aber der Vorjahresfinalist Nashville brachte die knappe Führung über die Zeit.

Tom Kühnhackl mit den Pens vor dem Einzug in die nächste Runde, Grubauer ist Nummer 1-Status los

Auf die beiden Deutschen, die in der Eastern Conference aktiv sind, wird Bundestrainer Marco Sturm noch ein bisschen warten müssen. Tom Kühnhackl ist mit den Pittsburgh Penguins nur noch einen Sieg vom Einzug in die nächste Runde entfernt nach einem 5:0-Auswärtssieg bei den Philadelphia Flyers in der vergangenen Nacht. Garant für den Erfolg war zunächst Goalie Matt Murray, der dem Anfangsdruck der Flyers Stand hielt und vor allem kurz vor ersten Sirene, als Travis Konecny von der Strafbank kommend alleine auf das Penguins-Tor zulief, einen ganz wichtigen Save aus Sicht der Pens machte. Dann nahm die schwarz-gelbe Maschine Fahrt auf: Malkin im Powerplay, Kessel bei einem Zwei gegen Eins-Konter, Letang mit einem platzierten Schuss vom linken Bullykreis, Crosby und schließlich Riley Sheahan trafen für den Meister der beiden vergangenen Jahre. Sidney Crosby, der noch einen Assist beisteuerte, überholte mit nun 173 Punkten in den Play-offs Vereinslegende Mario Lemieux. Auch Kris Letang trug sich in die Rekordbücher ein: Mit 72 Zählern steht er nun gleichauf mit Larry Murphy an der Spitze der punktbesten Verteidiger der Pens in den Play-offs. In der Nacht von Freitag auf Samstag können die Penguins vor eigenem Publikum alles klarmachen. Vielleicht fällt in diesem Spiel ein weiterer NHL-Rekord: Die ersten vier Spiele der Serie wurden jeweils mit mindestens vier Toren Unterschied entschieden, das gab es bislang nur zweimal in der Play-off-Geschichte der NHL, zuletzt 1995 in einer Serie der Sharks gegen die Red Wings und davor im Jahr 1946.

Davon sind die Washington Capitals in ihrer Serie gegen die Columbus Blue Jackets weit entfernt. Nach zwei Niederlagen in der Verlängerung, bei denen die Caps in der regulären Spielzeit jeweils Zwei-Tore-Führungen aus der Hand gaben, hatten sie in Spiel 3 das OT-Glück auf ihrer Seite: Lars Eller traf in der zweiten Verlängerung zum Sieg für das Team aus der Hauptstadt. Es war nicht nur dritte Spiel in Folge, das erst in der Extraschicht entscheiden wurde, es war auch der dritte Auswärtssieg hintereinander in der Serie. Philipp Grubauer kam in diesem Spiel jedoch nicht mehr zum Einsatz. Ihn löste die etatmäßige Nummer Eins Braden Holtby nach Spiel 2 ab. Grubauer stand die ersten beiden Spiele von Beginn an im Tor und hatte wahrscheinlich einfach das Pech, dass die Partien jeweils knapp verloren wurden. Es sicher nicht seine Schuld, aber letztlich konnte er trotz guter, aber eben nicht herausragender Leistungen - wie sie etwa Pittsburghs Matt Murray zeigt – die Niederlagen nicht verhindern. Und es war vermutlich schlichtweg das berühmte Zeichen, dass man setzen wollte, um die Mannschaft aufzurütteln.

Nur noch einen Sieg von der nächsten Runde entfernt ist Tampa Bay Lightning. Das Team aus Florida führt mit 3:1 in der Serie gegen die New Jersey Devils nach einem 3:1-Auswärtssieg im Garden State. Die Führung für die Teufel von Kyle Palmieri im ersten Drittel glich J.T. Miller gut drei Minuten später aus. Noch im ersten Anschnitt sorgte Tampas Topscorer Nikita Kucherov für die Gäste-Führung. Diese hielt das punktbeste Team der Hauptrunde bis in die Schlussphase. Dann traf erneut Kucherov ins leere Tor der Devils.

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NHL Hauptrunde

Donnerstag 22.04.2021
Edmonton Oilers Edmonton
3 : 4
Montréal Canadiens Montréal
Chicago Blackhawks Chicago
5 : 4
Nashville Predators Nashville
Arizona Coyotes Arizona
1 : 4
Minnesota Wild Minnesota
Vegas Golden Knights Vegas
5 : 2
San Jose Sharks San Jose
Freitag 23.04.2021
New York Rangers NY Rangers
2 : 3
Philadelphia Flyers Philadelphia
Winnipeg Jets Winnipeg
3 : 5
Toronto Maple Leafs Toronto
St. Louis Blues St. Louis
2 : 4
Colorado Avalanche Colorado
Buffalo Sabres Buffalo
1 : 5
Boston Bruins Boston
New York Islanders NY Islanders
0 : 1
Washington Capitals Washington
Tampa Bay Lightning Tampa Bay
3 : 1
Columbus Blue Jackets Columbus
Florida Panthers Florida
2 : 4
Carolina Hurricanes Carolina
Pittsburgh Penguins Pittsburgh
5 : 1
New Jersey Devils New Jersey
Detroit Red Wings Detroit
7 : 3
Dallas Stars Dallas
Vancouver Canucks Vancouver
0 : 3
Ottawa Senators Ottawa