Starker Grubauer führt Colorado zu 2:0-Serienführung, Rieder mit viel Eiszeit bei Flames-SiegVancouver Canucks gewinnen erneut gegen Stanley Cup-Sieger St. Louis, Montreal überrascht gegen Philadelphia

Die beiden Matchwinner für Colorado in Spiel 2 Philipp Grubauer und Andrei Burakovsky  (picture alliance / AP Photo)Die beiden Matchwinner für Colorado in Spiel 2 Philipp Grubauer und Andrei Burakovsky (picture alliance / AP Photo)
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Colorado Avalanche - Arizona Coyotes 3:2

Serienstand: 2:0

Avalanche-Torhüter Philipp Grubauer avancierte mit 30 Paraden und einer Fangquote von 93,8 Prozent zum Matchwinner in Spiel 2 beim knappen 3:2-Sieg gegen die Arizona Coyotes. Der 28-jährige Rosenheimer rettete mehrmals spektakulär und sicherte so Colorado die 2:0-Serienführung im Conference-Viertelfinale. Bereits in der vierten Spielminute eröffnete Avs-Kapitän Nathan MacKinnon mit einem trockenen Schuss ins lange Eck zur 1:0-Führung. Clayton Keller glich noch im ersten Drittel (17.) für die Coyotes zum 1:1 aus, als Avalanche-Verteidiger Samuel Girard den Puck unglücklich in das eigene Gehäuse beförderte. Unbeeindruckt ging Colorado in den zweiten Abschnitt - Tyler Jost (24.) fälschte einen Schuss von Cale Makar unhaltbar für Arizona-Keeper Darcy Kuemper (25 Paraden) zum 2:1 ab. Nur 89 Sekunden später ließ der Österreicher Michael Grabner die Coyotes über das 2:2 jubeln. In einem hochklassigen Schlussabschnitt erarbeiten sich beide Teams aussichtsreiche Einschussmöglichkeiten, scheiterten jedoch immer wieder an den beiden gut aufgelegten Torhütern. Als noch 2:53 Minuten auf der Spieluhr standen, fiel Andre Burakovsky nach einem Schuss von Kazem Kadri der Puck auf den Schläger und dieser schob zum 3:2-Siegtreffer ein. Der Deutsche Philipp Grubauer rettete die knappe Führung gegen die anstürmenden Coyotes über die Zeit. Arizona zeigte sich im Vergleich zu Spiel 1 deutlich verbessert und agierte auf Augenhöhe, während Colorado sich nicht aus der Ruhe bringen ließ und mit einem späten Siegtreffer belohnte. 

Philadelphia Flyers - Montreal Canadiens 0:5

Serienstand: 1:1

Die ersten gute Nachricht gab es für Montreal bereits vor der Partie. Coach Claude Julien, der direkt nach Spiel 1 mit Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, konnte zwischenzeitlich wieder entlassen werden und befindet sich auf dem Weg nach Montreal. Er fällt jedoch mindestens für die erste Playoff-Runde. Die Assistenztrainer Kirk Muller, Dominique Ducharme und Luke Richardson übernehmen bis zur Rückkehr des Head-Coaches. Die Mannschaft verkündete vor dem Spiel, dass sie für ihren Trainer gewinnen will. Diese Vorgabe setzten die Kanadier in die Praxis um und siegten beeindruckend mit 5:0 gegen die Philadelphia Flyers. Für die Tore des unerwartet klaren Sieges sorgten Tomas Tatar (2. und 22.), Jesperi Kotkaniemi (13. und 51.) und Joel Armia (38.). Habs-Torhüter Carey Price verdiente sich mit 30 gehaltenen Schüssen einen Shutout und Max Domi, Sohn des ehemaligen Tough-Guys Tie Domi, verbuchte drei Torvorlagen. Für den sonst überzeugenden Flyers-Goalie Carter Hart war der Arbeitstag im zweiten Drittel nach dem vierten Gegentor beendet und wurde durch Brian Elliott (5 Saves) ersetzt. In der Best-of-seven-Serie steht es nun nach Siegen 1:1. 

St. Louis Blues - Vancouver Canucks 3:4 n.V.

Serienstand: 0:2

Zwar startete Stanley Cup-Sieger St. Louis besser in Spiel 2, konnte dies jedoch nicht in Tore umwandeln. Besser machte es Vancouver, als Bo Horvat in der 8. Minute in Unterzahl zwei Gegenspieler mit tollen Moves Ausstiegen ließ und zum 1:0 vollendete.

