Siegesserie der Blues reißt in Chicago

NHL-Play-offs: Ducks und Hawks sind weiterNHL-Play-offs: Ducks und Hawks sind weiter
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10 Siege in Serie bedeuteten für die St.Louis Blues nicht nur einen neuen Vereinsrekord, sondern auch die Möglichkeit in der Central Division hinter den Detroit Red Wings den zweiten Rang zu erreichen. Diese Hoffnung erhielt gestern bei der 2:1 Niederlage in Chicago vor 22.401 Zuschauern einen Dämpfer. Dank des Erfolgs haben die Blackhawks nun wieder vier Zähler Vorsprung auf die Blues. In einem ausgeglichenen ersten Drittel dauerte es bis zur 16.Minute, ehe die Fans den ersten Treffer des Abends erleben durften. Torschütze war Verteidiger Jon Klemm, dessen Handgelenksschuß eigentlich völlig ungefährlich erschien, aber vom Schläger Chris Prongers vorbei an Goalie Brent Johnson den Weg ins Netz fand. Mitte des zweiten Abschnitts erhöhte Peter White, kurz bevor Doug Weight den einzigen Treffer für die Blues zum 2:1 Endstand erzielte. Zu den besten Akteuren gehörte einmal mehr Torhüter Jocelyn Thibault, der zu 25 Saves kam. Für den Quebecois bedeutete dieser Sieg Saisonerfolg Nr.28, der eine neue Bestmarkte in seiner Karriere darstellt.

Ein Gastspiel, das man möglichst schnell vergessen will, war der Auftritt für die Toronto Maple Leafs in Vancouver. Schon im ersten Drittel zeigten die Canucks sehr schnell, daß sie unbedingt beide Punkte behalten wollten. Keine fünf Minuten waren absolviert, da hatten Sopel und Jovanovski die Gastgeber mit 2:0 in Front geschossen. In der elften Minute kam es dann noch schlimmer, als Todd Bertuzzi eine Überzahlsituation ausnutzte. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts sorgte dann ein Powerplaytor von Mikael Renberg bei den Leafs wieder für Hoffnung, der Brendan Morrison in der 35.Minute aber schließlich ein Ende bereitete. Nachdem Goalie Curtis Joseph im Schlußdrittel den zweiten Treffer Morrisons kassierte, tauschte Coach Pat Quinn ihn gegen Corey Schwab aus, der aber auch noch einmal hinter sich greifen mußte. Trevor Letowski war der Torschütze zum 6:1 Endstand, der allerdings etwas zu hoch ausfiel.

Noch schlechter lief es für die Dallas Stars beim Heimspiel gegen die Anaheim Mighty Ducks. Nur wenige Stunden nach der Entlassung von Trainer Ken Hitchcock präsentierten sich die Texaner ihrem Publikum total verunsichert. In weniger als vier Minuten waren es Titov, Cullen und Paul Kariya, die die Gäste auf die Siegerstraße schossen. Der wieder einmal sichere Rückhalt Jean – Sebastien Giguere ( 20 Saves ) im Tor der „Enten“ durfte dann im zweiten Drittel mit ansehen, wie seine Teamkollegen Leclerc und Chouinard für eine 5:0 Führung sorgten, was gleichzeitig einen Torhüterwechsel zu Folge hatte. Für den wenig überzeugenden Ed Belfour kam Marty Turco. Verteidiger Richard Matvichuk konnte Giguere in der 31.Minute im Powerplay zwar mit seinem sechsten Saisontreffer bezwingen, was aber keine große Rolle spielte. Den Schlußpunkt setzten wieder die Gäste aus Anaheim, für die Matt Cullen sein zweites Tor der Begegnung zum 6:1 Endstand erzielte.

Einen standesgemäßen 4:1 Heimerfolg feierten die Detroit Red Wings gegen die Phoenix Coyotes, die noch ohne Neuzugang Brian Savage antraten. In einem tollen ersten Drittel bekamen die Zuschauer nicht nur 29 Torschüsse ( 18:11 ) geboten, sie wurden auch Zeuge dreier Treffer. Nachdem Wilson ein frühes Tor von Maltby ausgeglichen hatte, stellte Steve Yzerman in der 20.Minute den alten Abstand wieder her. Für den Routinier war es sicherlich nicht das schönste Tor seiner Karriere, aber bereits Nr. 658, womit er in der ewigen Bestenliste nun gleich auf mit Mark Messier Rang 7 belegt. Für die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber war im zweiten Drittel Brendan Shanahan verantwortlich, der sich über seinen 27.Saisontreffer freuen durfte. Während Manny Legace ( 28 Saves ) Stammtorhüter Dominik Hasek einmal mehr sehr gut vertrat, mußte sein Gegenüber Robert Esche noch einmal den Puck aus dem Netz holen. Larionov war es, der in der 52.Minute das 4:1 besorgte, wobei Legace sogar einen Assist gutgeschrieben bekam.

Einen souveränen Sieg fuhren auch die Buffalo Sabres vor heimischer Kulisse ein. Wie auch die Red Wings, behielten sie mit 4:1 die Oberhand. Durch einen Doppelschlag von Pyatt und Brown, die Mitte des ersten Abschnitts zugeschlagen hatten, liefen die Gäste aus Tampa Bay im zweiten Drittel einem 2:0 Rückstand hinterher. Nachdem Nikolai Khabibulin nach Schüssen von Afinogenov und Pyatt, der in dieser Spielzeit zuvor erst ein Tor hatte erzielen können, hinter sich greifen mußte, war die Partie dann gelaufen, woran auch Fredrik Modins 14.Saisontor nichts ändern konnte.

Dank eines phantastischen Roberto Luongo ( 44 Saves ) entführten die Florida Panthers beim 1:1 einen Punkt aus Carolina. Für die 1:0 Führung der Gäste hatte nach nur 25 Sekunden ausgerechnet Verteidiger Sandis Ozolinsh gesorgt, der bis vor kurzem noch auf der Gehaltsliste der Hurricanes stand. Nachdem Pavel Bure zu Beginn des zweiten Abschnitts bei einem Penaltyschuß am insgesamt starken Artus Irbe scheiterte, schafften die Gastgeber den hochverdienten Ausgleich. Im Powerplay war es Routinier Ron Francis, der den Puck an Luongo vorbei ins Tor brachte. In der Verlängerung hatte Ozolinsh die größte Möglichkeit sein zweites Tor für Florida in diesem Spiel und auch insgesamt zu erzielen, aber schon der eine Punkt war eigentlich des Guten zuviel.

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