Stanley-Cup-Finale: Boston Bruins feiern klaren 7:2-Sieg in Spiel dreiVier Überzahltore gegen die St. Louis Blues

Vier Überzahltore gegen die St. Louis BluseVier Überzahltore gegen die St. Louis Bluse
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Die Boston Bruins gewinnen Spiel drei nach einer beeindruckenden Vorstellung mit 7:2 bei den St. Louis Blues und holen sich die Führung in der Best-of-Seven-Serie um den Stanley Cup zurück.

Die Gäste aus Boston nutzten ihre erste Überzahlsituation (11.), nachdem Patrice Bergeron einen Schuss von Torey Krug unhaltbar zum 1:0 abfälschte. In der 18. Spielminute schloss Charlie Coyle nach einem schönen Spielzug über Marcus Johansson und Danton Heinen zur 2:0-Führung ab. Als die meisten sich schon gedanklich in der Pause befanden, erhöhte Sean Kuraly zehn Sekunden vor der Drittelende sogar noch auf 3:0. Das Tor wurde jedoch erst nach Videobeweis gegeben, da die Blues auf Abseits reklamierten. Der Puck wurde jedoch von einem Blues-Spieler in die eigene Zone befördert und war somit regelkonform.

Diese gescheiterte Reklamation führte zu einem Powerplay der Gäste, welches Boston nur 41 Sekunden nach Wiederbeginn des zweiten Drittels zum 4:0 nutzte. Torey Krug spielte von der blauen Linie vor das Tor zum freistehenden David Pastrnak, der sich mit einer kurzen Bewegung den Puck auf die Rückhand legte und Jordan Binnington im Tor der Blues keine Chance ließ. Der Anschlusstreffer durch Ivan Berbashev (32.) weckte nur kurzzeitig Hoffnungen auf eine Aufholjagd. Nur eine knappe Minute später stellte Torey Krug in Überzahl mit seinem Treffer zum 5:1 den alten Abstand wieder her. Der Arbeitstag von Jordan Binnington (14 Saves, Fangquote 73,7 Prozent) war danach beendet. Backup Jake Allen ersetzte fortan die etatmäßige Nummer eins. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.

Zwar konnten die Gastgeber in der 46. Minute nach einem Powerplaytreffer durch Colton Parayko auf 2:5 verkürzen. Da jedoch die weiteren Angriffsbemühungen keinen Erfolg brachten, musste St. Louis das Risiko erhöhen und ersetzte Torhüter Allen durch einen zusätzlichen Feldspieler. Weitere Treffer sollten allerdings nur noch für Boston fallen. Zunächst erhöhte Noel Acciari (59.) in das verwaiste Tor zum 6:2, bevor Marcus Johansson mit einem weiteren Überzahltor (59.) den 7:2-Endstand besorgte.

Die Boston Bruins dominieren Spiel drei klar und können sich auch auf ihr herausragendes Powerplay (vier Tore bei vier Überzahlsituationen) verlassen. Torey Krug (1 Tor, 3 Assists) und Patrice Bergeron (1 Tor, 2 Assists) stechen bei einer starken mannschaftlichen Leistung besonders heraus. Die St. Louis Blues müssen das Spiel postwendend abhaken und sich auf Spiel vier konzentrieren. Ansonsten droht der Traum vom Gewinn des Stanley Cups frühzeitig zu platzen.