Das starke Powerplay der Canucks (34.) bedeutete das 2:0 - Elias Pettersson spielte einen punktgenauen Pass auf Tanner Pearson, der aus dem Slot per Direktabnahme den Puck im Tor unterbrachte. Im sechsten Überzahlversuch der Partie (39.) durfte endlich auch St. Louis jubeln. Ryan O‘Reilly täuschte erst an und schloss im Anschluss am machtlosen Canucks-Torhüter Jacob Markström ins lange Eck ab. Als Elias Pettersson in der 46. Spielminute während einer weiteren Powerplay-Situation einen Nachschuss in Baseball-Manier aus der Luft zum 3:1 bugsierte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch die Blues gaben nicht auf und verkürzten in der 50. Minute durch Sammy Blais auf 2:3, als dieser einen Fehlpass von Alexander Edler abfing und den überraschten Markström überwand. In der Schlussminute warf St. Louis nochmal alles nach vorne und nahm Torhüter Binnington zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Als nur noch sieben Sekunden zu spielen waren, schlenzte Alex Pietrangelo den Puck auf das Tor, Jaden Schwartz gab dem Spielgerät eine letzte entscheidende Richtungsänderung und Jacob Markström im Tor der Canucks musste machtlos das 3:3 hinnehmen. Die Entscheidung musste somit in der Overtime fallen. In der 6. Minute der Overtime spielte Verteidiger-Ass Quinn Hughes von Vancouver aus der eigenen Zone einen ganz starken Pass auf den enteilten Bo Horvat, der unnachahmlich den Konter zum Siegtor abschloss.

Es war bereits das vierte Tor des 25-jährigen Kanadiers in der Playoff-Serie, in der Vancouver nun mit 2:0 in Front liegt. Er ist nun auch mit sechs Toren Torjäger der diesjährigen Postseason, während Rookie Quinn Hughes mit dem Assist zum Overtime-Winner bereits den achten Scorerpunkt (1 Tor, 7 Vorlagen) in den Playoffs sammelte. Die St. Louis Blues stehen damit überraschend im Conference-Viertelfinale mit 0:2 im Hintertreffen und müssen im nächsten Spiel eine Reaktion zeigen, um nicht vorzeitig die Chance auf die Titelverteidigung des Stanley Cups begraben zu müssen. 

Washington Capitals - New York Islanders 2:5

Serienstand: 0:2

Zwei Treffer von Alex Ovechkin genügten Washington nicht um Partie 2 im Conference-Viertelfinale für sich zu entscheiden. Die Islanders, bei denen erneut Thomas Greiss nur die Backup-Rolle zukam und Tom Kühnhackl nicht zum Aufgebot gehörte, führten durch Treffer von Nick Leddy (23.), Matt Martin (26.) und Brock Nelson (27.) nach dem zweiten Abschnitt mit 3:2. Kurz vor Schluss beendete  Cal Clutterbuck (58.) die Hoffnung der Capitals auf den Ausgleich und Anders Lee (59.) setzte per Empty-Net-Goal den Schlusspunkt zum 5:2. Damit führt New York 2:0 in der Serie, Washington steht hingegen bereits mit dem Rücken zur Wand und muss unbedingt gewinnen, um nicht frühzeitig eliminiert zu werden. 

Calgary Flames - Dallas Stars 2:0

Serienstand: 2:1

Flames-Torhüter Cam Talbot erwies sich in Spiel 3 für die Dallas Stars als Spielverderber. Der 33-jährige Kanadier entschärfte alle 35 Schüsse und feierte so seinen zweiten Shutout der diesjährigen Postseason und den vierten seiner Karriere in den Playoffs. Der Landshuter Tobias Rieder konnte zwar diesmal keinen Treffer erzielen, erhielt jedoch mit knapp 19 Minuten fast doppelt so viel Eiszeit als in den vorhergehenden Spielen. Auch in Unterzahl stand der 27-jährige über vier Minuten auf dem Eis, was seinen enormen Stellenwert für das Team unterstreicht und er gehörigen Anteil daran hatte, dass vier Unterzahlsituationen schadlos überstanden wurden. Für die Tore der Flames sorgten Mikael Backlund (26.) per Shorthander und TJ Brodie (51.) mit einem platzierten Schlagschuss. Dallas verzeichnete im zweiten und dritten Drittel eine Überlegenheit bei den Schüssen von 27 zu 12, konnte dies allerdings nicht in einen Torerfolg umsetzten. Die Flames, die auf den Verletzten Brady Tkachuk verzichten mussten, fanden nach der knappen Niederlage in Spiel 2 die passende Antwort und führen nun 2:1 in der Serie.

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