Spiel 4 der Finalserie: Shattenkirk trifft in der Verlängerung gegen DallasTampa Bay braucht nur noch einen Sieg zum Titelgewinn

Kevin Shattenkirk stieß mit seinem Overtime-Treffer das Tor zum Triumph für Tampa Bay Lightning weit auf. (dpa / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | JASON FRANSON)Kevin Shattenkirk stieß mit seinem Overtime-Treffer das Tor zum Triumph für Tampa Bay Lightning weit auf. (dpa / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | JASON FRANSON)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Tampa Bay Lightning – Dallas Stars 5:4 (1:2,2:1,1:1,1:0) n.V.

 



Playoff-Stand: 3:1

Das Beste kam für die Lightning-Fans am Ende. Die Statistik. Laut der NHL wurden 1939 in den Play-Offs die Best-of-Seven-Serie eingeführt und seitdem hat es noch kein Team geschafft, im Finale einen 1:3 Rückstand zu drehen. Um dies in Spiel 4 abzuwenden, gingen die Dallas Stars mit viel Elan in die Partie. Tampas Topstürmer Steven Stamkos, in Spiel drei noch glänzend auf das Parkett zurückgekehrt war, musste erneut verletzungsbedingt pausieren. Stars-Verteidiger John Klingberg schlug nach acht Minuten mit der Führung zu und zehn Minuten später erhöhte Joe Pavelski mit seinem zehnten Play-Off-Tor auf 2:0. Bis dahin eine perfekte Ausbeute, denn Pavelskis Schuss war erst der dritte von Dallas im ersten Drittel gewesen.

Eine Vorentscheidung war dies jedoch noch lange nicht, denn nur wenige Sekunden danach verkürzte Tampas Brayden Point nach einer wunderschönen Dreierkombination mit Palat und Shattenkirk auf 1:2. Psychologisch wichtig für die Lightning und das wieder gefundene Selbstvertrauen spiegelte sich beim Ausgleich in der 23. Minute, als Alex Killorn Dallas Verteidiger Sekera mit einer simplen Körpertäuschung austanzte und Brayden Point anspielte und dieser reaktionsschnell das viel zu hohe Anspiel noch ins Tor bringen konnte. Der Ausgleich brachte Dallas jedoch nicht in Schwitzen. Der bis dahin recht glücklos agierende Tyler Seguin rannte allen gegnerischen Verteidigern davon, umkurvte auch noch Lightning-Keeper Andrei Vasilewsky, wurde jedoch vom Tor abgedrängt und beförderte im fliegen die Scheibe vor das gegnerische Gehäuse, wo Corey Perry lauerte und mit seinem Treffer zum 3:2 sein zweites Play-Off-Tor erzielte.

Viel Pech dann beim erneuten Ausgleich für die Texaner. Tampas Nikita Kucherow versuchte einen Schuss, traf den Schlittschuh von Stars-Defender Esa Lindell und der abgelenkte Puck landete beim Torschützen Yanni Gourde. War das 3:3 glücklich, so entsprang die erstmalige Spielführung für Tampa einem Geniestreich des in diesem Spiel extrem starken Alex Killorn. Er umkurvte das Tor und als alle Welt mit einem Rückpass an die blaue Linie rechnete, setzte Killorn einen Drehschuss ab, der den guten, aber nicht überragenden Anton Khudobin (86 Prozent Fangquote) überraschte. Doch Dallas kam noch einmal zurück. Ein als Vorlage gedachter Schuss von Joe Pavelski bekam Lightning-Verteidiger Shattenkirk ans Bein und von dort trudelte er über die Linie zum 4:4.

Die Overtime musste her und sie brachte die Entscheidung bereits in der 67. Minute. Ausgerechnet der vorher bei zwei Stars-Toren beteiligte Kevin Shattenkirk traf bei einem Überzahlspiel - Benn saß auf der Strafbank - mit einem exakten Schuss in das linke Eck. Kevin Shattenkirk nach dem Spiel: „In dieser Sekunde überfluten einen alle möglichen Emotionen. Viele sehen jetzt nur mich als den entscheidenden Torschützen, aber das ganze Team musste alles bringen um so weit zu kommen. Jetzt wollen wir den Cup und ich freue mich riesig auf das nächste Spiel.“ Sein Mannschaftskollege Alex Killorn: „Ich hätte noch mehr Tore schießen können, aber wenn dann deine Kameraden diesen Job für dich machen, dann hast du dir keine Sorgen.“

Enttäuscht auf der andren Seite Dallas' Trainer Rick Bowness: „Es ist eine unglückliche Art, dieses Spiel so zu verlieren. Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie wir heute Abend gespielt haben. Noch haben wir die Serie nicht verloren." 

Das fünfte Spiel der Finalserie wird in der Nacht vom Samstag auf Sonntag ausgetragen.

 

Tore:

0:1 (07:17) John Klingberg (Lindell)
0:2 (18:28) Joe Pavelski (Benn, Radulow)
1:2 (19:27) Brayden Point (Palat, Shattenkirk)
2:2 (22:08) Brayden Point (Killorn, Kucherow;5-4)
2:3 (28:26) Corey Perry (Seguin, Janmark)
3:3 (38:54) Yanni Gourde (Kucherow, Sergachev;5-4)
4:3 (46:41) Alex Killorn (Sergachev, Cirelli)
4:4 (51:35) Joe Pavelski (Seguin, Heiskanen)
5:4 (66:34) Kevin Shattenkirk (Hedman, Maroon;5-4)


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