Stanley Cup Finals: Pittsburgh gewinnt Overtime-Krimi

Stanley Cup Finals: Red Wings holen den Cup - Zetterberg Play-off MVPStanley Cup Finals: Red Wings holen den Cup - Zetterberg Play-off MVP
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Das Stanley Cup Finale 2008 geht in die nächste Runde. Dank eines Powerplay-Treffers von Petr Sykora nach 9:57 Minuten der dritten Verlängerung siegten die Pens mit 4:3 bei den Detroit Red Wings und erzwangen somit ein sechstes Spiel.

Das fünfte Spiel der Stanley Cup Finals zwischen den Detroit Red Wings und den Pittsburgh Penguins war nichts für schwache Nerven und findet nach einem dramatischen Overtime-Sieg der Pens am Mittwoch in Pittsburgh seine Fortsetzung. Marc-Andre Fleury war mit insgesamt 55 Saves neben Siegtorschütze Sykora der unumstrittene Held des Abends.
Die Pens starteten stark in die Partie und kamen nach rund achteinhalb Minuten durch Marian Hossa zum 1:0-Führungstreffer. Adam Hall sollte die Führung fünfeinhalb Minuten vor Drittelende mit einem kuriosen Treffer sogar auf 2:0 ausbauen. Seinen Pass vor das Tor beförderte Wings-Verteidiger Niklas Kronwall beim Klärungsversuch ins eigene Netz. Somit mussten die Wings mit einem 0:2-Rückstand in die erste Pause und konnten sich bei Goalie Chris Osgood und der Abschlussschwäche der Pens bedanken, dass sie lediglich mit zwei Toren hinten lagen.
Auch im zweiten Drittel wirkten die Wings zunächst nervös und konnten nicht an die Leistungen der ersten beiden Heimspiele der Finalserie anknüpfen. Trotz allem war es Darren Helm, der Marc-Andre Fleurys einzigen Fehler des Abends zum 1:2-Anschlusstreffer nutzte (23.) Dieses Tor schien das Team von Mike Babcock endgültig aus dem Tiefschlaf geweckt zu haben, denn in der Folge berannten sie das Tor Fleurys, scheiterten jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten Pens-Goalie, der nicht nur in dieser Phase Detroit mit spektakulären Paraden schier zur Verzweiflung trieb. Mit Glück und Geschick rettete sein Team vorerst die 2:1-Führung in die zweite Pause.
Im letzten Abschnitt überschlugen sich dann die Ereignisse. Detroit glich nach knapp sieben Minuten durch Pavel Datsyuk in Überzahl aus und ging nur etwa drei Minuten später durch Brian Raflaski erstmals in Führung. Die Pens schwammen nun gewaltig und es hatte nicht den Anschein, als ob Crosby & Co. die Partie noch einmal zu ihren Gunsten würden drehen können. Nicht zuletzt deshalb, da Verteidiger Sergei Gonchar bereits im zweiten Drittel schwer in die Bande krachte und zunächst nicht mehr zum Einsatz kam. Als die "Cup-Keeper" Lord Stanleys Trophäe schon polierten und für die Übergabe an die Wings vorbereiteten, gelang Maxime Talbot 35 Sekunden vor dem Ende der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleichtreffer zum 3:3. Fleury hatte das Eis zu diesem Zeitpunkt bereits zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen.
In der Verlängerung bot sich den 20.066 Zuschauern in der ausverkauften Joe Louis Arena das selbe Bild, wie im Schlussdrittel der regulären Spielzeit. Detroit drückte und dominierte die Partie. Lediglich das Tor wollte trotz zahlreicher, glasklarer Chancen nicht fallen. "Wer vorne die Tore nicht macht, wird hinten bestraft" - diese alte Sportlerweisheit sollte sich letzlich nach rund zehn Minuten der dritten Verlängerung aus diesmal bewahrheiten. Als Jiri Hudler wegen hohen Stocks gerade auf der Strafbank Platz genommen hatte und auch Gonchar in der folgenden Überzahl wieder auf dem Eis stand, schlug Sykora zu... Play-off Stand: 3:2 Detroit

(Dennis Kohl)

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