Stanley Cup Finals: Red Wings holen den Cup - Zetterberg Play-off MVP

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Die Detroit Red Wings sind Stanley Cup Sieger 2008! In Spiel sechs der Finals setzten sie sich knapp mit 3:2 gegen die Pittsburgh Penguins durch und holen somit erstmals nach 2002 den Cup wieder nach "Hockeytown".

Brian Rafalski, Valtteri Filppula und Henrik Zetterberg erzielten die Treffer für den neuen Cup-Sieger, Evgeni Malkin und Marian Hossa trafen für die Pens. Somit wurde Nicklas Lidström als erstem europäischen Kapitän in der NHL-Geschichte die Ehre zuteil, den Cup in Empfang zu nehmen.
Das Spiel selbst erreichte nicht ganz die Dramatik aus Spiel fünf. Die Wings gingen bereits nach fünf Minuten in Überzahl durch Brian Rafalski in Führung. Sein Schuss von der blauen Linie wurde allerdings von Pens-Verteidiger Hal Gill unhaltbar abgefälscht. Die Pens fanden nicht richtig ins Spiel und ließen im ersten Abschnitt sogar eine fast zweiminütige, doppelte Überzahl ungenutzt verstreichen. Das junge Team von Michel Therrien wirkte nervös, während die Wings den Gegner mit ihrer abgeklärten Spielweise kaum zur Entfaltung kommen ließen.
Im zweiten Drittel leistete sich dann der in Spiel fünf überragend spielende Marc-Andre Fleury einen folgenschweren Patzer. Einen Handgelenkschuss von Mikael Samuelsson konnte vom Pens-Goalie nicht kontrolliert werden - Valtteri Filppula sagte "Danke!" und schob unter Fleury hindurch zum 2:0 ein. Doch nur sieben Minuten später schöpften die Pens erneut Hoffnung. Evgeni Malkin beendete seine Durststrecke und verkürzte in Überzahl mit seinem ersten Treffer der Finalserie auf 1:2.
Im Schlussabschnitt drückten die Pens aufs Tempo, ohne sich jedoch klare Möglichkeiten erarbeiten zu können. Das, was aufs Tor kam, wurde meist eine sichere Beute von Chris Osgood, der vor allem in den Schlusssekunden noch einmal im Mittelpunkt stehen sollte. Doch zunächst wurde sein Gegenüber, Marc-Andre Fleury, endgültig zur tragischen Figur. Henrik Zetterbergs Schuss rutschte dem Schlussmann durch die Arme. Beim Versuch, sich auf den Puck fallen zu lassen, bugsierte Fleury die Hartgummischeibe zum 1:3 ins eigene Tor (48.). Pittsburgh warf nun natürlich alles nach vorn und wurde belohnt. Marian Hossa verkürzte eineinhalb Minuten vor dem Ende noch einmal auf 2:3. Fast mit der Schlusssekunde hatte der Slowake sogar den Ausgleich auf dem Schläger, doch der Puck prallte von Osgood ab, rutschte die Torlinie entlang und zerstörte somit die letzten Hoffnungen der Pens auf den Cupgewinn.
Ein Spieler der Wings hatte nochmals Grund zur Freude. Henrik Zetterberg wurde zum besten Spieler der Play-offs gewählt und mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet. Der Schwede schloss die Endrunde mit insgesamt 27 Scorerpunkten (13 Tore, 14 Assists) ab.
Detroit gewinnt die Serie 4:2 und ist Stanley Cup Sieger 2008

(Dennis Kohl)